Präsident Iran reagiert auf drohende Sprache Trumps
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat gewarnt, dass ein Angriff auf den geistlichen Führer Ayatollah Ali Khamenei 'einen totalen Krieg gegen den Iran' bedeuten würde. Die Warnung, die auf der Social-Media-Plattform X veröffentlicht wurde, scheint eine direkte Reaktion auf jüngste Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zu sein, der zu neuer Führung im Iran aufrief und Khamenei als 'einen kranken Mann' beschrieb, der 'aufhören muss, sein Volk zu töten'.
Provokative Äußerungen Trumps
Trumps Bemerkungen vom 17. Januar 2026 haben die Spannungen zwischen den beiden Ländern weiter verschärft. Der ehemalige Präsident sagte, es sei 'Zeit, nach neuer Führung zu suchen' im Iran und behauptete, der Iran sei 'der schlimmste Ort der Welt zum Leben' aufgrund von Khameneis Führung. Laut Politico deutete Trump zunächst an, dass 'Hilfe auf dem Weg' sei für iranische Demonstranten, soll diese Aussage aber einen Tag später zurückgenommen haben.
Massive Proteste und hartes Vorgehen
Der Austausch findet vor dem Hintergrund massiver regierungsfeindlicher Proteste im Iran statt, die Ende Dezember 2025 begannen. Was als Demonstrationen über wirtschaftliche Probleme begann, entwickelte sich schnell zu Forderungen nach der Absetzung des religiösen Regimes. Die Proteste wurden gewaltsam niedergeschlagen, was zu Tausenden von Todesopfern führte.
Ayatollah Khamenei räumte kürzlich ein, dass 'einige tausend Menschen' während der Unruhen ums Leben gekommen seien, eine seltene Anerkennung des Obersten Führers. Menschenrechtsorganisationen geben jedoch viel höhere Schätzungen an. Die in den USA ansässige Human Rights Activists News Agency (HRANA) hat 3.308 Todesfälle verifiziert, mit 4.382 weiteren Fällen in Untersuchung, und berichtet von mehr als 24.000 Festnahmen.
Widersprüchliche Opferzahlen
Ein iranischer Regierungsbeamter sagte heute, dass mindestens 5.000 Menschen getötet wurden, darunter 500 Sicherheitskräfte. Der Beamte beschuldigte 'Terroristen und bewaffnete Demonstranten' für den Tod unschuldiger Iraner. Khamenei hat diese Darstellung wiederholt, behauptete, Demonstranten seien von 'bewaffneten Randalierern' getötet worden, die sich als Demonstranten ausgaben, und beschuldigte die Vereinigten Staaten und Israel, die Unruhen anzustacheln.
Laut CNBC riskieren Inhaftierte schwere Strafen, einschließlich möglicher Todesstrafen nach islamischem Recht für 'Kriegsführung gegen Gott'. Die Regierung hat seit dem 8. Januar Internetsperren verhängt, was genaue Opferzählungen erschwert und unabhängigen Journalismus nahezu unmöglich macht.
Regionale Implikationen
Die Warnung von Präsident Pezeshkian unterstreicht die hohen Einsätze in der Region. Der 69-jährige Präsident, der 2024 sein Amt antrat, hat die iranische Unterstützung für die 'Achse des Widerstands' fortgesetzt und militärische Aktionen gegen Israel geleitet. Seine Warnung deutet darauf hin, dass jeder Angriff auf Khamenei einen größeren Konflikt auslösen könnte, der möglicherweise regionale Verbündete und Gegner einbezieht.
Während die Spannungen weiter zunehmen, beobachtet die internationale Gemeinschaft die Situation genau. Die Kombination aus inneren Unruhen, Wirtschaftskrise und externen Bedrohungen hat die iranische Führung unter beispiellosen Druck gesetzt. Mit Trump, der auf mögliche militärische Intervention anspielt, und dem Iran, der vor totalem Krieg warnt, bleibt die Situation gefährlich volatil.
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