Google EU-Kartellrecht 2026: Neue Untersuchung zu Werbepreismanipulation

EU startet 2026 neue Kartellrechtsuntersuchung zu Googles Werbepraktiken, die künstliche Preiserhöhungen vorwirft und Milliardenstrafen unter dem Digital Markets Act drohen. Erfahren Sie mehr über Hintergründe und Auswirkungen.

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Was ist die Google EU-Kartellrechtsuntersuchung 2026?

Die Europäische Kommission hat im Februar 2026 eine neue Kartellrechtsuntersuchung zu den Werbepraktiken von Google eingeleitet, was eine weitere bedeutende regulatorische Herausforderung für den Tech-Giganten darstellt. Diese Untersuchung konzentriert sich auf Vorwürfe, dass Google durch sein Suchwerbe-Auktionssystem künstlich Werbepreise in die Höhe treiben könnte, was möglicherweise gegen EU-Wettbewerbsregeln verstößt. Bei Bestätigung könnte Google Geldstrafen von bis zu 10 % seines globalen Jahresumsatzes drohen, was angesichts des massiven Werbegeschäfts des Unternehmens Milliarden Euro ausmachen könnte.

Hintergrund: Googles Geschichte mit EU-Regulierern

Dies ist nicht Googles erste Begegnung mit europäischen Kartellbehörden. Das Unternehmen hat bereits etwa 9,5 Milliarden Euro an EU-Geldstrafen für frühere Verstöße angesammelt. Zuletzt erhielt Google im September 2025 eine Strafe von 2,95 Milliarden Euro für 'Selbstbevorzugung' seiner eigenen Display-Werbetechnologie gegenüber Wettbewerbern. Die aktuelle Untersuchung stellt eine Fortsetzung der aggressiven Durchsetzung von Wettbewerbsregeln durch die Europäische Kommission dar, insbesondere im Rahmen des Digital Markets Act, der Google als 'Torwächter'-Unternehmen mit besonderen Pflichten einstuft.

Die Untersuchung folgt einem ähnlichen Muster wie frühere Fälle, in denen die Kartellrechtsmaßnahmen der Europäischen Kommission dominante Tech-Unternehmen ins Visier genommen haben. Laut Bloomberg vermuten EU-Regulierer, dass Google 'künstlich den Clearing-Preis' von Werbeauktionen erhöht, was Werbetreibende benachteiligen und den Marktwettbewerb schädigen könnte.

Wie Googles Werbeauktionen funktionieren

Googles Werbesystem arbeitet über Echtzeit-Auktionen, bei denen Werbetreibende für Werbeplatzierungen bieten. Das System berücksichtigt mehrere Faktoren, einschließlich Gebotshöhe, Werbequalität und Relevanz, um zu bestimmen, welche Anzeigen zu welchem Preis erscheinen. Google verteidigt seinen Preismechanismus als transparent und marktgetrieben und erklärt, dass 'Werbeplätze durch Echtzeit-Auktionen bestimmt werden, die relevante Anzeigen basierend auf Faktoren wie Werbetreibenden-Wettbewerb und Anzeigenqualität zeigen sollen.'

Regulierer untersuchen jedoch, ob Googles dominante Marktposition – etwa 80 % des globalen PPC-Marktes und 27 % der weltweiten digitalen Werbeausgaben kontrollierend – es ihm ermöglicht, diese Auktionen zu seinem Vorteil zu manipulieren. Die Sorge ist, dass Google seine Marktmacht nutzen könnte, um Preise künstlich in die Höhe zu treiben und Werbetreibende zu höheren Zahlungen zu zwingen als in einem wirklich wettbewerbsfähigen Markt.

