Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn wurde getötet und ein 28-jähriger Kollege schwer verletzt, als am späten Sonntag, 25. Oktober 2026, ein ICE-Hochgeschwindigkeitszug in Essen eine Wartungsmannschaft erfasste. Der Getötete gehörte zu einem sechsköpfigen Team, das im Abschnitt Katernberg Vegetation an den Gleisen entfernte, so Feuerwehr und Polizei Essen.
Was geschah beim Bahnunglück in Essen
Das sechsköpfige DB-Team schnitt offenbar Bäume und Büsche neben den Gleisen, als der ICE mit zulässigen bis zu 160 km/h vorbeifuhr. Ein 39-jähriger Gleisarbeiter starb an der Unfallstelle. Der 28-Jährige wurde mit einer Drehleiter aus dem Gleisbereich gerettet und kam mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei klärt noch, ob er direkt vom Zug oder von umherfliegenden Trümmern getroffen wurde. „Die Unfallursache ist weiter unklar, die Ermittlungen laufen“, sagte die Feuerwehr Essen.
Rettungseinsatz und Ermittlungen
Der erste Notruf ging kurz nach 23:00 Uhr Ortszeit ein. An der rund zweistündigen Rettung waren ein Hubschrauber der Bundespolizei, ein Notfallmanager der DB, Berater des Deutschen Roten Kreuzes sowie Notfallseelsorger aus Essen und Mülheim beteiligt. Ein Seelsorger begleitete den ICE-Fahrer. Die Polizei richtete eine Mordkommission ein und ermittelt gegen Unbekannte wegen fahrlässiger Tötung – ein üblicher Schritt bei tödlichen Arbeitsunfällen. Hinweise auf überhöhte Geschwindigkeit gibt es nicht.
Die Ermittlungen dürften auch die Wartungsverfahren der Deutschen Bahn prüfen, einschließlich der Frage, ob die Arbeitsstelle die nötigen Sicherheitswarnungen und Gleissperrungen hatte.
Vergleich mit früheren Vorfällen
Der Unfall erinnert an eine tödliche Kollision 2023 im selben Bundesland Nordrhein-Westfalen: Bei Hürth südlich von Köln tötete ein Intercity mit 160 km/h zwei DB-Gleisarbeiter; fünf weitere erlitten einen Schock. In Essen 2026 war ein ICE beteiligt, ein Toter und ein Schwerverletzter wurden bei Vegetationsarbeiten gemeldet. Gewerkschaften und Sicherheitskampagnen fordern seit solchen Fällen verstärkt Sicherheitsmaßnahmen für Bahnarbeiter in Deutschland.
Auswirkungen auf Bahnverkehr und Fahrgäste
Die betroffene Strecke war sofort voll gesperrt, was zu erheblichen Fern- und Regionalverkehrsstörungen führte. Fernzüge wurden zwischen Gelsenkirchen und Duisburg umgeleitet, mit etwa 20 Minuten Verspätung. Am Montagmorgen ging ein Gleis wieder in Betrieb, gegen Mittag war der gesamte Abschnitt wieder frei; Restverspätungen blieben möglich. Fahrgäste im stark genutzten Hochgeschwindigkeitskorridor Rhein-Ruhr mussten am Montag mit Folgestörungen rechnen.
FAQ: ICE-Unfall in Essen
Was geschah beim Bahnunglück in Essen?
Am Abend des 25. Oktober 2026 erfasste ein ICE im Essener Stadtteil Katernberg eine DB-Wartungsmannschaft. Ein Arbeiter starb, ein weiterer wurde schwer verletzt.
War der ICE zu schnell?
Nein. Es gibt keine Hinweise auf überhöhte Geschwindigkeit; der Zug fuhr mit zulässigen bis zu 160 km/h.
Wie viele Arbeiter waren beteiligt?
Sechs DB-Mitarbeiter arbeiteten am Gleis. Einer starb an der Unfallstelle, der 28-jährige Kollege kam ins Krankenhaus.
Ist die Strecke in Essen inzwischen offen?
Ja. Ein Gleis öffnete am Montagmorgen, der gesamte Abschnitt war gegen Mittag des 26. Oktober wieder in Betrieb; Restverspätungen sind möglich.
Gab es früher einen ähnlichen Unfall in NRW?
Ja. 2023 starben zwei Gleisarbeiter bei Hürth südlich von Köln, als ein Intercity mit 160 km/h eine Wartungsmannschaft erfasste.
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