KI schafft bis 2028 mehr Jobs als Abbau: Gartner

Gartner-Studie: KI schafft ab 2028 mehr Jobs als Abbau. Erfahren Sie, wie CHROs mit kompetenzbasiertem Aufstieg stabile Talentpipelines aufbauen können.

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KI schafft mehr Arbeitsplätze als Abbau: Ein Wendepunkt im Jahr 2028

Laut einem neuen Gartner-HR-Forschungsbericht wird Künstliche Intelligenz ab 2028 mehr Arbeitsplätze schaffen als abbauen. Dies markiert einen kritischen Wendepunkt für die Personalplanung und Talententwicklung. Die am 19. Mai 2026 veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass KI zwar traditionelle Karrierewege stören wird, doch Organisationen, die in robuste interne Talentpipelines investieren, am besten für die zukünftige Nachfrage gerüstet sein werden.

"KI wird letztendlich zu mehr Jobgewinnen als -verlusten führen, aber dabei werden Millionen von Karrieren zerstört", sagte Kaelyn Lowmaster, Direktoranalystin in der Gartner-HR-Praxis. "Da KI die Art und Weise verändert, wie Arbeit erledigt wird, müssen Organisationen überdenken, wie Mitarbeiter Fachwissen und Erfahrung sammeln, sonst werden sie ohne einsatzbereite Talente für die von KI geschaffenen Jobs dastehen."

Wie KI Rollen und Strukturen neu gestaltet

Eine Gartner-Umfrage vom Dezember 2025 unter 110 HR-Führungskräften ergab, dass 40 % der Organisationen veraltete Rollen eliminiert haben, um sich an veränderte Geschäftsanforderungen anzupassen, und fast die Hälfte hat Teamstrukturen neu gestaltet, um bereichsübergreifender oder agiler zu sein. KI beschleunigt diesen Wandel, indem sie traditionelle Einstiegsrollen automatisiert und Entwicklungsmöglichkeiten für Nachwuchstalente reduziert. Dies hinterlässt weniger Chancen für Mitarbeiter, Urteilsvermögen und grundlegendes Fachwissen aufzubauen, und schafft einen dringenden Bedarf an neuen KI-Arbeitskräftestrategien.

Von erfahrungsbasierter zu kompetenzbasierter Weiterentwicklung

Um KI erfolgreich zu nutzen, müssen Organisationen von erfahrungsbasierter zu kompetenzbasierter Weiterentwicklung übergehen. Gartner identifiziert zwei Schlüsselstrategien für CHROs:

  • Entwicklung neuer Schlüsselfähigkeiten beschleunigen: CHROs müssen kritische Fähigkeiten für den Erfolg auf der nächsten Stufe identifizieren und veraltete Fähigkeiten herabstufen. Dies umfasst die Schaffung von Infrastruktur für beschleunigte Entwicklung, wie Simulationen und geführte Übungsumgebungen.
  • Aufstiegsmöglichkeiten basierend auf Fähigkeiten, nicht auf Rollen schaffen: Priorisieren Sie das Fähigkeitspotenzial, indem Sie Mitarbeiter mit grundlegenden Fähigkeiten, Lernagilität und Anpassungsfähigkeit identifizieren, selbst wenn sie nicht perfekt zu historischen Rollenkriterien passen.

"Leistung auf einer Ebene ist kein Indikator mehr für die Bereitschaft für höhere Rollen", sagte Lowmaster. "Mit KI-Unterstützung können Mitarbeiter ihre aktuellen Ziele erreichen oder übertreffen, ohne die Tiefe des Fachwissens zu entwickeln, die für komplexere Rollen erforderlich ist."

Auswirkungen auf Karrierewege und Talentpipelines

Da KI Rollen neu gestaltet, werden interne Talentpipelines entscheidend. Die Forschung betont, dass robuste interne Aufstiegswege unerlässlich sind, um Fähigkeitslücken zu vermeiden. Organisationen, die sich nicht anpassen, riskieren tiefe Qualifikationsdefizite, während das KI-getriebene Wachstum beschleunigt. Dies deckt sich mit breiteren Trends in der KI-gesteuerten HR-Transformation, bei der kompetenzbasierte Einstellung an Bedeutung gewinnt.

Die Rolle von Führungskräften bei der Bewältigung des Wandels

Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, müssen in der Lage sein, Mehrdeutigkeiten zu navigieren und Teams durch kontinuierliche Transformation zu führen. Die erfolgreichsten Change Leader machen Veränderung zur Routine und befähigen Mitarbeiter, Lernmöglichkeiten zu verfolgen, während KI die Arbeit neu gestaltet. Gartners Bericht "KI zerstört Karrieren: Überdenken Sie Ihren Ansatz zur internen Talentförderung" bietet weitere Leitlinien für CHROs.

FAQ: KI und Arbeitsplätze im Jahr 2026

Wann wird KI mehr Arbeitsplätze schaffen als abbauen?

Laut Gartner wird KI ab 2028 mehr Arbeitsplätze schaffen als abbauen, ein Netto-Plus für die Beschäftigung.

Wie viele Organisationen eliminieren aufgrund von KI Rollen?

Eine Gartner-Umfrage vom Dezember 2025 ergab, dass 40 % der Organisationen veraltete Rollen eliminiert haben, um sich an KI-getriebene Geschäftsanforderungen anzupassen.

Was ist kompetenzbasierter Aufstieg?

Kompetenzbasierter Aufstieg konzentriert sich darauf, Mitarbeiter basierend auf ihren Fähigkeiten und ihrer Lernagilität zu befördern, anstatt auf ihrer bisherigen Erfahrung oder ihrem Jobtitel.

Warum sind interne Talentpipelines für KI wichtig?

Robuste interne Talentpipelines stellen sicher, dass Organisationen Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften für die neuen von KI geschaffenen Jobs haben und Fähigkeitslücken vermeiden.

Was sollten CHROs für die KI-Bereitschaft priorisieren?

CHROs sollten die Entwicklung kritischer Fähigkeiten beschleunigen und Aufstiegsmöglichkeiten basierend auf Fähigkeiten, nicht auf Rollen schaffen.

Quellen

Gartner-Pressemitteilung: KI wird ab 2028 mehr Arbeitsplätze schaffen als abbauen

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