Fünf Menschen sind gestorben und mindestens 40 weitere wurden verletzt, als am Donnerstag, dem 11. September 2026, ein niederländischer Reisebus in der Nähe des Dorfes Zernez in der Ostschweiz verunglückte. Die Schweizer Polizei bestätigte die Zahl am Freitag und teilte mit, dass drei der Verletzten sich weiterhin in ernstem Zustand befinden und mindestens zehn Menschen noch im Krankenhaus behandelt werden. Der Unfall mit nur einem Fahrzeug ereignete sich auf einem Straßenabschnitt zwischen Zernez und Susch im Kanton Graubünden, wo Bauarbeiten die Fahrspuren verengt hatten.
Was geschah bei dem Busunglück in der Schweiz?
Der Reisebus beförderte 44 Passagiere und einen Fahrer auf einem Tagesausflug aus Österreich, als er von der Straße abkam und auf die Seite kippte. Die Behörden behandeln den Vorfall als Unfall mit einem einzigen Fahrzeug. Ermittler vermuten, dass der Bus eine Leitplanke berührte, nachdem der Fahrer ausgewichen war, möglicherweise um einen Stein auf der Fahrbahn zu vermeiden. Die Region gehört zum Straßennetz des Unterengadins, das das Engadiner Tal mit Österreich und Italien verbindet.
Die örtliche Polizei erklärte, die Straße sei wegen Bauarbeiten verengt gewesen. Rettungsteams, darunter Hubschrauber, arbeiteten bis in den Abend, um Passagiere zu befreien. Der Bus wurde am Freitagmorgen geborgen, die Strecke wieder freigegeben.
Opfer und Verletzte: Fünf Tote, Dutzende im Krankenhaus
Die meisten, wenn nicht alle Passagiere sind nach Angaben der Schweizer Polizei niederländische Staatsangehörige. Die Gruppe gehörte zu einer 48-köpfigen Busreise nach Österreich, organisiert vom niederländischen Reiseunternehmen Oad. Vier Teilnehmer waren am Donnerstag zurückgeblieben und nicht beim Tagesausflug dabei. Der Bus gehört dem Unternehmen Hartemink aus Eibergen in der Region Achterhoek.
Mindestens ein Opfer wurde in niederländischen Medien als Frau aus Uden in Nordbrabant identifiziert. Sie reiste mit ihrem Ehemann, der verletzt ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Verletzten wurden auf neun Krankenhäuser der Region verteilt. Das niederländische Notfallzentrum Eurocross teilte mit, leicht verletzte Passagiere könnten am Freitag entlassen werden.
„Die Menschen wollen verständlicherweise nach Hause, und wir werden ihnen helfen. Mit dem Bus zurückfahren wollen sie auf keinen Fall“, sagte ein Eurocross-Sprecher. Die Organisation organisiert alternative Transportmöglichkeiten in die Niederlande.
Wie kam es zu dem Unfall?
Die genaue Unfallursache ist weiterhin unklar. Die Schweizer Polizei schließt nicht aus, dass der Fahrer auswich, um ein Hindernis zu vermeiden, möglicherweise einen Stein auf der Fahrbahn. Der Fahrer überlebte und erlitt keine schweren Verletzungen, berichtete die Schweizer Nachrichtenseite 20 Minuten nach einem Gespräch mit seiner Ehefrau. Er sei ansprechbar, aber tief erschüttert und die Strecke regelmäßig gefahren, sagte sie.
Der Unfall ereignete sich auf einem Abschnitt des Schweizer Alpen-Transportkorridors, der von vielen europäischen Busunternehmen genutzt wird. Bauarbeiten hatten die Breite der Fahrspuren verringert; der Bus durchbrach die Leitplanke und kam auf der Seite liegend zum Stillstand. Die Behörden prüfen, ob die Verengung oder ein plötzliches Hindernis zum Kontrollverlust beigetragen haben.
Offizielle Reaktionen und Kondolenzen
Der niederländische Außenminister Berendsen erklärte, der niederländische Botschafter in der Schweiz sei mit einem Team vor Ort. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen“, sagte er. Premierminister Jetten nannte den Unfall „einen schrecklichen Unfall“ und fügte hinzu: „Meine Gedanken sind bei allen Beteiligten.“
König Willem-Alexander und Königin Máxima drückten ebenfalls ihr Mitgefühl aus. „Unser Herz ist bei den Angehörigen, bei allen, die um das Schicksal ihrer Lieben bangen, und bei den Verletzten“, schrieben sie in den sozialen Medien. Die niederländische Botschaft in Bern leistet konsularische Unterstützung für betroffene Familien.
Auswirkungen und Folgen
Der Unfall hat die kleine Alpengemeinde Zernez erschüttert und neue Fragen zur Sicherheit von Reisebussen auf Schweizer Bergstraßen aufgeworfen. Eurocross koordiniert die Rückkehr der reisefähigen Passagiere und will Menschen so schnell wie möglich mit ihren Familien zusammenbringen. Die Polizei verzögerte die Veröffentlichung der Opferzahlen, bis die Angehörigen informiert werden konnten. Die Sicherheitsstandards der niederländischen Reisebranche könnten erneut geprüft werden, eine formelle Überprüfung wurde jedoch nicht angekündigt.
Häufig gestellte Fragen
Wo ereignete sich das Busunglück?
Am 11. September 2026 auf der Straße zwischen Zernez und Susch im Kanton Graubünden in der Ostschweiz.
Wie viele Menschen starben?
Fünf Menschen starben, 40 wurden verletzt, drei davon schwer. Mindestens zehn sind noch im Krankenhaus.
Wer organisierte die Reise?
Das niederländische Reiseunternehmen Oad; der Bus gehörte Hartemink aus Eibergen.
Was war die Unfallursache?
Die Ursache wird untersucht. Der Bus wich möglicherweise einem Stein auf einer verengten Straße aus.
Sind die Passagiere Niederländer?
Die Behörden gehen davon aus, dass die meisten, wenn nicht alle niederländische Staatsangehörige sind.
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