Der deutsche Waldbrand, der die Evakuierung des Dorfes Gey erzwang, ist nun unter Kontrolle, und alle 2.000 evakuierten Bewohner durften nach Hause zurückkehren, wie die örtlichen Behörden am Samstag, dem 15. August 2026, bestätigten. Die Flammen waren bis auf etwa 150 Meter an die Häuser herangekommen, bevor sich die Lage stabilisierte, aber es gingen keine Häuser verloren.
Was ist in Gey passiert?
Der Brand brach am Donnerstag, dem 13. August 2026, im Hürtgenwald nahe Gey aus, einem Dorf in Nordrhein-Westfalen nahe Aachen und der niederländischen Grenze. Er breitete sich rasch durch dürre Vegetation aus, und am Freitagmorgen wurden nach einem Notalarm um 4 Uhr etwa 2.000 Bewohner evakuiert. Notunterkünfte wurden in nahegelegenen Orten wie Düren eingerichtet. Dies ist Teil eines größeren Musters von europäischen Waldbrandausbrüchen im Sommer 2026.
Bis Samstagabend hatte das Feuer schätzungsweise 300 Hektar vernichtet und war damit der größte Waldbrand in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der offiziellen Datenerfassung im Jahr 1991. Die deutsche Waldbrandbekämpfung umfasste in der Spitze bis zu 1.800 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehrleute, Hubschrauber der Bundeswehr, Bergepanzer und örtliche Landwirte.
Warum Weltkriegsmunition die Brandbekämpfung gefährlich machte
Eine der größten Herausforderungen war das Vorhandensein von Blindgängern aus der Schlacht im Hürtgenwald 1944–45. Die Einsatzkräfte konnten den brennenden Wald wegen nicht explodierter Weltkriegsmunition im Boden nicht sicher betreten. In der ersten Nacht des Feuers waren mehrere Explosionen zu hören, als Munition durch die Hitze detonierte, was die Feuerwehr dazu zwang, vom Rand aus mit Wasserwerfern, Gegenfeuern und Löschflugzeugen zu arbeiten.
Wie die Feuerwehr den Brand eindämmte
Der Sprecher der Feuerwehr, Peter Berndgen, sagte, die Lage habe sich bis Samstag stabilisiert, und die Behörden hätten den Einsatz von Löschhubschraubern eingestellt. Das Feuer sei jedoch nicht vollständig gelöscht; die Einsatzkräfte rechneten damit, mindestens bis Montag, dem 17. August, vor Ort zu bleiben. Fünf Menschen wurden bei dem Einsatz verletzt, darunter vier Rettungskräfte und ein älterer Bewohner.
Waldbrand in Belgiens Hohem Venn brennt weiter
Etwa 30 Kilometer westlich, im belgischen Hohen Venn (Hoge Venen), brannte ein deutlich größerer Waldbrand weiter. Bis Samstagabend waren rund 2.700 Hektar betroffen, und zwei belgische Dörfer wurden teilweise evakuiert. Die Behörden auf deutscher Seite der Grenze bereiteten sich ebenfalls auf mögliche Evakuierungen vor. Der Gegensatz zum Waldbrand im belgischen Hohen Venn unterstreicht, wie schnell trockene Bedingungen Wälder in Zunder verwandeln können.
Waldbrand-Vergleich: Gey vs. Hohes Venn
| Metrik | Gey (Deutschland) | Hohes Venn (Belgien) |
|---|---|---|
| Verbrannte Fläche | ~300 Hektar | ~2.700 Hektar |
| Status | Unter Kontrolle | Nicht unter Kontrolle |
| Evakuierungen | 2.000 Bewohner zurückgekehrt | Zwei Dörfer teilweise evakuiert |
| Hauptproblem | Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg | Torfbrand, schwieriges Gelände |
Auswirkungen und Reaktion
Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, sagte dem öffentlich-rechtlichen Sender WDR, der Brand sei wahrscheinlich von „irgendeinem Idioten“ verursacht worden, der „unverantwortlich und leichtsinnig herumgelaufen sei und etwas weggeworfen habe“. Die Landesregierung forderte die Menschen auf, in den kommenden Tagen Waldausflüge zu vermeiden, um neue Brände zu verhindern. Regionalleiter Hendrik Wüst zeigte sich erleichtert, dass keine Häuser zerstört wurden, und lobte die koordinierte Zusammenarbeit von Feuerwehr, Bundeswehr und Freiwilligen.
- Behörden empfehlen, bei extremer Trockenheit Waldausflüge zu vermeiden.
- Melden Sie Anzeichen von Rauch oder Feuer sofort dem Notruf.
- Werfen Sie keine Zigaretten oder Glasflaschen in Waldgebieten weg.
FAQ
Ist der deutsche Waldbrand in Gey vollständig gelöscht?
Nein. Das Feuer ist unter Kontrolle, aber nicht vollständig aus. Die Brandbekämpfung wird voraussichtlich mindestens bis Montag, dem 17. August 2026, fortgesetzt.
Wie viele Menschen wurden in Gey evakuiert?
Rund 2.000 Bewohner wurden am Freitagmorgen, dem 14. August 2026, evakuiert. Alle durften inzwischen nach Hause zurückkehren.
Warum war der Brand im Hürtgenwald so schwer zu bekämpfen?
Nicht explodierte Munition aus dem Zweiten Weltkrieg im Wald machte es für die Einsatzkräfte zu gefährlich, das Gebiet direkt zu betreten, was Taktiken vom Rand aus und Löschflüge erzwang.
Wie groß ist der Brand im belgischen Hohen Venn?
Bis Samstagabend hatte der belgische Brand etwa 2.700 Hektar verbrannt und war noch nicht unter Kontrolle, zwei Dörfer waren teilweise evakuiert.
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