Was geschah auf dem Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv?
Eine Flydubai-Maschine mit 174 Menschen an Bord wurde am Mittwoch zum Schauplatz eines gewaltsamen Angriffs im Cockpit: Der Kopilot soll versucht haben, das Flugzeug zum Absturz zu bringen, und stach den Kapitän nieder. Der Flug von Dubai nach Tel Aviv musste nach einem Notsignal der Crew nach Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens umgeleitet werden. Israelische Kampfjets stiegen auf, der Luftraum über Israel wurde vorsorglich kurzzeitig gesperrt. Kapitän Smit Machchhar spricht nun erstmals öffentlich über den Vorfall. Der Angriff im Flydubai-Cockpit wirft dringende Fragen zur Flugsicherheit und zur Überprüfung von Crews auf.
Machchhars erster Bericht: 'Ich wollte Leben retten'
In einem Telefonat mit Indiens Premierminister Narendra Modi, das später auf YouTube veröffentlicht wurde, schilderte Machchhar seinen Willen, Menschenleben zu retten. Ich lag verletzt am Boden, aber ich sagte mir, ich müsse einen letzten Versuch unternehmen, die Tür von innen zu öffnen, sagte er zu Modi. Ich wollte Leben retten. Seine 17-jährige Flugerfahrung, davon elf Jahre als Kapitän, habe ihm geholfen, konzentriert zu bleiben: Selbst mit geschlossenen Augen weiß ich genau, was im Flugzeug passiert.
Wie Passagiere und Crew den Kopiloten überwältigten
Als Machchhar die Cockpittür von innen öffnen konnte, stürmten Passagiere und Besatzungsmitglieder hinein und überwältigten den Angreifer. Zwei nicht im Dienst befindliche Flydubai-Piloten, die als Passagiere an Bord waren, übernahmen die Steuerung und flogen die Maschine sicher nach Tabuk. Machchhar wurde später nach Abu Dhabi gebracht, sein Zustand gilt als stabil.
Ablauf des Notfalls
- Mittwoch: Kopilot greift den Kapitän auf dem Flug Dubai–Tel Aviv an.
- Cockpit-Zugang: Kapitän öffnet trotz Stichwunden die Tür; Passagiere und Crew überwältigen den Angreifer.
- Notsignal: Crew alarmiert die Flugsicherung; israelische Jets steigen auf.
- Umleitung: Maschine landet sicher in Tabuk, Saudi-Arabien, mit 174 Menschen an Bord.
Der Vorfall erinnert an andere Sicherheitslücken in der Luftfahrt, die Forderungen nach strengeren Cockpit-Zugangsregeln ausgelöst haben.
Internationale Reaktionen: Modi und Netanyahu loben den Piloten
Premierminister Modi würdigte den Mut seines Landsmanns, Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu nannte Machchhar einen wahren Helden. Netanyahu sagte, der Kopilot sei ein radikalisierter Muslim gewesen, indoktriniert mit islamistischer Ideologie und suizidal. Er warnte jedoch, es sei zu früh, eine Beteiligung Irans zu folgern, trotz entsprechender Andeutungen von Donald Trump. Der Angriff verstärkt die Debatte über Radikalisierung unter Airline-Personal und strengere Hintergrundüberprüfungen.
Folgen: gestrandete Passagiere und Flugaussetzung
Alle kommerziellen Flüge zwischen den VAE und Israel wurden auf Anordnung der VAE ausgesetzt, hunderte Reisende strandeten. Israel organisiert inzwischen die Abholung der gestrandeten Flydubai-Passagiere. Der Vorfall zeigt die empfindlichen Luftfahrtverbindungen beider Länder.
Häufig gestellte Fragen
Was geschah auf dem Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv?
Der Kopilot soll versucht haben, die Maschine zum Absturz zu bringen und den Kapitän zu erstechen. Nachdem der Kapitän die Cockpittür öffnete, überwältigten Passagiere und Crew den Angreifer; der Flug wurde sicher nach Tabuk umgeleitet.
Wer ist Smit Machchhar?
Smit Machchhar ist der indische Kapitän des Flydubai-Flugs mit 17 Jahren Flugerfahrung, davon elf als Kapitän. Im Gespräch mit Modi sagte er, er sei entschlossen gewesen, Leben zu retten.
Wie viele Menschen waren an Bord?
174 Menschen. Alle überlebten den Vorfall.
Warum wurden die Flüge zwischen den VAE und Israel ausgesetzt?
Die VAE ordneten nach dem Vorfall die Aussetzung aller kommerziellen Flüge an, hunderte Reisende strandeten.
War Iran beteiligt?
Netanyahu zufolge ist es zu früh für diese Schlussfolgerung, trotz der Andeutungen von Donald Trump.
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