Philippinen-Fähre brennt: 35 Tote, 54 Vermisste

Mindestens 35 Tote und 54 Vermisste nach dem Brand der Fähre MV June Aster vor Coron, Palawan. 43 Menschen überlebten das Unglück vom 9. September 2026.

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Ausgabe: DE

Mindestens 35 Menschen sind ums Leben gekommen, 54 gelten weiterhin als vermisst, nachdem am Mittwoch, dem 9. September 2026, ein Feuer die Passagierfähre MV June Aster vor der Westküste der Philippinen erfasst hat. Das Schiff war mit 134 Menschen an Bord von Manila nach Coron in der Provinz Palawan unterwegs, als die Flammen gegen 18:45 Uhr Ortszeit ausbrachen. Teams der philippinischen Küstenwache bargen am Freitag 30 weitere Leichen, viele davon in einem Schlafbereich; die bestätigte Zahl der Toten stieg damit auf 35. 43 Menschen überlebten, darunter zwei verletzte chilenische Touristen.

Was geschah auf der MV June Aster?

Die von Atienza Interisland Ferries betriebene Fähre verließ Manila am 9. September und befand sich rund 4,5 Meilen vor dem Dorf Turda bei Coron, als das Feuer ausbrach. Die Passagierliste verzeichnete 117 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder, zwei gelistete Passagiere gingen jedoch nicht an Bord; die Kapazität des Schiffes lag bei über 300. Überlebende berichteten von zwei Explosionen, bevor sich die Flammen in Sekunden ausbreiteten. Die offizielle Ursache ist weiterhin unklar, während philippinische Seefahrt-Ermittler ihre Untersuchung fortsetzen.

Rettungs- und Bergungsarbeiten

Zunächst konnten die Retter wegen extremer Hitze und giftigem Rauch nicht an Bord des ausgebrannten Schiffes gelangen. Am Freitag drangen die Einsatzkräfte schließlich ein und bargen 30 Leichen, viele bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, aus den Economy-Bereichen. Starke Strömungen und raue See erschwerten die Suche – ähnlich wie beim Untergang der MV Trisha Kerstin 3 vor Basilan im Januar 2026. Commodore Noemie Cayabyab von der Küstenwache erklärte, es befänden sich weitere Leichen an Bord; Forensiker arbeiten an der Identifizierung.

Überlebende schildern Panik und Explosionen

Das Feuer breitete sich schnell aus. Ich fiel zu Boden und verbrannte mir den Rücken, sagte der Überlebende Arnulfo Nokki Villanueva philippinischen Medien. Ich sprang aus einem Fenster. Ich versuchte, eine Rettungsweste zu greifen, aber die Menschen traten auf mich. Alle gerieten in Panik.

In einem Evakuierungszentrum in Turda wartete Lira Daco auf Nachrichten über ihre vermisste 20-jährige Tochter Cyriel. Es ist schmerzhaft zu wissen, dass mein Kind um Hilfe schrie, während es lebendig verbrannte, sagte sie. Ihre Verzweiflung gleicht der von Familien in anderen philippinischen Schifffahrtskatastrophen.

Warum sind Fährunfälle auf den Philippinen häufig?

Das Land ist auf Fähren angewiesen, um seine mehr als 7.000 Inseln zu verbinden, doch Seeunfälle sind wegen Überfüllung, schlechter Wartung, Stürme und schwacher Sicherheitskontrollen häufig. Die schlimmste Katastrophe bleibt der Untergang der Doña Paz 1987 mit über 4.300 Toten. Jüngste Fälle:

  • Brand der MV Lady Mary Joy 3, 2023: 31 Tote
  • Untergang der MV Trisha Kerstin 3, Januar 2026: mindestens 66 Tote
  • Brand der MV June Aster, September 2026: 35 Tote, 54 Vermisste

Sicherheitsreformen wurden wiederholt vorgeschlagen, die Umsetzung bleibt jedoch uneinheitlich, wie Debatten über die Durchsetzung durch die philippinische Küstenwache zeigen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Menschen starben beim Fährbrand auf den Philippinen?

Mindestens 35 Tote sind bestätigt, 54 Menschen gelten Stand 12. September 2026 als vermisst.

Wo geriet die MV June Aster in Brand?

Rund 4,5 Meilen vor dem Dorf Turda bei Coron in der Provinz Palawan, auf der Fahrt von Manila.

Was verursachte das Feuer?

Die Ursache ist ungeklärt. Überlebende hörten zwei Explosionen, die Behörden ermitteln.

Wie viele Menschen überlebten?

43 Menschen überlebten, darunter zwei chilenische Touristen, die in Coron behandelt wurden.

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