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Belgien Waldbrand: Hohes Venn nach 5 Tagen eingedämmt

Der Waldbrand im Hohen Venn in Belgien ist nach 5 Tagen eingedämmt, aber nicht unter Kontrolle. 3000 Hektar verbrannt, Evakuierungen laufen weiter. Aktuelle Lage.

Belgien Waldbrand: Hohes Venn nach 5 Tagen eingedämmt
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Ausgabe: DE

Der Waldbrand im Hohen Venn in Ostbelgien ist nach fünf Tagen eingedämmt, aber die Behörden betonen, dass das Feuer noch nicht unter Kontrolle ist. Seit dem Ausbruch am Freitag, dem 14. August 2026, wurden rund 3.000 Hektar geschütztes Moor-, Heide- und Waldgebiet im größten Naturschutzgebiet des Landes verbrannt. Es ist der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte Belgiens.

Wie ist der aktuelle Status des Waldbrands in Belgien?

Einsatzkräfte in der Gemeinde Bütgenbach nahe der deutschen Grenze arbeiteten die Nacht durch, um Brandschneisen mit Baggern und Schaufeln auszuheben und umgestürzte Bäume mit Kettensägen zu entfernen. Die Lage bleibt fragil, weil das Feuer an mehreren Stellen wieder aufgeflammt ist, berichtete der belgische Rundfunk VRT. Zwei Weiler in Bütgenbach bleiben evakuiert, und Teile der deutschen Stadt Monschau wurden vorsorglich geräumt.

Die Rettungsdienste kämpfen mit schwierigem Gelände. Da der Torfbrand im Hohen Venn tief in trockenen Torf brennt, kann er unterirdisch schwelen und andernorts wieder auftauchen, was die Sicherung des Umkreises erschwert.

Warum ist das Feuer im Hohen Venn so schwer zu bekämpfen?

Ein Brand in Moorgebieten wie dem Hohen Venn ist notorisch hartnäckig. Der trockene Torf aus gepressten Pflanzenresten ist leicht entzündlich und ermöglicht dem Feuer, sich unter der Oberfläche auszubreiten. Die Feuerwehrleute müssen zudem Gelände mit Gruben und Hindernissen überqueren, und alte Munition aus dem Zweiten Weltkrieg ist während des Brandes explodiert.

Das Hohe Venn gehört zu den nassesten und kältesten Gegenden Belgiens, aber unter den empfindlichen Böden liegen felsige Schichten und Ton, die Feuchtgebiete und Moore bilden. Nach wochenlanger Trockenheit verwandelten sich diese Bedingungen in ein Pulverfass, und das Feuer wurde schnell zum größten je registrierten Brand des Landes.

Unterirdische Torfbrände

Da Torfbrände unter der Erde brennen, hilft starker Regen nicht unbedingt. Belgiens Innenminister Bernard Quintin warnte, dass Torfbrände Wochen dauern könnten, bis sie gelöscht sind, selbst wenn die sichtbaren Flammen erstickt sind.

Alte Kriegsmuniton

Explodierende Munition aus dem Zweiten Weltkrieg erhöhte die Gefahr, obwohl die Rettungsdienste angaben, die Standorte der Munition zu kennen und niemand durch die Explosionen verletzt wurde.

Wetter und internationale Unterstützung bei der Brandbekämpfung

Rund 500 Einsatzkräfte und 120 Fahrzeuge sind im Einsatz. Belgische Feuerwehrzonen aus Limburg stellen bis Freitag fünf Fahrzeuge und 18 Feuerwehrleute. Internationale Einsatzkräfte sind ebenfalls beteiligt: Niederländische, deutsche, norwegische und schwedische Hubschrauber und Löschflugzeuge wurden in den letzten Tagen eingesetzt.

Einer von zwei niederländischen Chinook-Hubschraubern, die am Wochenende halfen, wird heute wieder eingesetzt, bestätigte ein niederländischer Verteidigungssprecher. Allerdings kann tiefe Bewölkung die Sicht der Piloten einschränken, und starker Regen, der für den späten Nachmittag und Abend im Südosten Belgiens vorhergesagt ist, beschleunigt das Löschen nicht garantiert.

Die grenzüberschreitende Anstrengung spiegelt das Ausmaß des Notfalls wider, der das EU-Katastrophenschutzverfahren auslöste und Verstärkung aus Nachbarländern anzog.

Auswirkungen auf Anwohner und Umwelt

Hunderte Anwohner sind betroffen. Rund 600 Menschen wurden in Belgien evakuiert, die meisten aus der Gegend um Sourbrodt, und viele durften am Montagabend nach Hause zurückkehren. Evakuierungen bleiben in zwei Bütgenbacher Weilern und Teilen von Monschau in Deutschland in Kraft. König Philippe besuchte das betroffene Gebiet am Wochenende, um Feuerwehrleute und evakuierte Anwohner zu treffen.

Die Zerstörung des Hohen Venns, eines 4.501 Hektar großen Schutzgebiets mit alpinen Torfmooren, die über 10.000 Jahre alt sind, hat Naturschützer alarmiert. Das Feuer ereignet sich zudem während einer großen europäischen Waldbrandsaison, die in diesem Jahr bereits mehr als 576.000 Hektar auf dem Kontinent verbrannt hat.

FAQ: Waldbrand im Hohen Venn in Belgien

Wie viele Hektar sind beim Waldbrand in Belgien verbrannt?

Seit Beginn des Feuers sind rund 3.000 Hektar Heide-, Wald- und Moorfläche verbrannt.

Wann begann der Waldbrand im Hohen Venn?

Das Feuer brach am Freitag, dem 14. August 2026, im Naturpark Hohes Venn–Eifel in Ostbelgien aus.

Ist der Waldbrand in Belgien unter Kontrolle?

Nein. Das Feuer ist nach fünf Tagen eingedämmt, aber noch nicht unter Kontrolle und bleibt fragil.

Welche Gebiete wurden evakuiert?

Zwei Weiler in Bütgenbach, Belgien, und Teile von Monschau in Deutschland bleiben evakuiert.

Welche Länder helfen bei der Brandbekämpfung?

Die Niederlande, Deutschland, Norwegen und Schweden haben Hubschrauber und Löschflugzeuge bereitgestellt.

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