Wo Sie leben, bestimmt Ihre ideale Schlafmenge: 'Keine universelle perfekte Schlafzeit'

Forschung zeigt, dass die ideale Schlafmenge je nach Kultur variiert, ohne universelle perfekte Schlafzeit. Menschen, die gemäß ihren kulturellen Normen schlafen, sind tendenziell gesünder.

Wo Sie leben, bestimmt Ihre ideale Schlafmenge: 'Keine universelle perfekte Schlafzeit'
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Ausgabe: DE

Wir lernen es von klein auf: Ein Erwachsener sollte acht Stunden pro Nacht schlafen. Doch dieser Rat gilt nicht für jeden. Neue internationale Forschung zeigt, dass Ihre ideale Schlafmenge stark von der Kultur abhängt, in der Sie leben.

Wissenschaftler aus Kanada analysierten Schlafdaten von fast 5.000 Menschen aus zwanzig verschiedenen Ländern. Was zeigte sich? Die durchschnittliche Schlafdauer variiert stark nach Land. Japaner schlafen im Durchschnitt etwas mehr als sechs Stunden pro Nacht, während Franzosen fast acht Stunden erreichen. Niederländer lagen mit etwa 7,5 Stunden dazwischen.

Doch Menschen in Ländern mit kürzeren Nächten waren nicht ungesünder als Langschläfer. Im Gegenteil: Wer gemäß der kulturellen Norm schläft, schneidet im Allgemeinen besser in Gesundheitsfragen ab.

„Es gibt keine universell perfekte Schlafzeit“, sagt Forscher Steven Heine von der University of British Columbia. „Was für Sie funktioniert, hängt damit zusammen, was in Ihrer Kultur normal ist.“ Während acht Stunden in den Niederlanden ideal sein mögen, könnte das in Japan als zu viel angesehen werden.

Die Forscher beobachteten, dass Menschen, die nahe an ihrer „kulturellen Schlafzeit“ lagen, sich körperlich und geistig besser fühlten als diejenigen, die stark davon abwichen.

Laut Hauptautorin Christine Ou, Krankenschwester und Forscherin, zeigt die Studie, dass wir Schlafempfehlungen überdenken müssen. „Gesundheitsempfehlungen, die kulturelle Unterschiede berücksichtigen, sind wahrscheinlich effektiver.“

Kurz gesagt: Es gibt keine magische Stundenzahl für alle. Wie gut Sie schlafen, hängt nicht nur von Ihrem Rhythmus ab, sondern auch davon, wo Sie leben und was in Ihrer Umgebung als „normal“ gilt.

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