Rekordniedrige Donaupegel stören die Stromproduktion in Mitteleuropa massiv. Kernkraftwerke in Ungarn, Rumänien und Österreich drosseln oder schließen. Die anhaltende Hitzewelle und historische Tiefststände verdeutlichen die wachsende Klimaanfälligkeit der Energieinfrastruktur.
Wie niedrige Wasserstände die Kernkraft lahmlegen
Kernkraftwerke brauchen große Wassermengen zur Kühlung. Die Donau als Hauptkühlquelle für mehrere Anlagen in Mitteleuropa. Bei Niedrigwasser müssen Werke ihre Leistung reduzieren oder stilllegen. Im Juli 2026 fiel der Abfluss auf ein Drittel des Mittels, die Wassertemperaturen stiegen stark. Die Extremwetterereignisse und Energiesicherheit beschäftigen die Politik zunehmend.
Ungarn: Atomkraftwerk Paks in Gefahr
Ministerpräsident Péter Magyar ruft zum Stromsparen auf, da das Kernkraftwerk Paks (~50 % der Stromerzeugung) wegen Kühlwassermangels gedrosselt wurde. „Die Lage ist kritisch“, sagte er und warnte vor Blackouts zwischen 17 und 22 Uhr. Appell an Großverbraucher wie Batteriehersteller und Autofabriken, Verbrauch zu senken.
Rumänien: Reaktor in Cernavodă abgeschaltet
In Rumänien wurde ein Reaktor in Cernavodă wegen des auf ein Drittel gefallenen Donaupegels abgeschaltet. Das Kraftwerk liefert normalerweise 20 % des Stroms. Notfallpläne laufen, Stromimporte aus Nachbarländern. Extreme Hitze über 40 °C.
Hitzewelle treibt Nachfrage in die Höhe
Die Hitzewelle treibt durch Klimaanlagen den Stromverbrauch auf Rekordhöhen – gleichzeitig sinkt das Angebot. Meteorologen sehen einen Zusammenhang mit Klimawandel und veränderten Wettermustern. Ähnliche Niedrigwasser gab es zuletzt 2022.
Unerwartete Entdeckung: Mammutüberreste
Als Kuriosität wurden in Bulgarien Mammutreste freigelegt: Ein Dorfbewohner fand Kiefer- und Stoßzahnfragmente. Paläontologen erwarten weitere Funde.
Häufig gestellte Fragen
Warum brauchen Kernkraftwerke so viel Wasser?
Zur Kühlung der Reaktoren, um Kernschmelzen zu verhindern. Ohne ausreichend Wasser müssen Anlagen drosseln oder abschalten.
Wie niedrig ist die Donau derzeit?
Abfluss auf ein Drittel des Julimittels gesunken, vielerorts historische Tiefststände.
Welche Länder sind am stärksten betroffen?
Ungarn, Rumänien, Österreich; die Auswirkungen sind in ganz Mittel- und Südosteuropa spürbar.
Was wird zur Bewältigung unternommen?
Energiesparaufrufe, Notfallpläne, Stromimporte und freiwillige Drosselungen der Industrie.
Kann so etwas wieder passieren?
Ja, laut Klimaforschern wird dies häufiger. Investitionen in klimaresiliente Infrastruktur sind nötig.
Quellen
Basierend auf Berichten von BNR Nieuwsradio und Daten regionaler Wasserbehörden.
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