Tödlicher Zugzusammenstoß bei Córdoba fordert Dutzende Todesopfer

Mindestens 21 Tote und 100 Verletzte nach Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Südspanien bei Córdoba. Rettungsarbeiten dauern an, während die Untersuchung zu einem der tödlichsten Zugunglücke Spaniens beginnt.

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Tödlicher Zugzusammenstoß bei Córdoba fordert Dutzende Todesopfer

Ein verheerender Zugunfall in Südspanien hat mindestens 21 Menschen das Leben gekostet und etwa 100 Verletzte verursacht, von denen sich 25 in einem kritischen Zustand befinden. Die Tragödie ereignete sich am Sonntagabend bei Adamuz in der Provinz Córdoba, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten, nachdem ein Zug entgleist war und auf das Nachbargleis geriet.

Wie sich der Unfall ereignete

Der Unfall geschah gegen 19:45 Uhr Ortszeit, als ein von Málaga kommender Iryo-Zug in Richtung Madrid entgleiste und auf das Gegenverkehrsgleis geriet, wo er mit einem entgegenkommenden Zug nach Huelva kollidierte. Beide Züge entgleisten anschließend bei einem katastrophalen Aufprall, den Zeugen als "wie ein Erdbeben" beschrieben. Ein Passagier berichtete Rettungskräften: 'Es fühlte sich an wie ein Erdbeben', was die Gewalt des Zusammenstoßes verdeutlicht.

Spanische Medien berichten, dass mehr als 300 Passagiere an Bord der beiden Züge waren. Rettungsarbeiten dauerten die ganze Nacht an, während Einsatzkräfte versuchten, Passagiere aus den Trümmern zu befreien. Schockierende Bilder vom Unfallort zeigten Passagiere, die durch zerbrochene Fenster kletterten, um den zerstörten Waggons zu entkommen.

Massiver Rettungseinsatz

Rettungsdienste starteten einen massiven Einsatz am Unglücksort. Neben Polizei, Feuerwehr und medizinischem Personal wurden fünf mobile Intensivstationen zu dem abgelegenen Ort geschickt. Die Regionalregierung aktivierte Notfallprotokolle, um die komplexe Rettungsoperation zu koordinieren.

'Wir tun alles Menschenmögliche, um den Opfern und ihren Familien zu helfen', sagte ein Sprecher der spanischen Rettungsdienste. Das schwierige Gelände und die Schwere des Unfalls erschwerten die Rettungsarbeiten, wobei einige Passagiere stundenlang eingeklemmt waren, bevor sie befreit werden konnten.

Spanisches Hochgeschwindigkeitsnetz gestört

Der Unfall führte zur vollständigen Einstellung des Zugverkehrs zwischen Madrid und Andalusien, einer der verkehrsreichsten Hochgeschwindigkeitsstrecken Spaniens. Spanien verfügt über das längste Hochgeschwindigkeitsnetz Europas mit fast 4.000 Kilometern Schienen, die hauptsächlich von Renfes AVE-Diensten betrieben werden, wie Wikipedia berichtet.

Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien haben seit Beginn der Betriebsaufnahme im Jahr 1992 im Allgemeinen eine ausgezeichnete Sicherheitsbilanz. Dieser Unfall stellt einen der tödlichsten Vorfälle in der Geschichte des Netzes dar und wirft ernsthafte Fragen zu den Sicherheitsprotokollen auf der Strecke Madrid-Andalusien auf.

Untersuchung und Folgen

Spanische Behörden haben eine umfassende Untersuchung zur Ursache der Entgleisung eingeleitet. Verkehrsbeamte haben noch nicht festgestellt, was dazu führte, dass der erste Zug von den Schienen geriet. Die Untersuchung wird sich mit Gleiszuständen, Signalsystemen, Zugwartungsdaten und Betriebsabläufen befassen.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verfolgt die Situation genau und hat den Familien der Opfer sein Mitgefühl ausgesprochen. Die Tragödie ereignet sich nur Wochen nach anderen schweren Zugunglücken in Peru und Thailand, was weltweite Bedenken hinsichtlich der Schienensicherheit unterstreicht.

Während die Rettungsarbeiten in Bergungsarbeiten übergehen, verlagert sich der Fokus auf die Unterstützung der Verletzten und trauernden Familien, während gleichzeitig untersucht wird, wie ein solch katastrophaler Fehler in einem der fortschrittlichsten Schienennetze Europas passieren konnte.

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