Am Dienstag, dem 3. November 2026, wählen Millionen Amerikaner bei den US-Zwischenwahlen 2026. Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze stehen zur Wahl. Die Ergebnisse entscheiden, ob die Republikaner den Kongress während Donald Trumps zweiter Amtszeit kontrollieren oder ob die Demokraten seine Agenda bremsen können.
Was sind die US-Zwischenwahlen 2026?
Zwischenwahlen finden zur Hälfte einer vierjährigen Präsidentschaft statt. 2026 wird das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt, im Senat stehen 35 Sitze zur Wahl. Derzeit halten die Republikaner beide Kammern. Die US-Zwischenwahlen 2026 gelten jedoch als Referendum über Trumps Präsidentschaft, geprägt von Inflation, Kaufkraftkrise und dem Krieg im Iran.
Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat: Was steht auf dem Spiel?
Laut Cook Political Report steuern die Demokraten auf eine Mehrheit im Repräsentantenhaus zu. Sie brauchen 218 Sitze. Die unabhängige Bewertungsseite nennt 18 umkämpfte Distrikte und hält bis zu 15 Wechsel von Republikanern zu Demokraten für möglich. Im Senat ist der Weg schwieriger, weil die Demokraten mehrere Sitze in Staaten gewinnen müssten, die Trump vor zwei Jahren mit mehr als zehn Punkten gewann.
„In 15 Bundesstaaten ist das Rennen noch offen; in sechs Staaten kann es in beide Richtungen ausgehen“, berichtet NOS unter Berufung auf Cook Political Report. Der Economist ist vorsichtiger und gibt den Demokraten eine 53-prozentige Chance auf den Senat.
Wichtige umkämpfte Bundesstaaten
- North Carolina: Die Demokraten hoffen, früh am Wahlabend einen republikanischen Senatssitz zu gewinnen.
- Michigan und Pennsylvania: Swing States, in denen umkämpfte Rennen um das Repräsentantenhaus von Rot zu Blau wechseln könnten.
- New Hampshire und Minnesota: Die Demokraten verteidigen Sitze, die die Republikaner erobern könnten.
Warum diese Wahlen für Trump und die Welt wichtig sind
Die Wahl ist ein Urteil über Trumps zweite Amtszeit, geprägt von den größten Steuererhöhungen der US-Geschichte durch Zölle, dem Iran-Krieg 2026 und demokratischem Rückschritt. Trump bleibt unberechenbar, doch der Kongress kontrolliert den Haushalt. Eine demokratische Mehrheit könnte US-Hilfen für die Ukraine, Sanktionspakete und Untersuchungen der Regierung beeinflussen. Die Mehrheit im Repräsentantenhaus 2026 würde den Demokraten zudem Vorladungsrechte und eine stärkere Plattform gegen Trumps Agenda geben.
Der Schwung aus den Wahlen im November 2025, als die Partei Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey mit größeren Vorsprüngen als erwartet gewann, nährt Optimismus. Die Senatskarte bleibt schwierig: Die Demokraten verteidigen Sitze in eher republikanischen Staaten, mehrere gelten laut Cook als offen.
Auch vor dem Wahltag ist die Lage angespannt. Die Trump-Regierung stellt die Wahlintegrität offen infrage und reichte mehrere Klagen ein, um Ergebnisse zu beeinflussen. „Es könnte eine turbulente Nacht werden“, warnt NOS.
Wann sind die Ergebnisse bekannt?
Endgültige Ergebnisse können Tage dauern. Vor vier Jahren wurde die Senatskontrolle erst am Sonntag nach dem Wahltag entschieden. Jeder Staat zählt anders, manche langsamer. Die Mehrheit im Repräsentantenhaus könnte am Tag nach der Wahl klar sein, der Senat sich bis zum Wochenende ziehen.
FAQ: US-Zwischenwahlen 2026
Wie viele Sitze braucht eine Mehrheit im Repräsentantenhaus?
218 von 435 Sitzen.
Wie viele Senatssitze werden 2026 gewählt?
35 der 100 Sitze.
Welche Partei kontrolliert derzeit den Kongress?
Die Republikaner halten Repräsentantenhaus und Senat.
Wann stehen die Ergebnisse der Zwischenwahlen 2026 fest?
Die Mehrheit im Repräsentantenhaus könnte am Tag danach klar sein, der Senat braucht länger – 2022 fiel die Entscheidung am Sonntag.
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