US-Präsident Donald Trump hat die Ukraine aufgefordert, Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, da diese eine globale Dieselknappheit verursachen würden. Bei einem Besuch in Irland am 14. September 2026 drängte Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die Angriffe zu stoppen, und argumentierte, die Störung der russischen Raffineriekapazität 'schade der Welt'. Der Vorstoß erfolgt, während die US-Dieselpreise erstmals über 6 Dollar pro Gallone gestiegen sind – zusätzlicher Druck auf Verbraucher und die Regierung vor den Midterm-Wahlen im November.
Hintergrund: Trumps Diesel-Forderung im Kontext
Trumps Äußerungen weichen deutlich von der üblichen Haltung Washingtons ab, die Ukraine im Krieg gegen Russland zu unterstützen. Kiew hat 2026 die Langstrecken-Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Treibstoffdepots verstärkt, um eine wichtige Einnahmequelle für Moskaus Militär zu kappen. Laut Al Jazeera haben die ukrainischen Drohnenangriffe auf die russische Energieinfrastruktur die russischen Heizölexporte im August auf 591.000 Barrel pro Tag gesenkt – 2025 lag der Durchschnitt bei 860.000 Barrel täglich.
Analysten betonen, dass die Ukraine russische Energieanlagen als legitimes militärisches Ziel betrachtet, da Öl- und Gaseinnahmen die Invasion direkt finanzieren. Trump stellt die Angriffe jedoch als Hauptursache steigender Kraftstoffpreise dar.
Was Trump bei seinem Irland-Besuch sagte
Trump forderte Selenskyj auf, die russische Dieselproduktion nicht mehr anzugreifen. Er muss aufhören, Dieselkraftstoff in Russland auszuschalten ... er soll Ziele angreifen, aber nicht Diesel, sagte Trump laut CBS News. Weiter: Die Welt wird nicht vom Nahen Osten gestört, sondern von dem, was mit Russland und der Ukraine passiert.
Der BNR-Kommentator Bernard Hammelburg nannte Trumps Argument 'Unsinn'. Die ukrainischen Angriffe seien vor allem ein Problem für die Russen selbst, nicht für den Weltmarkt. Der Kreml begrüßte Trumps Appell und zeigte sich offen für neue Friedensgespräche ab Oktober.
Die wahren Treiber der globalen Dieselpreise
Energieökonomen widersprechen Trumps Darstellung. Die ukrainischen Angriffe tragen zur Verknappung bei, der weit größere Schock kommt jedoch aus dem eskalierten US-Iran-Konflikt und Störungen der Schifffahrt im Golf. Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran im Februar sind die Dieselpreise um fast 65 % auf etwa 6,20 Dollar pro Gallone gestiegen; Brent stieg um 3,6 % auf 108,41 Dollar pro Barrel, WTI erreichte 103,54 Dollar – erstmals über 100 Dollar seit Mai.
Laut Al Jazeera bezeichnen Analysten die ukrainischen Angriffe im Vergleich zur Golfkrise als 'kleine Zutat'; diese gilt als der 'größere systemische Schock'. Beide Störungen wirken kumulativ.
Folgen für US-Verbraucher und die Midterms
Rekord-Dieselpreise treffen Lkw-Fahrer und Landwirte hart: Der Landesdurchschnitt liegt bei 6,06 Dollar pro Gallone, in einigen Regionen etwa 63 % mehr als vor einem Jahr. Das ist ein politisches Risiko für die Regierung vor den US-Midterm-Wahlen 2026. Russland hat zudem sein Diesel-Exportverbot bis September verlängert.
FAQ: Trump, Ukraine und die Dieselknappheit
Warum macht Trump die Ukraine für die Dieselknappheit verantwortlich?
Trump argumentiert, ukrainische Drohnenangriffe auf russische Dieselraffinerien verringerten das globale Angebot. Kritiker sehen darin eine Ablenkung von seiner Nahost-Politik.
Verursachen die ukrainischen Angriffe wirklich die globale Dieselkrise?
Teilweise. Sie haben russische Exporte gesenkt, doch Haupttreiber sind der US-Iran-Krieg und Angriffe auf die Golfschifffahrt.
Wie reagiert Russland auf Trumps Forderung?
Der Kreml begrüßte den Appell und signalisierte Bereitschaft zu neuen Gesprächen ab Oktober; territoriale Fragen bleiben strittig.
Wie wirken US-Dieselpreise auf Verbraucher?
Diesel ist zentral für Transport, Landwirtschaft und Bau. Preise über 6 Dollar treiben Transport- und Lebensmittelkosten und belasten Haushalte.
Was sagen Experten zu Trumps Behauptung?
Ökonomen und Kommentatoren nennen sie überwiegend 'Unsinn' – die Angriffe schadeten eher der russischen Militärlogistik als dem Weltmarkt.
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