Project Vault & FORGE: $10B gegen Chinas Griff

Project Vault und FORGE: USA starten $10B-Reserve gegen Chinas 90%-Kontrolle bei Seltenen Erden. Kann der Westen Abhängigkeiten brechen? Analyse der neuen Geopolitik kritischer Mineralien.

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Die USA starteten im Februar 2026 auf dem Critical Minerals Ministerial das Project Vault und das Forum on Resource Geostrategic Engagement (FORGE). Ziel ist es, Chinas Dominanz bei Seltenen Erden und Batteriemineralien zu brechen – mit über 30 Milliarden Dollar Finanzierung und 11 neuen bilateralen Abkommen an einem Tag.

Was sind Project Vault und FORGE?

Project Vault ist eine zehn Milliarden Dollar schwere strategische Reserve für kritische Mineralien, unterstützt durch einen Kredit der Export-Import Bank (EXIM) und fast zwei Milliarden privates Kapital. Die US Strategic Critical Minerals Reserve lagert Rohstoffe in sicheren Anlagen. FORGE – das Forum on Resource Geostrategic Engagement – ersetzt die Minerals Security Partnership (MSP). Unter Vorsitz Südkoreas soll eine bevorzugte Handelszone mit koordinierten Preisuntergrenzen entstehen. Die Minerals Security Partnership hatte Mühe, Investitionen anzuziehen; FORGE will bilaterale Abkommen zu einem System verbinden, das zwei Drittel der Weltwirtschaft umfasst.

Chinas Dominanz und der 15. Fünfjahresplan

China kontrolliert rund 90% der weltweiten Verarbeitung Seltener Erden, 80% von Wolfram und 60% von Antimon. Der Anteil an der Produktion von Permanentmagneten liegt bei 94%. 2025/26 verhängte Peking weitreichende Exportkontrollen, die Preise vervielfachten und Lizenzgenehmigungen für europäische Firmen unter 25% drückten. Chinas 15. Fünfjahresplan (2026–2030) priorisiert Energie- und Rohstoffsicherheit. Die China rare earth export controls werden voraussichtlich verschärft.

Die 30-Milliarden-Mobilisierung und bilaterale Abkommen

Am 4. Februar, unter Vorsitz von Außenminister Rubio und Vizepräsident Vance mit Vertretern aus 54 Ländern, unterzeichneten die USA elf neue bilaterale Abkommen – mit Argentinien, Cookinseln, Ecuador, Guinea, Marokko, Paraguay, Peru, Philippinen, UAE, UK und Usbekistan. Insgesamt sind es 21 Deals in fünf Monaten. Die US-Regierung mobilisierte über 30 Milliarden Dollar. Die US critical minerals strategy umfasst nun Lagerung, Verarbeitung und diplomatisches Engagement auf beispielloser Ebene.

Können diese Initiativen Abhängigkeiten reduzieren?

Analysten sind uneins, ob Project Vault und FORGE die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten wirklich mindern können. Eine Studie warnt vor 20–30 Jahren für den Aufbau unabhängiger Alternativen. Der Council on Foreign Relations rät zu einer Sprungstrategie mit Innovation und Recycling. FORGEs plurilateraler Ansatz mit Preisuntergrenzen ist neuartig. Die critical minerals supply chain resilience-Debatte dreht sich um die Frage, ob marktbasierte Mechanismen mit Chinas staatlicher Industriepolitik konkurrieren können.

Auswirkungen auf Energiewende und Verteidigung

Kritische Mineralien sind essenziell für KI, Robotik, Batterien, autonome Technologien und moderne Verteidigungssysteme. Die IEA prognostiziert eine Verdreifachung der Nachfrage bis 2030. Chinas Exportkontrollen vom Oktober 2025 umfassen nun auch Bauteile mit chinesischen Seltenen Erden – selbst wenn sie im Ausland hergestellt wurden. Die energy transition minerals geopolitics sind vom Wettbewerb zur Konfrontation übergegangen.

Expertenperspektiven

„Project Vault ist ein transformativer Ansatz zur Sicherung amerikanischer industrieller Resilienz“, sagte EXIM-Chef Jovanovic. Außenminister Rubio betonte die plurilaterale Zusammenarbeit. Das Atlantic Council beschrieb FORGE als Versuch, „Staatskunst durch Märkte zu praktizieren“.

FAQ

Was ist Project Vault?

Eine zehn Milliarden Dollar schwere EXIM-Initiative zur strategischen Reserve für kritische Mineralien als öffentlich-private Partnerschaft.

Was ist FORGE?

Das Forum on Resource Geostrategic Engagement – Nachfolger der MSP – ein multilateraler Rahmen für eine bevorzugte Handelszone mit Preisuntergrenzen.

Wie dominiert China die Lieferketten?

China kontrolliert rund 90% der Verarbeitung Seltener Erden, 80% von Wolfram und 94% der Permanentmagnetproduktion.

Können USA und Verbündete die Abhängigkeit reduzieren?

Analysten schätzen 20–30 Jahre für unabhängige Lieferketten. Empfohlen wird eine Mischung aus Lagerung, Innovation, Recycling und plurilateraler Kooperation.

Auswirkungen auf die Energiewende?

Ohne sichere Lieferketten drohen Verzögerungen bei E-Autos, Windkraft und Batteriespeichern. Die IEA erwartet eine Verdreifachung der Nachfrage bis 2030.

Fazit

Das Critical Minerals Ministerial Februar 2026 markiert eine Eskalation im globalen Wettlauf um kritische Mineralien. Project Vault und FORGE sind die ambitionierteste westliche Antwort auf Chinas Dominanz, aber die Kluft zwischen Anspruch und Umsetzung bleibt groß. Die nächsten 12–18 Monate werden entscheiden, ob der Westen widerstandsfähige Alternativen aufbauen kann. Die Auswirkungen auf Energiesicherheit, Verteidigung und Dekarbonisierung prägen die geopolitische Landschaft des Jahrzehnts.

Quellen

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