Die neue geopolitische Währung: Wie kritische Mineralien die globalen Machtdynamiken neu gestalten
In einer dramatischen Verschiebung haben kritische Mineralien wie Lithium, Kobalt und Seltene Erden Öl als primären Fokus des internationalen Wettbewerbs übertroffen. US-Exekutivanordnungen 2024/2025 erhoben sie zur Top-Priorität, während der Wettbewerb um Ressourcen für Energiewende und Hochtechnologien zunimmt. Diese 'Mineralisierung der Geopolitik' bestimmt nun nationale Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.
Was sind kritische Mineralien und warum sind sie wichtig?
Kritische Mineralien, von Regierungen als essentiell eingestuft, sind anfällig für Lieferkettenstörungen. Die US-Liste 2025 identifiziert 60 Materialien, darunter neue wie Kupfer. Laut dem Zwischenstaatlichen Forum für Bergbau variiert die Kritikalität, umfasst aber Elemente für erneuerbare Energien, Verteidigung und digitale Infrastruktur.
Chinas Verarbeitungsdominanz: Die neue strategische Realität
China dominiert die Verarbeitung von 19 von 20 strategischen Mineralien mit etwa 70% Marktanteil. Wichtige Mineralien unter Kontrolle sind Graphit (90% der Batterieproduktion), Lithium (70% der Raffinierkapazität), Kobalt, hochreines Mangan und Wolfram (80% der Produktion). Diese Dominanz wurde durch Exportkontrollen instrumentalisiert, was Risiken für US-Industrien birgt. Die EU importiert 100% ihrer schweren Seltenen Erden aus China.
US-Politikantwort: Exekutivanordnungen und strategische Verschiebungen
Die Exekutivanordnung von Januar 2026 betont internationale Zusammenarbeit zur Stärkung der Mineraliensicherheit. Sie baut auf früheren Initiativen auf und erkennt Abhängigkeiten von ausländischer Verarbeitung als Sicherheitsrisiko. Das US Geological Survey berichtet, dass die USA 2024 80% ihrer Seltenen Erden importierten. Analysen zeigen Anfälligkeiten für geopolitischen und klimatischen Schocks.
Europäische Initiativen und globale Mineraliendiplomatie
Die EU plant strategische Vorräte kritischer Mineralien. Der Kritische Rohstoffe-Akt von 2024 listet 34 Materialien. Globale Initiativen wie der G7-Aktionsplan und die Minerals Security Partnership fördern Kooperation für stabile Lieferketten, was 'Mineraliendiplomatie' darstellt.
Strategische Verwundbarkeiten und Implikationen für die Energiewende
Die Konzentration der Lieferketten schafft Verwundbarkeiten für Dekarbonisierung. Exportverbote durch China könnten Versorgungsengpässe verursachen. Empfehlungen umfassen innovative Strategien wie Ersatzmaterialien und Recycling, im Einklang mit Kreislaufwirtschaftsprinzipien.
Zukunftsausblick: Die mineralisierte geopolitische Landschaft
Trends umfassen zentrale Mineraliendiplomatie, beschleunigte Innovation in Recycling und strategische Vorratshaltung. Der UK-Bericht 2024 und Investitionen in Australien zeigen Bemühungen um alternative Lieferketten.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die kritischsten Mineralien für die nationale Sicherheit?
Die US-Liste 2025 identifiziert 60 Mineralien, wobei Seltene Erden, Lithium, Kobalt, Graphit und Mangan besonders wichtig sind. China kontrolliert die Verarbeitung mit 70% Marktanteil.
Wie dominiert China die Lieferketten kritischer Mineralien?
China kontrolliert etwa 90% der Batteriegraphitproduktion, 70% der Lithiumraffineriekapazität, 80% der Wolframproduktion und den Großteil der Kobaltverarbeitung.
Was tun die USA, um Verwundbarkeiten zu adressieren?
Die Exekutivanordnung 2026 fokussiert auf internationale Kooperation, mit Programmen des Energieministeriums und Investitionen wie dem Tennessee-Schmelzprojekt.
Wie beeinflussen kritische Mineralien die Energiewende?
Kritische Mineralien sind essentiell für E-Fahrzeuge und erneuerbare Energien. Lieferkettenverwundbarkeiten könnten Dekarbonisierung verzögern und Kosten erhöhen.
Welche alternativen Strategien reduzieren die Abhängigkeit von China?
Innovationsfokussierte Ansätze umfassen Ersatzmaterialien, Recycling aus Elektronikschrott, Investitionen in Extraktionstechnologien und Partnerschaften wie die Minerals Security Partnership.
Quellen
CSIS-Analyse der US-Exekutivanordnung zu kritischen Mineralien
Council on Foreign Relations-Bericht zu Chinas Mineraliendominanz
USGS-Liste kritischer Mineralien 2025
Atlantic Council-Stresstestanalyse
Reuters-Bericht zu EU-Mineralienvorräten
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