Christa Pike: Ständige Schmerzen nach Hinrichtung

Christa Pike, die erste Überlebende eines Hinrichtungsversuchs in den USA, spricht über ständige Schmerzen nach der misslungenen Giftinjektion in Tennessee.

Christa Pike: Ständige Schmerzen nach Hinrichtung
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Ausgabe: DE

Christa Pike, die Insassin in der Todeszelle von Tennessee, die am 30. September 2026 eine misslungene Giftinjektion überlebt hat, hat ihr Schweigen gebrochen. Mehr als einen Monat nach der gescheiterten Hinrichtung erklärte die 50-Jährige, sie leide unter ständigen Schmerzen und habe Mühe zu sprechen. In ihrer ersten öffentlichen Erklärung, die am 30. Oktober über ihre Anwälte verbreitet wurde, beschrieb sie körperliches und psychisches Leid, nannte ihr Überleben „unwirklich“ und machte „so viel Inkompetenz“ für das Geschehen verantwortlich.

Wer ist Christa Pike?

Pike wurde 1995 wegen der Folterung und Ermordung der 19-jährigen Colleen Slemmer verurteilt, einer Mitschülerin im Knoxville-Job-Corps-Programm. Laut Anklage lockten Pike und ihr damaliger Freund die junge Frau in ein Waldstück, wo sie geschlagen und mit Schnittwunden verletzt wurde; ein Pentagramm wurde in ihre Brust geritzt, bevor Pike ihren Schädel zertrümmerte. 1996 wurde Pike im Alter von 20 Jahren zum Tode verurteilt – eine der jüngsten Frauen in der Todeszelle der modernen US-Geschichte. 28 Jahre lang war sie in Einzelhaft im Debra K. Johnson Rehabilitation Center in Nashville. Ihr Fall lenkte neue Aufmerksamkeit auf das Hinrichtungsprotokoll von Tennessee.

Was geschah bei der misslungenen Hinrichtung?

Am 30. September 2026 verabreichte Tennessee Pike zwei Dosen Pentobarbital, doch der venöse Zugang versagte während eines stundenlangen Verfahrens. Pike fiel ins Koma und wurde in kritischem Zustand ins Vanderbilt University Medical Center gebracht, wo sie fast eine Woche beatmet wurde. Am 5. Oktober hielt ihr Team sie für hirntot; am Tag darauf erwachte sie wieder und wurde am 10. Oktober aus dem Krankenhaus entlassen. Laut CBS News ist Pike die einzige bekannte Person, die eine Hinrichtung in der modernen US-Todesstrafenära überlebt hat – der jüngste Fall einer Reihe von misslungenen Giftinjektionen in Tennessee.

Pikes Erklärung: „Ich habe ständige Schmerzen“

Pike sagte, sie habe sich auf den Tod vorbereitet und sich von Angehörigen verabschiedet: „Ich hatte nicht über ein Leben nach dieser Nacht nachgedacht, und es macht mich sehr traurig, dass durch so viel Inkompetenz so viele Menschen in diese schreckliche Situation geraten sind.“

Sie beschrieb anhaltende Leiden: „Mein Körper tut weh. Meine Arme tun weh. Meine Hände tun weh. Mein Hals tut weh. Ich habe noch immer Mühe zu sprechen. Und der Schmerz ist nicht nur körperlich. Es gibt auch Schmerz in meinem Kopf und in meiner Seele.“ Sie sei „auf dem Weg der Besserung, aber das heißt nicht, dass es mir gut geht“, und dankte Klinikpersonal, Anwälten und Unterstützern.

Wie geht es weiter? Untersuchung, Rücktritte und Moratorium

Gouverneur Bill Lee ordnete eine Überprüfung an und verhängte ein Moratorium für Hinrichtungen bis Ende 2026. Der Leiter der Strafvollzugsbehörde trat zurück, ein Richter ließ Beweise sichern. Pikes Anwälte fordern eine Umwandlung in lebenslange Haft ohne Bewährung; Lee deutete an, das Todesurteil dürfte bestehen bleiben. Eine CBS-Recherche ergab, dass Tennessees Protokoll von über 100 auf 44 Seiten gekürzt und eine monatliche IV-Schulung gestrichen wurde – der Fall befeuerte die Debatte über Fehler bei Giftinjektionen.

FAQ: Misslungene Hinrichtung von Christa Pike

Warum war Christa Pike in der Todeszelle?

Sie wurde 1996 für den Mord an Colleen Slemmer im Jahr 1995 zum Tode verurteilt.

Was geschah bei ihrem Hinrichtungsversuch?

Am 30. September 2026 erhielt sie zwei Dosen Pentobarbital, doch der Zugang versagte. Sie überlebte, lag fast eine Woche am Beatmungsgerät und kehrte am 10. Oktober ins Gefängnis zurück.

Hat sonst jemand einen Hinrichtungsversuch in den USA überlebt?

Laut CBS News ist Pike die einzige bekannte Person in der modernen Ära.

Wird Christa Pike erneut hingerichtet?

Unklar. Gouverneur Lee hat Hinrichtungen bis Ende 2026 ausgesetzt und eine Untersuchung angeordnet.

Was sagte sie zu ihrem Zustand?

Sie leide unter ständigen Schmerzen in Körper, Armen, Händen und Hals, habe Mühe zu sprechen und leide seelisch.

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