Zehn Tage vor den Midterms 2026 kämpfen die Republikaner darum, ihre Mehrheiten im US-Repräsentantenhaus und im Senat zu verteidigen. Die Demokraten sehen eine Chance, eine oder beide Kammern zu erobern, denn Präsident Donald Trump steht laut einer CNBC-Umfrage bei historisch niedrigen Werten: Nur 34 Prozent billigen seine Wirtschaftspolitik.
Was sind die Midterms 2026?
Die Midterms finden am Dienstag, 3. November 2026, statt. Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze stehen zur Wahl. Zwischenwahlen gelten als indirektes Referendum über den amtierenden Präsidenten – historisch verliert seine Partei fast immer Sitze. Dieses Jahr zeigen die Umfragen zu den US-Midterms in einigen Erhebungen einen Vorsprung der Demokraten von sieben Punkten.
Warum die Republikaner plötzlich verwundbar sind
Die Republikaner haben eine knappe Mehrheit von 53 zu 47 im Senat und einen schmalen Vorsprung im Repräsentantenhaus. Doch wirtschaftlicher Gegenwind schadet ihren Kandidaten in traditionell roten Staaten. Nachdem Trump einen Krieg gegen den Iran begonnen hatte, stiegen die Dieselpreise um rund 68 Prozent – eine Belastung für Farmer in Kansas, Iowa und Ohio. Importzölle und der Handelsstreit mit Kanada treffen zudem Agrarexporteure.
Die Amerikaner spüren den Schmerz im Portemonnaie, obwohl die Wirtschaft wächst, berichtete der niederländische Sender NOS. Diese Unzufriedenheit spiegelt sich im Trump-Zustimmungswert: Im Poliwave-Durchschnitt liegen 39 Prozent Zustimmung gegen 59 Prozent Ablehnung.
Die wichtigsten Senatsrennen
Texas: Talarico gegen Paxton
Der Demokrat James Talarico, ein 37-jähriger ehemaliger Lehrer, will das rote Texas blau machen – gegen Generalstaatsanwalt Ken Paxton, der ein Amtsenthebungsverfahren wegen Korruptionsvorwürfen überstand. Talarico rahmt das Rennen nicht als links gegen rechts, sondern als oben gegen unten. Laut Kalshi führt er mit 48,6 zu 46,1 Prozent.
Michigan: Angriffe auf El-Sayed
In Michigan hoffen die Republikaner, einen offenen demokratischen Sitz zu erobern, indem sie den progressiven Abdul El-Sayed besiegen, der der erste muslimische US-Senator würde. Die Partei setzt auf islamfeindliche und rassistische Angriffe und nennt ihn einen Terroristen. El-Sayed sagte zu NBC: Wir wussten, dass sie so weit gehen würden.
Weitere Battlegrounds sind North Carolina, wo der Republikaner Michael Whatley einen schweren Stand hat, und Ohio, wo der ernannte Senator Jon Husted hinter Ex-Senator Sherrod Brown liegt. Die Karte der Senatsrennen 2026 umfasst mindestens 13 Staaten.
Wie Trump und die Republikaner reagieren
Trump investiert massiv in TV-Werbung und reiste in einer Woche nach Kansas, South Carolina, Florida, Iowa und North Carolina. In North Carolina schien er einzuräumen, dass die Demokraten dort wahrscheinlich einen Senatssitz gewinnen – er nannte die Lage bizarr. Die Republikaner stellen die Demokraten zudem als radikale woke Sozialisten dar.
Folgen und Auswirkungen
Erobern die Demokraten Haus oder Senat, könnten sie Trumps Agenda blockieren, Untersuchungen einleiten und die letzten zwei Jahre seiner Amtszeit umgestalten. Halten die Republikaner, können sie konservative Prioritäten weiter vorantreiben. Die Ergebnisse der Midterms 2026 bereiten zudem den Boden für das Präsidentschaftsrennen 2028.
FAQ
Wann finden die Midterms 2026 statt?
Am Dienstag, 3. November 2026.
Wie viele Senatssitze brauchen die Demokraten?
Ein Nettozugewinn von vier Sitzen für 51 Mandate und die Kontrolle über den Senat.
Welche Staaten sind am umkämpftesten?
Texas, Michigan, North Carolina, Ohio, Iowa, Kansas, Maine und Alaska gelten als am engsten.
Warum belasten die Kraftstoffpreise die Republikaner?
Krieg und Zölle trieben Diesel- und Benzinkosten hoch, besonders für Farmer in roten Agrarstaaten.
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