Die Zahl der Todesopfer bei einem entsetzlichen Schulmassaker in Nonthaburi, Thailand, stieg auf neun, nachdem ein 12-jähriges Mädchen im Krankenhaus ihren Verletzungen erlag. Der Angriff wurde von einem 14-jährigen Schüler am 8. August 2026 verübt und hat landesweit Entsetzen ausgelöst. Premierminister Anutin gelobte weitreichende Änderungen der thailändischen Waffengesetze.
Was geschah bei der Schulschießerei in Nonthaburi?
Nach Angaben der thailändischen Behörden begann der jugendliche Schütze seinen Amoklauf im Haus seiner Großeltern, tötete beide und fuhr zur Schule in Nonthaburi. Auf dem Campus erschoss er aus nächster Nähe Mitarbeiter, darunter drei Lehrer, den stellvertretenden Direktor und die Sekretärin des Direktors. Dann tötete er sich selbst.
Bei der Tatwaffe handelte es sich um eine kleine Pistole, die legal auf den Großvater des Schützen registriert war. Polizeiberichten zufolge wurden fast alle Verstorbenen durch einen einzigen Schuss in einen lebenswichtigen Bereich wie Kopf oder Brust getötet, was die tödliche Präzision des Angreifers unterstreicht. Es ist unklar, wie der Jugendliche an die Schusswaffe gelangte, doch der einfache Zugang hat die Debatte über Waffenaufbewahrungsvorschriften in Thailand verschärft.
Opfer und Krankenhaus-Updates
Ursprünglich wurden acht Todesfälle am Tatort oder kurz danach bestätigt. Das neunte Opfer – ein 12-jähriges Mädchen – starb später an ihren Verletzungen, wie thailändische Gesundheitsbehörden mitteilten. Zusätzlich zu den Todesopfern wurden mindestens 22 Menschen verletzt, von denen sich 14 noch im Krankenhaus befinden. Sieben der Verletzten sind in kritischem Zustand, die meisten sind zwischen 12 und 14 Jahre alt.
Die Gemeinde ist erschüttert; vor der Schule entstanden Gedenkstätten.
Reaktion der Regierung und neue Waffengesetze
Nach der Tragödie kündigte Premierminister Anutin eine umfassende Gesetzesreform an. „Wir werden das offene Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit nicht länger erlauben“, sagte er. Das geplante Gesetz würde das öffentliche Tragen von Waffen für Zivilisten vollständig verbieten, mit einer Ausnahme nur für aktive Regierungsbeamte. Dies stellt die bedeutendste Verschärfung der thailändischen Waffengesetze seit Jahren dar – in einem Land, in dem privater Waffenbesitz in Südostasien traditionell weit verbreitet, aber wenig reguliert ist.
Befürworter strengerer Waffengesetze begrüßten die Ankündigung, während Kritiker auf die tief verwurzelte Waffenkultur und Durchsetzungsprobleme hinwiesen.
Augenzeugenberichte und Überlebendengeschichten
Überlebende schilderten Szenen von Chaos und Entsetzen, als der Schütze von Raum zu Raum ging. Ein Schüler berichtete, wie der Angreifer gezielt Mitarbeiter attackierte, während Schüler flohen oder sich unter Tischen versteckten. Lehrer sollen versucht haben, Kinder zu schützen, und mehrere Verletzte wurden beim Fluchtversuch verwundet.
Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Brand in einem Bangkoker Café 2026 mit 27 Toten kurz zuvor.
Was sind die aktuellen Waffengesetze in Thailand?
Thailand hat relativ liberale Waffengesetze. Zivilisten können Lizenzen für Selbstverteidigung, Jagd oder Sport beantragen. Trotz Hintergrundchecks ist die Verbreitung von Schusswaffen hoch.
Das Land hat zudem eine hohe Rate an Waffengewalt, obwohl Schulschießereien äußerst selten sind. Vor diesem Vorfall ereignete sich der letzte nennenswerte Schulangriff im Jahr 2023, als eine Schießerei in einem Bangkoker Einkaufszentrum 2023 die Waffendebatte erneut entfachte.
FAQ
Wie viele Menschen starben bei der Schulschießerei in Thailand?
Neun Menschen starben, darunter die Großeltern, fünf Schulmitarbeiter und der Schütze. Ein 12-jähriges Mädchen erlag später seinen Verletzungen.
Wo fand die Schießerei statt?
Der Angriff ereignete sich in der Provinz Nonthaburi, einem Vorort nördlich von Bangkok. Der Schütze tötete zuerst seine Großeltern zu Hause.
Welche neuen Waffengesetze schlägt Thailand vor?
Premierminister Anutin schlägt vor, das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit für Zivilisten zu verbieten. Nur aktive Regierungsbeamte dürften Waffen tragen.
Wie alt war der Schütze?
Der Schütze war 14 Jahre alt.
Welche Waffe wurde verwendet?
Eine kleine Pistole, die auf den Großvater des Schützen registriert war. Die Behörden gehen von Diebstahl aus.
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