Schlüsselvorwürfe in der Untersuchung 2026

  • Künstliche Preiserhöhung in Suchwerbe-Auktionen
  • Mögliche Manipulation von Auktions-Clearing-Preisen
  • Wettbewerbswidrige Praktiken, die Werbetreibende schädigen
  • Mögliche Verstöße gegen EU-Wettbewerbsregeln und Digital Markets Act-Pflichten

Mögliche finanzielle Auswirkungen und Strafen

Wenn die Europäische Kommission Google für kartellrechtswidrige Verstöße schuldig befindet, könnten die finanziellen Folgen erheblich sein. Gemäß EU-Regeln können Unternehmen mit Geldstrafen von bis zu 10 % ihres globalen Jahresumsatzes belegt werden. Angesichts des Umsatzes von über 300 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 für die Muttergesellschaft Alphabet könnte eine maximale Strafe theoretisch 30 Milliarden US-Dollar übersteigen.

Realistischerweise liegen Strafen basierend auf früheren Fällen typischerweise bei 1–5 % des globalen Umsatzes. Die jüngste Strafe von 2,95 Milliarden Euro im Jahr 2025 entsprach etwa 1 % des Jahresumsatzes von Alphabet. Diese Untersuchung erfolgt zu einer Zeit, in der die Durchsetzung des Digital Markets Act zunehmend aggressiver wird, wobei die EU plant, mehrere US-Tech-Unternehmen mit potenziellen Strafen von insgesamt über 100 Milliarden Euro ins Visier zu nehmen.

Googles Reaktion und Verteidigungsstrategie

Google hat seine Werbepraktiken konsequent verteidigt und argumentiert, dass sein Auktionssystem fair und transparent sei. Als Reaktion auf die Untersuchung erklärte Google: 'Unsere Werbepreise werden durch Echtzeit-Auktionen bestimmt, die relevante Anzeigen basierend auf Faktoren wie Werbetreibenden-Wettbewerb und Anzeigenqualität zeigen sollen. Der Qualitätsfaktor kann zu höheren Preisen für besser performende Anzeigen führen.'

Das Unternehmen wird wahrscheinlich eine energische Verteidigung aufbauen und möglicherweise negative Befunde wie bei früheren EU-Entscheidungen anfechten. Googles Rechtsteam wird wahrscheinlich argumentieren, dass sein Werbesystem sowohl Werbetreibenden als auch Verbrauchern zugutekommt, indem es relevante Anzeigen in Suchergebnissen sicherstellt.

FAQ: Google EU-Kartellrechtsuntersuchung 2026

Wofür wird Google 2026 untersucht?

Google wird untersucht, weil es angeblich durch sein Suchwerbe-Auktionssystem künstlich Werbepreise in die Höhe treibt, was möglicherweise gegen EU-Wettbewerbsregeln verstößt.

Wie hoch könnte die Strafe für Google ausfallen?

Bei Schuldspruch könnte Google Geldstrafen von bis zu 10 % seines globalen Jahresumsatzes drohen, was angesichts seines aktuellen Umsatzes von über 300 Milliarden US-Dollar Milliarden Euro ausmachen könnte.

Hat Google bereits EU-Strafen erhalten?

Ja, Google hat bereits etwa 9,5 Milliarden Euro an früheren EU-Kartellrechtsstrafen angesammelt, einschließlich einer Strafe von 2,95 Milliarden Euro im September 2025 für Selbstbevorzugung seiner Werbetechnologie.

Was ist der Digital Markets Act?

Der Digital Markets Act ist eine EU-Gesetzgebung, die große Tech-Unternehmen als 'Torwächter' einstuft und besondere Pflichten auferlegt, um fairen Wettbewerb in digitalen Märkten sicherzustellen.

Wann wird die Untersuchung abgeschlossen sein?

Die Untersuchung befindet sich im Februar 2026 in frühen Stadien, und formelle Verfahren könnten je nach Komplexität des Falls Monate oder sogar Jahre dauern.

Quellen

Reuters: Google von EU wegen Suchwerbepraktiken ins Visier genommen

Yahoo Finance: Google mit neuer EU-Kartellrechtsuntersuchung konfrontiert

Economic Times: EU untersucht Googles Werbepraktiken

Strataigize: Google Ads Statistiken 2026

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