Die ägyptische Fernsehmoderatorin Sarah Khalifa ist zusammen mit elf Mitangeklagten in einem großen Drogenfall zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Das Urteil bestätigte das Kairoer Strafgericht am 5. September 2026. Die 39-Jährige bestreitet die Vorwürfe und will Berufung einlegen. Behörden zufolge war die Gruppe Teil einer Bande, die Rohstoffe für die Drogenproduktion importierte. Mehr als 750 Kilogramm Betäubungsmittel sowie Schusswaffen und Munition wurden beschlagnahmt.
Was geschah im Drogenfall Sarah Khalifa?
Laut der staatlichen Zeitung Al-Ahram wurden die zwölf Angeklagten wegen Bildung einer kriminellen Bande zur Herstellung von Drogen verurteilt. Das Todesurteil konnte erst nach der Stellungnahme des Großmuftis von Ägypten formal bestätigt werden – eine gesetzliche Voraussetzung in Kapitalverfahren. Neun Mitangeklagte erhielten lebenslange Haft, sieben wurden freigesprochen. Das ägyptische Strafjustizsystem steht wegen Massenprozessen international in der Kritik.
Wer ist Sarah Khalifa?
Sarah Khalifa, 39, ist eine bekannte Moderatorin mit mehr als 2,5 Millionen Instagram-Followern. Sie präsentierte die Krimisendung Mission Impossible. Ihre Verhaftung im vergangenen Jahr schockierte Fans; sie bestreitet alle Vorwürfe. „Ich hatte nie Drogen gesehen, bis man mich mit ihnen fotografierte“, sagte sie vor Gericht. Ihr Anwalt kündigte Berufung an.
Wichtige Fakten zum Urteil
- 12 Angeklagte wurden zum Tod durch den Strang verurteilt, darunter Khalifa
- 9 Mitangeklagte erhielten lebenslange Haft; 7 wurden freigesprochen
- Mehr als 750 kg Betäubungsmittel und Rohstoffe beschlagnahmt
- Schusswaffen und Munition wurden sichergestellt
- Bestätigt am 5. September 2026 nach Stellungnahme des Großmuftis
Wie verbreitet ist die Todesstrafe in Ägypten?
Ägypten ist eines der Länder mit den meisten Todesurteilen weltweit. Laut Amnesty International verhängten ägyptische Gerichte 2025 insgesamt 492 Todesurteile – ein Anstieg von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mindestens 23 Hinrichtungen wurden 2025 vollstreckt, fast doppelt so viele wie 2024. Ägypten war eines von 17 Ländern, die 2025 Hinrichtungen durchführten. Drogendelikte standen mit fast der Hälfte aller Hinrichtungen weltweit in Zusammenhang. Der Amnesty-International-Bericht zur Todesstrafe dokumentiert diese Trends.
Was passiert als Nächstes für Sarah Khalifa?
Khalifas Anwaltsteam hat Berufung angekündigt. In Ägypten können Todesurteile mehrere Instanzen durchlaufen; die Stellungnahme des Großmuftis ist nicht bindend, aber vorgeschrieben. Menschenrechts- und Pressefreiheitsorganisationen, darunter die Ägyptische Initiative für Persönliche Rechte, fordern ein faires Verfahren und ein Ende der Hinrichtungen. Die Gemeinschaft für Pressefreiheit und Menschenrechte in Ägypten beobachtet den Fall weiter.
Häufig gestellte Fragen
Wurde Sarah Khalifa des Drogenhandels für schuldig befunden?
Ja, ein Kairoer Gericht verurteilte sie wegen Beteiligung an einer Bande, die Rohstoffe zur Drogenherstellung importierte. Sie bestreitet die Vorwürfe und sagt, sie habe vor dem Foto im Kontrollbüro nie Drogen gesehen.
Wie viele Menschen wurden zum Tode verurteilt?
Zwölf, darunter Sarah Khalifa. Neun erhielten lebenslange Haft, sieben wurden freigesprochen.
Kann Sarah Khalifa das Todesurteil anfechten?
Ja, ihr Anwalt will Berufung einlegen. Das Gesetz erlaubt Berufungen in Kapitalverfahren.
Warum brauchte das Gericht den Großmufti?
Nach ägyptischem Recht muss vor einer Todesstrafe eine Stellungnahme des Großmuftis eingeholt werden. Sie ist nicht bindend, aber erforderlich.
Wie viele Todesurteile verhängt Ägypten jährlich?
Laut Amnesty International waren es 2025 insgesamt 492 Todesurteile und mindestens 23 Hinrichtungen.
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