Katastrophe vor Guyanas Küste
Eine schwere maritime Katastrophe ereignete sich spät am Samstagabend vor der Küste Guyanas, als die Passagierfähre MV Barima kenterte und Dutzende Menschen vermisst werden. Das Schiff, das von der Hauptstadt Georgetown nach Port Kaituma unterwegs war, sendete gegen 23:01 Uhr Ortszeit ein Notsignal. Offiziellen Angaben zufolge befanden sich 116 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder an Bord, doch die Behörden gehen von einer deutlich höheren Zahl aus.
Bis Sonntagabend wurden 67 Menschen gerettet – darunter 41 Männer, 11 Frauen und 15 Kinder –, aber seit gestern Nachmittag wurden keine weiteren Überlebenden gefunden. Premierminister Mark Phillips hat eine umfassende Untersuchung der Fährkatastrophe in Guyana eingeleitet, mit möglichen Anklagen wegen Fahrlässigkeit oder Fehlverhaltens.
Unvollständige Passagierliste verschärft Tragödie
Ein beunruhigendes Detail: Von den 67 Geretteten waren nur 35 auf der offiziellen Passagierliste verzeichnet. Minister Juan Edghill äußerte Empörung, dass Dutzende nicht erfasste Personen möglicherweise ohne Dokumentation an Bord waren. Diese Diskrepanz erschwert die Suche erheblich. Die Seeverkehrssicherheitsvorschriften 2025 in der Region hatten strengere Auflagen gefordert, doch die Einhaltung bleibt uneinheitlich.
Kapitän und Crew nach Drogentest in Haft
In einer schockierenden Wendung wurden der Kapitän und mindestens ein Besatzungsmitglied festgenommen, nachdem sie positiv auf Cannabis getestet worden waren. Minister Edghill bezeichnete dies als "kriminell". Die Internationalen Schifffahrtssicherheitsstandards 2026 betonen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Drogenkonsum. Premierminister Phillips warnte, dass Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden.
Massive Suchaktion im Gange
Rettungskräfte durchkämmen mit Hubschraubern, Flugzeugen, Küstenwache und Fischerbooten ein Gebiet von über 1.000 Quadratmeilen. Auch Öl- und Gasunternehmen helfen mit Tauchern. Überlebende berichten von dramatischen Erlebnissen: Elena Moonsammy verlor sieben Kinder, Orman Cox rettete sich mit einem selbstgebauten Floß aus Plastikflaschen.
Auswirkungen auf Guyanas abgelegene Gemeinden
Die MV Barima war eine Lebensader für indigene Dörfer. Der Verlust des Schiffes und der Menschen wird tiefe Narben hinterlassen. Der Guyana-Infrastrukturentwicklungsplan 2026 hatte Mittel für neue Fähren vorgesehen, aber die Auslieferung war erst für Ende 2027 geplant.
FAQ: Fährkatastrophe in Guyana
Was verursachte die Kentering der MV Barima?
Offizielle Ermittlungen laufen; Überlebende berichten von einer großen Welle.
Wie viele Menschen waren an Bord?
Offizielle Liste: 133; aber nur 35 der 67 Geretteten waren registriert. Die genaue Zahl ist unbekannt.
Wie viele wurden gerettet?
Stand 20. Juli 2026: 67, darunter 15 Kinder. Keine weiteren Überlebenden seit Samstag.
Was wird zur Suche unternommen?
Groß angelegte Suchaktion mit Hubschraubern, Flugzeugen, Küstenwache und Ölindustrie. Taucher durchsuchen das Wrack.
Welche Anklagen drohen dem Kapitän?
Kapitän und Crew in Haft wegen positivem Drogentest; mögliche Anklagen wegen Fahrlässigkeit, Fehlverhaltens oder Totschlags.
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