Google schlägt Änderungen bei Nachrichtensuche vor, um EU-Strafe zu vermeiden

Google schlägt Änderungen bei Nachrichtensuche vor, um EU-Kartellstrafe zu vermeiden. EU-Kommission untersucht angebliche Herabstufung von Nachrichtenseiten mit kommerziellen Partnern.

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Ausgabe: DE

Google hat der Europäischen Kommission Vorschläge unterbreitet, um die Darstellung von Nachrichten in seiner Suchmaschine zu ändern und eine mögliche neue Geldstrafe aus Brüssel zu vermeiden. Laut Bloomberg will der Tech-Riese Bedenken ausräumen, dass er Nachrichtenartikel von Verlagen, die auch Inhalte von kommerziellen Partnern zeigen, ungerechtfertigt herabstuft.

Hintergrund: Die EU-Untersuchung zu Googles Nachrichtenranking

Die Europäische Kommission leitete im November 2024 eine Untersuchung ein, nachdem Hinweise eingingen, dass Google Nachrichtenmedien tiefer rankt, wenn deren Seiten auch Inhalte von Werbekunden zeigen. Dies könnte gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Die Untersuchung ist Teil des Vorgehens gegen große Tech-Konzerne im Rahmen des EU Digital Markets Act und verwandter Kartellrechtsrahmen. Google wurde bereits mehrfach von der EU bestraft: 2017 eine Geldstrafe von 2,4 Milliarden Euro wegen Google Shopping, 2018 eine Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro wegen Android, und 2019 1,49 Milliarden Euro wegen AdSense. Die Gesamtstrafen belaufen sich auf über 8 Milliarden Euro.

Was Google vorschlägt

Laut Bloomberg plant Google Änderungen an seiner Anti-Spam-Richtlinie. Das Unternehmen will bestimmte Regeln lockern, damit Nachrichten-Websites Inhalte von Werbekunden anzeigen können, ohne aus dem Suchindex entfernt zu werden. „Google erklärte, seine derzeitigen Praktiken sollen Spam in den Suchergebnissen reduzieren, aber das Unternehmen ist nun bereit, seinen Ansatz anzupassen, um die Bedenken der Kommission auszuräumen”, so ein Insider zu Bloomberg.

  • Lockerung der Anti-Spam-Regeln, die Nachrichtenseiten mit kommerziellen Partnerinhalten bestrafen
  • Schaffung eines klareren Rahmens für akzeptable Werbung auf Nachrichten-Websites
  • Zulassen bestimmter Werbeinhalte ohne Herabstufung in den Suchergebnissen

Falls die EU-Kommission den Vorschlag annimmt, könnte Google eine formelle Anordnung zu drastischeren Änderungen vermeiden. Der Fall erinnert an den Google Shopping Kartellrechtsfall