Kritische Rohstoffe 2026: Blöcke formen Seltene Erden

Kritische Rohstoffe 2026: 54 Nationen unterzeichneten 11 Lieferrahmen, starteten FORGE und Project Vault gegen Chinas 90%-Monopol bei Seltenen Erden. Analyse.

Kritische Rohstoffe 2026: Blöcke formen Seltene Erden
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Ausgabe: DE

Im Februar 2026 erreichte das globale Rennen um kritische Rohstoffe einen entscheidenden Wendepunkt. Beim Ministertreffen für kritische Rohstoffe in Washington unterzeichneten Vertreter aus 54 Nationen und der Europäischen Kommission 11 neue bilaterale Lieferrahmen, gründeten die FORGE-Allianz und mobilisierten über 30 Milliarden US-Dollar, um Chinas Quasi-Monopol bei der Seltenerdverarbeitung zu brechen.

Was ist die Krise um kritische Rohstoffe?

China kontrolliert rund 90 % der weltweiten Seltenerdverarbeitung, 60 % der Lithiumchemikalien und 70 % des Kobaltmarkts. Seit 2025 hat Peking die Exportlizenzen verschärft, wodurch der Preis für Neodym-Praseodym-Oxid von etwa 80 US-Dollar pro Kilogramm (2024) auf über 480 US-Dollar Anfang 2026 stieg. Die Internationale Energieagentur warnte, dass 6,5 Billionen US-Dollar nachgelagerter Produktion gefährdet sein könnten. Diese Konzentration hat die Dominanz bei der Seltenerdverarbeitung von einem Handelsproblem in eine nationale Sicherheitslücke verwandelt.

Februar 2026: FORGE und Project Vault zeichnen die Karte neu

Auf dem Ministertreffen stellten US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance FORGE (Forum on Resource Geostrategic Engagement) vor, den Nachfolger der Minerals Security Partnership. FORGE schafft einen bevorzugten Handelsblock verbündeter Staaten mit koordinierten Preisuntergrenzen und anpassbaren Zöllen gegen Chinas künstlich billige Exporte. Südkorea führt den Vorsitz bis Juni 2026. Zudem kündigte Washington Project Vault an, eine von der Export-Import Bank gestützte strategische Reserve von 10 Milliarden US-Dollar, ergänzt durch fast 2 Milliarden US-Dollar privaten Kapitals von Herstellern wie Boeing, GE Vernova und Western Digital.

Wie FORGE das Spiel verändert

Das Modell der Mitgliedschaft durch Handel verknüpft Marktzugang mit der Teilnahme am Block, um Preise planbar zu machen und Investitionen in nicht-chinesische Förderung und Verarbeitung zu fördern. Vance sagte: Der internationale Markt für kritische Rohstoffe versagt. Lieferketten bleiben brüchig und außergewöhnlich konzentriert. Volkswirtschaften liefen letztlich auf realen Dingen wie Öl und kritischen Rohstoffen.

Project Vault: ein heimisches Lager

Project Vault lagert Rohstoffe für US-Hersteller und schützt sie vor Preissprüngen. Zusammen mit 11 neuen bilateralen Rahmenwerken – unter anderem mit Argentinien, Marokko, den Philippinen, den VAE und Großbritannien – verfügen die USA nun über 21 solcher Abkommen. Das markiert den Wandel vom Reden zum Handeln beim Aufbau strategischer Mineralreserven außerhalb von Chinas Einflusszone.

Auswirkungen auf Verteidigung, E-Autos und KI-Lieferketten

Die Neuausrichtung zwingt Rüstungsunternehmen, Autohersteller und KI-Hardwarefirmen zur Diversifizierung. Seltenerdmagnete sind essenziell für F-35-Kampfjets, E-Auto-Motoren und Kühlsysteme von Rechenzentren. Ohne Alternativen könnten sich Produktionszeitpläne für Lieferketten für EV-Batterien und Verteidigungssysteme um Jahre verzögern. Analysten warnen, dass der Wiederaufbau westlicher Verarbeitungskapazität 20 bis 30 Jahre dauern wird – bei einem kritischen Fenster von 12 bis 18 Monaten.

Expertenstimmen und parallele Blöcke

Die EU treibt ihren Critical Raw Materials Act voran mit Zielen von 10 % Förderung, 40 % Verarbeitung und 25 % Recycling bis 2030; Australien etabliert sich über Lynas' Mount Weld und eine strategische Reserve von 1,2 Milliarden US-Dollar als Drehscheibe. Ein im April 2026 unterzeichneter US-EU-Aktionsplan für kritische Rohstoffe prüft grenzausgeglichene Preisuntergrenzen. China kritisiert den Block als protektionistisch, doch die Mitglieder sehen gemanagte Abhängigkeit als einzig realistischen kurzfristigen Ausweg.

FAQ: Kritische Rohstoffe 2026

Was geschah beim Ministertreffen im Februar 2026? 54 Nationen und die EU trafen sich in Washington, unterzeichneten 11 bilaterale Rahmenwerke, starteten FORGE und mobilisierten 30 Milliarden US-Dollar.

Warum ist China bei Seltenen Erden so dominant? China kontrolliert etwa 90 % der Seltenerdverarbeitung und 60 % der Lithiumchemikalien und nutzt Exportkontrollen als Druckmittel.

Was ist Project Vault? Eine strategische Reserve der USA von 10 Milliarden US-Dollar, gestützt von EXIM und privatem Kapital.

Wie lange dauert die Unabhängigkeit von China? Experten nennen 20 bis 30 Jahre für den vollständigen Kapazitätsaufbau, mit 12 bis 18 Monaten kritischem Zeitfenster.

Welche Länder führen die Diversifizierung an? USA, EU, Australien, Südkorea sowie Partner in Afrika und Südamerika.

Fazit: Eine neue mineralische Weltordnung

Das Ministertreffen im Februar 2026 beendete die passive Hinnahme chinesischer Dominanz. Mit FORGE, Project Vault und 21 bilateralen Abkommen errichtet der Westen parallele Rohstoffblöcke, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit über Jahrzehnte prägen werden. Das Rennen ist nicht entschieden, aber das Schachbrett wurde neu aufgestellt.

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