Dritter Zugunfall in einer Woche: Zug kollidiert mit Kran in Cartagena

Dritter Zugunfall innerhalb einer Woche in Spanien: Ein Personenzug kollidiert in Cartagena mit einem Kran, mehrere Verletzte. Folge auf tödlichen Hochgeschwindigkeitscrash und Vorfall bei Barcelona, führt zu Sicherheitsbedenken und Gewerkschaftsstreik.

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Weiterer Vorfall erschüttert spanisches Transportsystem

Das spanische Schienennetz wurde von einem weiteren schweren Vorfall erschüttert, dem dritten Zugunglück innerhalb von nur einer Woche. Am 22. Januar 2026 kollidierte ein Personenzug in der Hafenstadt Cartagena in der südöstlichen Region Murcia mit einem Baukran. Dabei wurde eine Person schwer verletzt und mehrere weitere erlitten leichte Verletzungen.

Der Unfall ereignete sich auf der Regionalstrecke Cartagena-Los Nietos im Gebiet Alumbres, als ein Kran, der nichts mit der Bahn zu tun hatte, in den Sicherheitsbereich der Gleise eindrang. Laut dem spanischen Eisenbahninfrastrukturbetreiber Adif wurde 'der Verkehr unterbrochen, weil ein Kran, der nichts mit der Bahn zu tun hat, den lichten Raum auf der Strecke besetzt hält.'

Details des Vorfalls in Cartagena

Rettungskräfte bestätigten, dass der Zug nicht entgleiste oder umkippte, die Kollision verursachte jedoch erhebliche Schäden mit eingeschlagenen Fenstern. Spanische Medien berichteten über ein schwerverletztes Opfer und mehrere Leichtverletzte. Ein Sprecher der Rettungsdienste sagte gegenüber Reuters, dass 'der Zug nicht gekippt und auch nicht entgleist ist.'

Dieser jüngste Vorfall folgt auf zwei andere verheerende Eisenbahnunfälle Anfang der Woche. Am Sonntag, den 18. Januar, kollidierten in Andalusien zwei Hochgeschwindigkeitszüge miteinander, was 43 Todesopfer forderte – der tödlichste Zugunfall in Spanien seit über zehn Jahren. Dann forderte am Dienstag, den 20. Januar, ein Vorfall mit einem Pendlerzug bei Barcelona das Leben eines Lokführeranwärters und verletzte mindestens 37 Menschen.

Wachsende Sicherheitsbedenken und Gewerkschaftsreaktion

Die Serie von Unfällen hat weit verbreitete Besorgnis über die Eisenbahnsicherheit in ganz Spanien ausgelöst. Lokführer stellen die Sicherheit der Strecken in Frage, und die wichtigste Lokführergewerkschaft, SEMAF, hat zu einem landesweiten Streik aufgerufen, der für den 9. bis 11. Februar geplant ist. 'Wir können unter diesen Umständen nicht weiterarbeiten,' sagte Gewerkschaftsvertreter Miguel Ángel García. 'Die ständige Verschlechterung des Eisenbahnsystems hat einen kritischen Punkt erreicht.'

Der spanische Verkehrsminister Oscar Puente erkannte die emotionale Verfassung der Lokführer an, hoffte aber, dass Gespräche den Streik verhindern könnten. Die Behörden haben bereits vorübergehende Geschwindigkeitsbeschränkungen auf wichtigen Strecken eingeführt und das Pendlerverkehrsnetz in Katalonien für Sicherheitsüberprüfungen ausgesetzt.

Lokale Bedenken und Ermittlungen

Anwohner entlang der Strecke Cartagena-Los Nietos haben sich seit langem über unzureichende Sicherheitsmaßnahmen beschwert, darunter schlechte Beschilderung und Regelungen. Es läuft nun eine Untersuchung, um die Verantwortung für die falsche Positionierung des Krans am aktiven Gleis zu klären.

Der Vorfall in Cartagena betraf einen Regionalzug mit Meterspur, anders als die Hochgeschwindigkeitszüge, die in die Tragödie vom Sonntag verwickelt waren. Das spanische Eisenbahnsystem, betrieben von Renfe mit von Adif verwalteter Infrastruktur, ist nach Frankreich das zweitgrößte Hochgeschwindigkeitsnetz Europas.

Während Spanien mit dieser beispiellosen Serie von Eisenbahnunfällen ringt, stellen sich immer mehr Fragen zu Wartungsprotokollen, Sicherheitsaufsicht und ob diese Vorfälle isolierte Fehler darstellen oder systemische Probleme innerhalb der Verkehrsinfrastruktur des Landes.

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