Ehemaliger Royal zieht unter Druck der Epstein-Affäre um
Andrew Mountbatten-Windsor, ehemals bekannt als Prinz Andrew, hat offiziell seine 30-Zimmer-Residenz Royal Lodge in Windsor verlassen und ist auf das Sandringham Estate in Norfolk umgezogen. Dieser Umzug markiert einen dramatischen Sturz aus der Gunst für den einst prominenten Royal. Der Umzug, der in der Nacht zum Montag stattfand, erfolgt vor dem Hintergrund zunehmenden Drucks durch neu veröffentlichte Jeffrey-Epstein-Dokumente und laufende polizeiliche Ermittlungen zu Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens.
Erzwungener Auszug aus königlicher Residenz
Der Umzug folgt auf die Ankündigung von König Charles III. im Oktober, dass Andrew seinen Mietvertrag für die Crown-Estate-Wohnung "so schnell wie praktisch möglich" kündigen werde. Diese Entscheidung folgte öffentlicher Empörung über Andrews fortgesetzten Aufenthalt in der steuerfinanzierten Wohnung trotz seiner Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. 'Dies ist ein notwendiger Schritt, um den Ruf des Königshauses zu schützen,' sagte eine anonyme Palastquelle Reportern. 'Der König musste entschlossen handeln.'
Andrew hält sich derzeit in einer vorübergehenden Unterkunft in Wood Farm auf dem Sandringham Estate auf, während sein permanentes Zuhause, Marsh Farm, renoviert wird. Im Gegensatz zu Royal Lodge, das durch das Crown Estate finanziert wurde, wird Andrews neues Haus privat von König Charles aus seinem persönlichen Vermögen bezahlt. Der ehemalige Prinz soll Anfang April nach Marsh Farm umziehen.
Epstein-Dokumente führen zu erneuter Aufmerksamkeit
Der Zeitpunkt von Andrews Umzug fällt mit der Veröffentlichung von Millionen Seiten Epstein-bezogener Dokumente durch das US-Justizministerium zusammen. Diese Akten enthalten Fotos, auf denen Andrew über einer vollständig bekleideten Person auf dem Boden zu hocken scheint, mit seiner Hand auf deren Bauch. Die Dokumente enthalten auch E-Mail-Austausche aus dem Jahr 2010, in denen Epstein Andrew einlud, eine 26-jährige russische Frau zu treffen, die als "klug, schön, vertrauenswürdig" beschrieben wurde, und Andrew vorschlug, zum Zweck der Privatsphäre im Buckingham Palace zu speisen.
'Diese Dokumente zeichnen ein verstörendes Bild einer fortgesetzten Verbindung, lange nachdem Epsteins kriminelle Aktivitäten bekannt waren,' sagte Rechtsanalyst Michael Cohen in einem Interview mit CNN. 'Sie widersprechen Andrews Behauptungen, er habe die Verbindungen zu Epstein 2010 abgebrochen.'
Polizeiliche Ermittlungen und politischer Druck
Die Thames Valley Police prüft derzeit neue Behauptungen, dass 2010 eine junge Frau zur Royal Lodge geschickt wurde, um eine sexuelle Begegnung mit Andrew zu haben. Die Frau, die damals in ihren Zwanzigern war, behauptet, von Epstein an den ehemaligen Prinzen vermittelt worden zu sein. Andrew hat diese Vorwürfe, wie alle Anschuldigungen sexuellen Fehlverhaltens, entschieden bestritten.
Der britische Premierminister Keir Starmer hat Andrew aufgefordert, vor dem US-Kongress über seine Verbindungen zu Epstein auszusagen, was eine bedeutende Verschiebung des politischen Drucks markiert. 'Es gibt ernsthafte Fragen, die beantwortet werden müssen,' erklärte Starmer während einer kürzlichen Parlamentssitzung. 'Die Öffentlichkeit verdient Transparenz.'
Königliche Titel entzogen und finanzielle Regelungen
Andrew verlor 2022 seine militärischen Ehrenämter und königlichen Schirmherrschaften und wurde 2025 von König Charles seiner verbliebenen königlichen Stile und Ehren beraubt. Er verwendet nun den Namen Andrew Mountbatten-Windsor und führt nicht länger den Titel "Seine Königliche Hoheit". Laut CNN-Berichten wird Andrew ein Einkommen von König Charles erhalten, hat aber keinen Zugang mehr zu öffentlichen Mitteln über den Sovereign Grant.
Die Töchter des ehemaligen Prinzen, die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, haben angeblich Schwierigkeiten mit der Situation ihres Vaters, bleiben aber in Kontakt mit ihm. Die breitere königliche Familie distanziert sich weiter vom Skandal, während sie daran arbeitet, den Ruf der Institution zu schützen.
Während Andrew sich in seiner neuen, bescheideneren Unterkunft einrichtet, zeigt der Epstein-Skandal keine Anzeichen des Abklingens. Mit laufenden polizeilichen Ermittlungen, politischem Druck auf eine Aussage und der fortgesetzten Veröffentlichung schädlicher Dokumente scheinen die Probleme des ehemaligen Prinzen noch lange nicht vorbei zu sein.
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