Die globale Landschaft kritischer Mineralien durchläuft einen tiefgreifenden Wandel. Als Reaktion auf Chinas Griff auf Seltene Erden und Exportkontrollen 2025–2026 starteten die USA FORGE und mobilisierten 30 Milliarden Dollar für Projekte wie Project Vault. Mit 54 Ländern beim Ministerial im Februar 2026 und Preissteigerungen bis zum Sechsfachen in Europa ist der Mineralienwettlauf der bestimmende Konflikt des Jahres 2026.
Der Kontext: Chinas Griff auf kritische Mineralien
China kontrolliert 90 % der Verarbeitung Seltener Erden, 80 % von Wolfram und 60 % von Antimon. Im April 2025 führte es Exportkontrollen für sieben Elemente ein; eine zweite Welle im Oktober 2025 wurde bis November 2026 ausgesetzt. Die chinesischen Exportkontrollen für Seltene Erden verursachten Preissteigerungen: Dysprosium +105 %, Terbium +103 %, westliche Prämien bis 366 %. Über 80 % der europäischen Unternehmen sind von chinesischen Lieferketten abhängig.
FORGE: Ein neuer multilateraler Rahmen
Am 4. Februar 2026 veranstalteten die USA das Critical Minerals Ministerial mit 54 Ländern. FORGE wurde als Nachfolger der Minerals Security Partnership gestartet, unter Vorsitz Südkoreas. Das Forum will eine Handelszone für kritische Mineralien mit Mindestpreisen schaffen. Elf bilaterale Rahmen wurden unterzeichnet, unter anderem mit Argentinien, Marokko und den VAE. Die FORGE-Allianz für kritische Mineralien verschärft die westliche Koordination.
Project Vault: Amerikas strategische Reserve
EXIM genehmigte Project Vault, eine 12-Milliarden-Dollar-öffentlich-private Partnerschaft für die US-Strategische Kritische Mineralienreserve. Die Reserve lagert essentielle Rohstoffe in gesicherten Einrichtungen. Teilnehmer sind Clarios, GE Vernova, Western Digital und Boeing. EXIM-Vorsitzender Jovanovic: 'Die Reserve hilft US-Herstellern, wettbewerbsfähig zu bleiben und Rendite zu erwirtschaften.' Die Project Vault strategische Mineralienreserve verringert Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen.
Die 6,5-Billionen-Dollar-Frage: Kann Unabhängigkeit erreicht werden?
Die IEA schätzt, dass 6,5 Billionen Dollar an Wirtschaftsaktivität gefährdet sind. Die Nachfrage nach Seltenen Erden hat sich seit 2015 verdoppelt und wächst bis 2030 um 30 % durch E-Fahrzeuge, KI und Verteidigung. Projekte außerhalb Chinas decken nur die Hälfte des Abbaus, ein Viertel der Raffination und ein Fünftel der Magnetsnachfrage im Jahr 2035. Investitionen von rund 60 Milliarden Dollar sind nötig. Unabhängigkeit ist 5–7 Jahre entfernt, mit einem Zeitfenster von 12–18 Monaten.
Die Frist November 2026
Chinas Aussetzung der Exportkontrollen endet am 10. November 2026. Mögliche Verlängerung oder Wiedereinführung. Die Seltene-Erden-Frist November 2026 setzt den Westen unter Druck. Bloomberg Intelligence prognostiziert ein Defizit von 36 % im Jahr 2030.
Expertenperspektiven
'FORGE ist ein Schritt vorwärts, aber der Wiederaufbau dauert 20–30 Jahre. Der Westen hat 12–18 Monate,' so der Atlantic Council. Ellen Kim: 'Südkoreas Maßnahmen sind unzureichend. Als Vorsitzender braucht es eine bessere multilaterale Strategie.'
Häufig gestellte Fragen
Was ist FORGE?
FORGE ist eine multilaterale Initiative von 54 Ländern zur Koordination der Lieferketten und Verringerung der Abhängigkeit von China.
Was ist Project Vault?
Project Vault ist eine 12-Milliarden-Dollar-Reserve für essentielle Rohstoffe unter der Leitung von EXIM.
Wie viel kontrolliert China die Verarbeitung Seltener Erden?
China kontrolliert 90 % der Verarbeitung Seltener Erden, 80 % von Wolfram und 60 % von Antimon.
Wann laufen die Exportkontrollen Chinas aus?
Die Exportkontrollen sind bis zum 10. November 2026 ausgesetzt; frühere Kontrollen vom April 2025 bleiben in Kraft.
Was steht wirtschaftlich auf dem Spiel?
Die IEA schätzt ein Risiko von 6,5 Billionen Dollar für Energiewende, Verteidigung und Produktion.
Fazit
FORGE und Project Vault sind eine Eskalation, aber die Kluft zwischen Ambition und Realität ist groß. Mit der Frist November 2026 und Jahren bis zur Unabhängigkeit entscheiden die nächsten 12–18 Monate über die Resilienz des Westens. Der geopolitische Kampf um kritische Mineralien geht weiter.
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