Six Flags rüstet drei Hochgeschwindigkeits-Achterbahnen mit Sicherheitsgurten nach, nachdem ein tödlicher Unfall in Six Flags Over Georgia in Atlanta am 12. Oktober 2026 einen 42-jährigen Fahrgast getötet hat. Das Unternehmen kündigte die Sicherheitsmaßnahme am 23. Oktober an, während Ermittler weiter untersuchen, warum Hassan Jihad Ibn Kariem aus Atlanta aus dem Goliath-Coaster geschleudert wurde und andere Fahrgäste traf; vier Menschen wurden verletzt, darunter vier Minderjährige.
Six Flags Entertainment Corporation ist der größte regionale Freizeitparkbetreiber Nordamerikas mit 34 Standorten und 47,4 Millionen Gästen im Jahr 2025. Das Unternehmen fusionierte am 1. Juli 2024 mit Cedar Fair und ist an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel FUN notiert.
Was geschah auf der Goliath-Achterbahn?
Der Hypercoaster Goliath erreicht 61 Meter Höhe und 113 km/h. Laut Polizei erhob sich Kariem während der Fahrt aus seinem Sitz, stürzte kopfüber in den Wagen und wurde anschließend aus dem Zug geschleudert. Zeugen beschrieben einen locker wirkenden Schoßbügel. Die Bahn nutzt einzelne Schoßbügel ohne Schulterbügel. Das Office of the Commissioner of Insurance and Safety Fire von Georgia und die Polizei von Cobb County ermitteln; eine offizielle Ursache wurde nicht veröffentlicht. Goliath bleibt geschlossen.
Die Sicherheitsstandards für Achterbahnen in den USA geraten nach diesem Vorfall erneut in die Kritik – es war nicht der erste Sicherheitsvorfall bei Bahnen von Six Flags.
Sicherheitsgurte und Schließungen
Präsident und CEO John Reilly erklärte, das Unternehmen werde Sicherheitsgurte in Goliath (Six Flags Over Georgia), Nitro (Six Flags Great Adventure, New Jersey) und Raging Bull (Six Flags Great America, Illinois) einbauen. Die Gurte ergänzen die bestehenden Schoßbügel. „Wir fügen Sicherheitsgurte als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme bei Bahnen mit ähnlichen Rückhaltesystemen hinzu“, sagte Reilly in einer Mitteilung an Gäste und Jahreskarteninhaber.
Zudem schloss Six Flags acht weitere Coaster in fünf Parks in den USA und Kanada vorsorglich. Alle neun Bahnen stammen vom Schweizer Hersteller Bolliger & Mabillard und nutzen ähnliche Muschel-Rückhaltesysteme. Das Unternehmen hat unabhängige Ingenieure und Inspektoren mit der Prüfung der Sicherheitsverfahren beauftragt; Wiedereröffnungstermine wurden nicht genannt.
Der Schritt folgt auf Bedenken zur Wartungsaufsicht in Freizeitparks, die CNN aufgrund öffentlicher Dokumente und Gerichtsakten zu früheren Vorwürfen von Entgleisungen, defekten Rückhaltesystemen und Gästeverletzungen erhoben hatte.
Betroffene Achterbahnen
| Bahn | Park | Standort | Status |
|---|---|---|---|
| Goliath | Six Flags Over Georgia | Austell/Atlanta, Georgia | Nach tödlichem Unfall geschlossen; Gurte geplant |
| Nitro | Six Flags Great Adventure | Jackson, New Jersey | Vorübergehend geschlossen; Gurte geplant |
| Raging Bull | Six Flags Great America | Gurnee, Illinois | Vorübergehend geschlossen; Gurte geplant |
Frühere Sicherheitsprobleme und Klagen
Im September 2026 verklagten Besucher Six Flags wegen Hirnverletzungen nach Fahrten mit dem X2-Coaster; die Bahn wurde inzwischen geschlossen. Eine staatliche Inspektion von Goliath im März 2026 fand keine Verstöße, vermerkte jedoch einen verschlissenen Stoßdämpfer, der offenbar ersetzt werden musste. Six Flags betont, Mitarbeiter würden geschult und Goliath habe die Jahresinspektion bestanden.
Auswirkungen auf Parks und Fahrgäste
Trotz der Schließungen bleiben die Six-Flags-Parks geöffnet; mehr als 220 Coaster fahren am Halloween-Wochenende. SeaWorld Orlando schloss kurzzeitig den Mako-Coaster mit vergleichbaren Rückhaltesystemen und öffnete ihn wieder, auch Montreals La Ronde schloss eine Bahn. Branchenanalysten erwarten eine strengere Durchsetzung der Sicherheitsvorschriften für Freizeitparks, falls Ermittler ein systemisches Problem finden.
FAQ: Sicherheitsgurte bei Six Flags
Warum rüstet Six Flags Achterbahnen mit Gurten nach?
Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, nachdem am 12. Oktober 2026 ein Fahrgast aus Goliath geschleudert wurde und starb. Die Gurte ergänzen die Schoßbügel.
Welche Bahnen erhalten Sicherheitsgurte?
Goliath, Nitro und Raging Bull. Acht weitere Coaster in fünf Parks sind vorübergehend geschlossen.
Ist Goliath geöffnet?
Nein. Die Bahn bleibt geschlossen, während die Behörden ermitteln. Ein Wiedereröffnungstermin steht nicht fest.
Was war die Unfallursache?
Die offizielle Ursache ist unklar. Zeugen berichteten von einem locker wirkenden Schoßbügel; unabhängige Ingenieure prüfen die Verfahren.
Sind andere Six-Flags-Parks geöffnet?
Ja. Die Parks bleiben mit über 220 Bahnen geöffnet; nur die neun betroffenen Fahrgeschäfte sind geschlossen.
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