Mindestens 108 Menschen sind in Indien und Nepal gestorben, nachdem tagelanger Monsunregen Sturzfluten, Murgänge und Erdrutsche in der gemeinsamen Grenzregion ausgelöst hatte, teilten Behörden am 28. September 2026 mit. Die Fluten töteten 81 Menschen in Uttar Pradesh und mindestens 27 in Nepal; Dutzende weitere wurden verletzt oder werden vermisst.
Was geschah in der Grenzregion Indien-Nepal?
Ein intensives Tiefdruckgebiet, das von der Bucht von Bengalen landeinwärts zog, brachte rekordverdächtige Regenfälle über Nordindien und Nepal. Uttar Pradesh verzeichnete zwischen Freitag und Sonntag 66,5 Millimeter Regen – weit über den normalen 7,6 Millimetern. „Der Staat verzeichnete von Freitag bis Sonntagmorgen 66,5 mm Regen, weit über die normalen 7,6 mm“, sagte der Katastrophenschutzbeauftragte von Uttar Pradesh, Hrishikesh Bhaskar Yashod. Flüsse wie Ganga, Gandak, Kosi und Bagmati stiegen über Gefahrenpegel, und die Überschwemmungen durch den Monsun in Südasien lösten Murgänge aus, die mehr als 1.000 Häuser zerstörten.
Aktuelle Todeszahlen und betroffene Gebiete
Beamte bestätigten 81 Todesfälle in Uttar Pradesh, Indiens bevölkerungsreichstem Bundesstaat mit mehr als 240 Millionen Einwohnern. In Nepal wurden nach Angaben der nationalen Behörden mindestens 27 Menschen getötet.
Betroffene Gebiete im Überblick
- Uttar Pradesh, Indien — 81 Tote, über 1.000 beschädigte Häuser
- Nepal — mindestens 27 Tote, gesperrte Routen, Stromausfälle
- Odisha, Indien — mehr als 75.000 Evakuierte
Uttar Pradesh am schwersten betroffen
Schulen blieben geschlossen, Bewohner wurden aufgefordert, unnötige Reisen zu vermeiden und sich von Flüssen fernzuhalten. Rettungsteams evakuierten Menschen aus überfluteten Vierteln, in mehreren Distrikten fiel der Strom aus.
Nepals Nothilfe stockt
In Nepal ist die Nothilfe für betroffene Gebiete nahezu zum Erliegen gekommen. Die Regierung sperrte mehrere Routen und verbot Reisen zwischen bestimmten Regionen, was die Rettungsarbeit erschwert. Stromausfälle wurden in beiden Ländern gemeldet. Die Nepal-Sturzflutkatastrophe im August 2026, bei der mehr als 1.400 Menschen starben, hinterließ nur Wochen vor diesem Ereignis Tausende Vermisste.
Was verursachte die Fluten? Zyklon Arnabnu
Der starke Regen wird mit Zyklon Arnabnu in Verbindung gebracht, der sich von der Bucht von Bengalen über die Region bewegte. Die Randbereiche des Sturms richteten in West- und Zentralnepal den größten Schaden an.
Klimawandel und stärkere Stürme
Wissenschaftler sagen, der Klimawandel mache die intensivsten Stürme stärker. Wärmeres Meerwasser liefert mehr Energie für Zyklone, und eine wärmere Atmosphäre speichert mehr Feuchtigkeit, was zu heftigeren Regenfällen führt. Steigende Meeresspiegel erhöhen zudem die Sturmfluthöhe und gefährden tiefliegende Gebiete stärker.
Auswirkungen und Evakuierungen
Auch das östliche Indien leidet. In Odisha evakuierten die Behörden mehr als 75.000 Menschen aus tiefliegenden Gebieten, während die Flüsse anschwollen. Indiens Central Water Commission meldete 30 Pegelstationen in sieben Bundesstaaten in einer „ernsten Situation“.
Beamte bezeichneten die Evakuierungsoperationen in Odisha als eine der größten Vorsichtsmaßnahmen der Monsunsaison 2026; Brücken, Durchlässe und Straßen wurden im ganzen Bundesstaat beschädigt.
FAQ
Wie viele Menschen sind bei den Überschwemmungen gestorben?
Mehr als 108 Tote sind bestätigt — 81 in Uttar Pradesh, Indien, und mindestens 27 in Nepal.
Was verursachte die Fluten?
Heftiger Monsunregen im Zusammenhang mit Zyklon Arnabnu, der von der Bucht von Bengalen landeinwärts zog, ließ Flüsse überlaufen und löste Murgänge und Erdrutsche aus.
Welche Gebiete sind betroffen?
Uttar Pradesh und Odisha in Indien sowie West- und Zentralnepal zählen zu den am schwersten getroffenen Regionen.
Wie viele Menschen wurden evakuiert?
Allein in Odisha wurden mehr als 75.000 Menschen evakuiert; weitere Evakuierungen laufen in Uttar Pradesh und Nepal.
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