Tödlicher Zugunfall in Südspanien fordert 24 Todesopfer
Ein verheerender Zugunfall in Südspanien hat mindestens 24 Menschen das Leben gekostet, wobei Rettungsarbeiten durch den schweren Zustand des Wracks behindert werden. Der Zusammenstoß ereignete sich am 18. Januar 2026 bei Adamuz in der Provinz Córdoba in Andalusien, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleisten, was die Behörden als ein 'seltsames' und verstörendes Ereignis bezeichnen.
Chaotische Szene am Unfallort
Der Unfall ereignete sich gegen 19:40 Uhr Ortszeit, als ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug von Málaga nach Madrid nach einem Halt am Bahnhof Córdoba-Julio Anguita entgleiste. Der Zug geriet auf das gegenüberliegende Gleis und kollidierte mit einem Renfe-Zug von Madrid nach Huelva, wodurch beide Züge entgleisten. Etwa 500 Passagiere waren in beiden Zügen betroffen.
Juanma Moreno, Präsident der Region Andalusien, bestätigte die steigende Zahl der Todesopfer und warnte, dass diese weiter ansteigen könnte. 'Einer der Wagen hat sich in einen Schrotthaufen verwandelt,' erklärte Moreno und betonte die Schwierigkeit der Rettungsarbeiten. 'Wir benötigen schweres Gerät, um bei der Suche nach Opfern zu helfen.'
Rettungsarbeiten durch schwieriges Gelände behindert
Rettungskräfte sahen sich mit außergewöhnlichen Herausforderungen konfrontiert, da ein Teil eines Zuges von einem 4 Meter hohen Abhang gestürzt war, was den Zugang zu den Opfern erschwerte. Das verformte Wrack zwang die Rettungskräfte, vorsichtig Leichen zu bergen, um mögliche Überlebende zu erreichen.
Eine Passagierin namens Carmen beschrieb die furchtbaren Momente auf der Social-Media-Plattform X: 'Zehn Minuten nach der Abfahrt aus Córdoba begann der Zug stark zu vibrieren und ein Wagen hinter uns entgleiste. Die Lichter gingen aus.'
Untersuchung des 'seltsamen' Unfalls
Der spanische Verkehrsminister Óscar Puente nannte den Vorfall 'extrem seltsam' und verwirrend für Bahnexperten. Der Unfall ereignete sich auf einem geraden Streckenabschnitt, der im Mai 2025 vollständig renoviert worden war, mit einer Investition von 700 Millionen Euro in die Infrastruktur.
'Das Gleis war in perfektem Zustand und der entgleiste Hochgeschwindigkeitszug war relativ neu, erst vier Jahre alt,' sagte Puente gegenüber dem spanischen öffentlich-rechtlichen Sender RTVE.
Nationale Trauer und Betriebsstörungen
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat alle Termine für den Tag nach der Tragödie abgesagt und erklärte: 'Heute ist ein Tag tiefer Trauer für unser Land.' Die Regierung hat einen speziellen militärischen Notdienst eingesetzt, um die Rettungsarbeiten am Unfallort zu unterstützen.
Alle Hochgeschwindigkeitszugverbindungen zwischen Madrid und Andalusien sind ausgesetzt, was mehr als 200 Züge betrifft. Dies ist der schwerste Zugunfall in Spanien seit der Entgleisung in Galicien im Jahr 2013, bei der 80 Menschen ums Leben kamen.
Das spanische Hochgeschwindigkeitsbahnnetz, verwaltet von ADIF (Administrador de Infraestructuras Ferroviarias), ist mit 3.973 Kilometern Strecke das längste in Europa. Das AVE-System (Alta Velocidad Española) ist seit 1992 in Betrieb und hatte bis zu dieser Tragödie im Allgemeinen eine hervorragende Sicherheitsbilanz aufrechterhalten.
Die Behörden erwarten, dass die Untersuchung der Unfallursache mindestens einen Monat dauern wird, wobei forensische Teams und Bahnexperten das Wrack und die Gleisbedingungen untersuchen.
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