Elon Musk sagte am 28. April 2026 in einem bundesstaatlichen Prozess gegen OpenAI, CEO Sam Altman und Microsoft aus und warf ihnen vor, die ursprüngliche Nonprofit-Mission der Organisation aufgegeben zu haben. In einer emotionalen Aussage vor Richterin Yvonne Gonzalez Rogers in Oakland, Kalifornien, erklärte der Milliardär, es sei ihm nie um persönlichen Gewinn gegangen. 'Wenn wir es akzeptabel machen, eine Wohltätigkeitsorganisation zu plündern, ist das Fundament der Philanthropie in Amerika zerstört', sagte er.
Worum geht es in der OpenAI-Klage?
Die 2024 eingereichte Klage wirft OpenAI, Altman und Mitgründer Greg Brockman vor, die Gründungsvereinbarung gebrochen zu haben. Musk fordert 150 Milliarden Dollar Schadenersatz, den er spenden will, sowie die Rückgängigmachung der gewinnorientierten Umwandlung und die Entfernung von Altman und Brockman aus dem Vorstand. Er beschrieb, wie er OpenAI 2015 als Gegengewicht zu Google nach einem Streit mit Larry Page gründete.
Musk zentrale Rolle bei der Gründung
Musk schilderte, wie er das Konzept und den Namen entwickelte, Forscher anwarb und die anfängliche Finanzierung bereitstellte. Er steuerte mindestens 44 Millionen Dollar bei, bevor er 2018 nach einem gescheiterten Übernahmeversuch ausschied. Die Gründungsmission und Charta von OpenAI erklärte das Ziel, künstliche allgemeine Intelligenz für die gesamte Menschheit zu entwickeln.
Gegenargumente von OpenAI
OpenAIs Anwalt William Savitt argumentierte, Musk habe eine kommerzielle Struktur nur bei eigener Kontrolle befürwortet. 'Wir sind hier, weil Herr Musk nicht bekam, was er wollte', sagte Savitt. Er legte einen Tagebucheintrag von 2017 vor, in dem Brockman schrieb: 'Dies ist die einzige Chance, von Elon loszukommen.' Zudem verwies er auf Musks eigenes KI-Unternehmen xAI.
Was auf dem Spiel steht
Ein Musk-Sieg könnte OpenAIs Expansion stoppen, die Unternehmensstruktur rückgängig machen und Investitionen von Microsoft, Amazon und anderen Partnern infrage stellen. Microsoft hält 27 % am gewinnorientierten Unternehmen und ist ebenfalls Beklagter. Die Entwicklung der Partnerschaft zwischen Microsoft und OpenAI zeigt bereits Risse. Der Fall setzt einen Präzedenzfall für die Umwandlung von Nonprofit-KI-Laboren in gewinnorientierte Einheiten.
Prozesszeitplan
Der Prozess dauert vier Wochen. Musk, Altman, Brockman und Microsoft-CEO Satya Nadella werden aussagen. Die Geschworenen dienen nur beratend; Richterin Rogers entscheidet endgültig. Sie rügte Musk für über 20 Posts auf X und drohte mit einer Schweigeanordnung. Die rechtlichen Auswirkungen der KI-Unternehmensführung werden weltweit beobachtet. Das Gericht muss über die Gründungsvereinbarung, den Lizenzvertrag mit Microsoft und Treuepflichtverletzungen entscheiden.
FAQ: Elon Musk gegen OpenAI Prozess
Was verklagt Elon Musk OpenAI?
Musk verklagt OpenAI, Altman, Brockman und Microsoft wegen Vertragsbruch, Verletzung der Treuepflicht, unlauterem Wettbewerb und ungerechtfertigter Bereicherung. Er wirft ihnen vor, die Nonprofit-Mission aufgegeben zu haben.
Wie viel Geld fordert er?
Musk fordert 150 Milliarden Dollar Schadenersatz, den er spenden will, und die Rückgängigmachung der gewinnorientierten Umwandlung.
Wann wurde OpenAI gewinnorientiert?
OpenAI wurde 2015 als Nonprofit gegründet. 2019 entstand eine gewinnorientierte Tochter, die 2025 zu einer Public Benefit Corporation wurde, mit Microsoft als 27%-Anteilseigner.
Wer ist der Richter?
US-Bezirksrichterin Yvonne Gonzalez Rogers am Bundesgericht in Oakland, Kalifornien.
Was passiert bei einem Sieg?
OpenAI müsste zu einer Nonprofit-Struktur zurückkehren, gewinnorientierte Investitionen könnten rückgängig gemacht werden, und der geplante Börsengang wäre gefährdet.
Quellen
Dieser Artikel basiert auf Berichten von BNR Nieuwsradio, CNBC, CBS News, CNN, The New York Times, The Washington Post und Gerichtsdokumenten des US-Bezirksgerichts für den nördlichen Bezirk von Kalifornien.
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