Flydubai-Copilot radikalisiert: Netanyahu äußert sich

Flydubai-Copilot radikalisiert, sagt Netanyahu. Neues zum omanischen Verdächtigen, Helden Smit Machchhar und der Terrorermittlung mit 150 Israelis. Alle Infos.

Flydubai-Copilot radikalisiert: Netanyahu äußert sich
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Ausgabe: DE

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat bestätigt, dass der am versuchten Anschlag in der Luft beteiligte Copilot von Flydubai in dieser Woche radikalisiert war. Er beschrieb ihn als suizidalen Islamisten, der mit extremistischer Ideologie indoktriniert worden sei. Die Äußerungen fielen am 1. Oktober 2026 in einem Interview mit Fox News – einen Tag, nachdem eine Boeing 737 mit mindestens 150 Israelis an Bord nach einem gewaltsamen Kampf im Cockpit in Saudi-Arabien notgelandet war. Ermittler in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien versuchen nun zu klären, wie der Omaner überhaupt an Bord gelangen konnte.

Was geschah auf dem Flydubai-Flug?

Die Maschine von Flydubai, die unter der Flagge der VAE operierte, war mit mindestens 150 israelischen Passagieren unterwegs, als der Copilot versucht haben soll, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen. Im Kabinenvideo ist ein chaotischer Kampf zu sehen, nachdem Passagiere und Crew das Cockpit stürmten. Laut israelischen Angaben wurde der Kapitän – der Inder Smit Machchhar – niedergestochen und schwer verletzt. Trotz seiner Verletzungen gelang es ihm, die stark gesicherte Cockpittür wieder zu öffnen, sodass Passagiere den Copiloten überwältigen und die Maschine stabilisieren konnten.

  • Flug startet in Dubai mit mindestens 150 Israelis an Bord
  • Copilot greift den Kapitän im Cockpit an
  • Der verletzte Kapitän Machchhar öffnet die Cockpittür
  • Passagiere und Crew überwältigen den Copiloten
  • Notlandung in Saudi-Arabien

Warum die omanische Staatsangehörigkeit Fragen aufwirft

Die omanische Staatsangehörigkeit des Copiloten steht im Zentrum der Ermittlungen. Israel unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Oman, und Verkehrsministerin Miri Regev erklärt, das Abkommen mit den VAE verlange, dass nur Piloten mit Pässen von Ländern eingesetzt werden, die diplomatische Beziehungen zu Israel unterhalten. Regev prüft nun, ob Flydubai das Luftfahrtabkommen Israel-VAE verletzt hat. Eine doppelte Staatsbürgerschaft gilt als unwahrscheinlich, da sie in Oman extrem selten ist.

Messer oder Notfallbeil?

Ermittler versuchen zudem, die Tatwaffe zu bestimmen. Ein Zeuge will ein Messer gesehen haben, doch Piloten durchlaufen dieselben strengen Kontrollen wie Passagiere, eine Klinge hätte nicht an Bord sein dürfen. Geprüft wird daher, ob der Angreifer stattdessen zu einem Notfallbeil griff, das im Cockpit aufbewahrt wird.

Held Kapitän Smit Machchhar verhinderte eine Katastrophe

Indiens Premierminister lobte Machchhar auf X: „Kapitän Smit Machchhar hat der Welt die höchste Form von Mut gezeigt.“ Die indische Botschaft in den VAE teilte mit, er erhole sich nach der Operation gut. Netanyahu würdigte ihn ebenfalls: „Obwohl er niedergestochen und schwer verletzt wurde, leistete er Widerstand, öffnete die Cockpittür und ermöglichte es Passagieren und Crew, den Angreifer zu überwältigen. So wurde eine Katastrophe in der Luft verhindert.“

Ermittlungen und Sicherheitsfolgen

Die Untersuchung ist komplex, weil sie mehrere Länder mit heiklen diplomatischen Beziehungen betrifft. Die VAE führen die Ermittlungen, da das Flugzeug unter ihrer Flagge flog. Saudi-Arabien hat den Copiloten bereits vernommen; er wurde dort behandelt und in die Emirate überstellt. Israels Mossad befragte alle Passagiere nach ihrer Rückkehr. Die Generalstaatsanwaltschaft der VAE prüft, ob der Vorfall als Terrorismus einzustufen ist. Netanyahu verglich ihn mit den Anschlägen vom 11. September, betonte aber, vieles müsse noch verifiziert werden.

Israels Medien berichten, der Chef des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet habe früher Bedenken geäußert, die Sicherheit auf Flügen aus den Emiraten sei unzureichend – die Shin-Bet-Warnungen zur Flugsicherheit stehen nun im Zentrum der Überprüfung. Der Vorfall fällt zudem in eine Zeit erhöhter Alarmbereitschaft vor den ersten Wahlen seit den Anschlägen vom 7. Oktober 2023. Netanyahu sagte jedoch, es habe keine konkreten Warnsignale gegeben.

FAQ

War der Flydubai-Copilot radikalisiert?

Ja. Netanyahu sagte, der Copilot sei ein radikalisierter Muslim gewesen, islamistisch indoktriniert und suizidal; konkrete Informationen über seine Vergangenheit habe er nicht.

Wie stoppten Passagiere den Angriff?

Der verletzte Kapitän Smit Machchhar öffnete die gesicherte Cockpittür, sodass Passagiere und Crew den Copiloten überwältigen und das Flugzeug stabilisieren konnten.

Wo landete die Flydubai-Maschine?

Die Boeing 737 landete in Saudi-Arabien not; dort wurde der Copilot behandelt und anschließend an die VAE übergeben.

Wird Flydubai wegen Sicherheitsmängeln untersucht?

Ja. Verkehrsministerin Miri Regev prüft, ob Flydubai mit einem omanischen Piloten gegen das Abkommen mit den VAE verstoßen hat.

Warum ist der omanische Pass ein Problem?

Weil Israel und Oman keine diplomatischen Beziehungen unterhalten und das Abkommen Pässe aus Ländern mit solchen Beziehungen verlangt.

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