Tödlicher Wintersturm fordert 85 Leben in den Vereinigten Staaten
Ein verheerender Wintersturm hat in mehreren US-Bundesstaaten mindestens 85 Menschenleben gefordert, wobei die Zahl der Todesopfer weiter steigt, während die extreme Kälte anhält. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind Tennessee, Mississippi und Louisiana, wo etwa die Hälfte aller Todesfälle gemeldet wurde. Der National Weather Service warnt, dass dies 'die längste Periode extremer Kälte seit Jahrzehnten werden könnte', da eine neue arktische Kältewelle den Südosten und Mittleren Westen erreicht.
Stromausfälle und Nothilfe
Trotz einiger Fortschritte bei den Wiederherstellungsarbeiten sind nach Angaben von Power Outage immer noch mehr als 230.000 Haushalte ohne Strom. Die Situation ist besonders ernst in südlichen Bundesstaaten, wo Eisansammlungen hunderte Strommasten zum Einsturz gebracht haben. 'Wir kommen bei allem, was wir versuchen, einfach nicht weiter,' sagte der Bürgermeister von Batesville, Mississippi, und verwies auf überfüllte Notunterkünfte und Infrastrukturprobleme.
Die Nationalgarde ist in mehreren Bundesstaaten im Einsatz, um Straßen freizuräumen, Mahlzeiten und Decken zu verteilen und medizinisches Personal zu transportieren. Viele Bewohner sind immer noch in Fahrzeugen und Häusern eingeschlossen, was lebensbedrohliche Situationen schafft, da die Temperaturen weiter sinken.
Gesundheitsrisiken und Todesursachen
Gesundheitsexperten warnen, dass die Gefahren über gefährdete Gruppen hinausgehen. Obwohl ältere Menschen, Babys und Menschen mit Vorerkrankungen das höchste Risiko haben, können selbst allgemein gesunde junge Menschen in diesen extremen Bedingungen Opfer von Unterkühlung werden.
Laut Associated Press sind einige Todesfälle auf Unterkühlung zurückzuführen, während andere möglicherweise durch Kohlenmonoxidvergiftung verursacht wurden, als Menschen versuchten, ihre Häuser ohne ausreichende Belüftung zu heizen. Mehrere Todesfälle ereigneten sich auch bei Verkehrsunfällen auf vereisten Straßen.
Neue Kältewelle droht
Der National Weather Service erwartet, dass das extreme Wetter noch mehrere Tage anhält, wobei eine neue Kältewelle insbesondere den Südosten und zentrale Teile der Vereinigten Staaten trifft. Es wird auch starker Schneefall erwartet, was die bestehenden Probleme verschärft. Wie CBS News berichtet, sind immer noch mehr als 312.000 Kunden ohne Strom, vor allem in südlichen Bundesstaaten, und Meteorologen warnen vor einer neuen arktischen Kältewelle, die im Anmarsch ist.
Gouverneur Tate Reeves von Mississippi hat 500 Mitglieder der Nationalgarde mobilisiert, um bei den Wiederherstellungsarbeiten zu helfen, und beschrieb die Situation als 'etwas wie Hau-den-Maulwurf', da neue Baumstürze die Wiederherstellung der Stromversorgung weiterhin stören. Der Sturm hat etwa 200 Millionen Menschen in zwei Dritteln des Landes betroffen, mit starkem Schnee, Regen, Eisregen und Frosttemperaturen.
Langfristige Auswirkungen und Wiederherstellung
Die Behörden warnen, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung in einigen Gebieten Wochen dauern könnte, insbesondere in Regionen, in denen Eisansammlungen umfangreiche Schäden an der Infrastruktur verursacht haben. Die NASA hat ihr Disaster Response Coordination System aktiviert, um Bundesstaaten und bundesstaatliche Interessengruppen zu unterstützen, mit Satellitendaten zur Identifizierung von Stromausfällen und zur Überwachung von Wiederherstellungstrends.
Da ein neuer potenzieller Wintersturm die Ostküste an diesem Wochenende bedroht, bleiben die Rettungsdienste in hoher Alarmbereitschaft. Die Kombination aus anhaltender Kälte, Stromausfällen und gefährlichen Reisebedingungen bleibt, was die Behörden als eines der herausforderndsten Winterwetterereignisse der jüngeren Geschichte beschreiben.
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