Bankensteuer UK: Healey belastet Banken 2026

Bankensteuer UK: Healey will Banken im Haushalt am 28. Oktober stärker besteuern. Die Abgabe steigt von 3% auf 8% und bringt bis zu 2,25 Mrd. £ jährlich.

Bankensteuer UK: Healey belastet Banken 2026
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Ausgabe: DE

Was ist die UK-Bankensteuer und warum ist sie im Visier?

Finanzminister John Healey will im Haushalt am 28. Oktober Steuern für britische Banken erhöhen, um Schäden für die öffentlichen Finanzen durch den Nahostkrieg und steigende Kreditkosten auszugleichen. Führungskräfte rechnen laut BBC mit einer Belastung; The Guardian berichtet, die Maßnahme solle eine fiskalische Lücke schließen. Wahrscheinlichste Option: Rücknahme von Jeremy Hunts Senkung 2023, also Rückkehr der Bankenabgabe von 3% auf 8% auf Gewinne über 100 Mio. £. Der Schritt folgt monatelangem Lobbying und ist Teil der Reparatur der britischen öffentlichen Finanzen.

Die Bankenabgabe ist eine zusätzliche Körperschaftsteuer für britische Kreditinstitute. Sie wurde 2023 von 8% auf 3% gesenkt, um London nach der Anhebung der Körperschaftsteuer von 19% auf 25% wettbewerbsfähig zu halten. Eine Rückkehr zu 8% würde laut TUC zitierten Treasury-Schätzungen etwa 2 bis 2,25 Mrd. £ jährlich einbringen.

Die Zahlen hinter der Bankensteuer-Erhöhung

Vergleich zum aktuellen Regime:

  • Aktuelle Abgabe: 3% auf Gewinne über 100 Mio. £
  • Vorschlag: 8%, Einnahmen von 2–2,25 Mrd. £ pro Jahr
  • Gesamtsteuersatz britischer Banken: über 46%, gegenüber 38,9% in Frankfurt und 27% in New York
  • Große vier (HSBC, NatWest, Barclays, Lloyds): 200 Mrd. £ Vorsteuergewinn in fünf Jahren
  • KBW schätzt rund 6% geringere Erträge der Kreditgeber

Citi-Analysten sehen den Haushalt als mögliches klärendes Ereignis für UK-Bankenaktien, das monatelange Unsicherheit beendet.

Warum treibt der Nahostkrieg die Haushaltsentscheidungen?

Die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts haben Energiepreise und Staatsanleihekosten erhöht. Das Finanzministerium steht unter Druck, die öffentlichen Finanzen zu sanieren. Der IWF lobte Fortschritte, warnte aber vor Abhängigkeit von einer Bankensteuer. Vize-Europa-Direktor Helge Berger nannte Modernisierung der Grundsteuer und breitere Mehrwertsteuer als Alternativen. Der Haushalt soll auch Energierhilfen und Verteidigungsausgaben enthalten.

Reaktionen aus Industrie und Politik

Bankengruppen lobbyieren intensiv. Verbände wie UK Finance und TheCityUK warnen, höhere Steuern könnten Jobs und Investitionen ins Ausland treiben. Aviva-Chefin Amanda Blanc sagte: Wir dürfen Investitionen in UK plc nicht abschrecken. Spezialbanken fordern eine Anhebung der Gewinnschwelle von 100 auf 500 Mio. £, damit kleinere Kreditgeber nicht getroffen werden.

Der TUC fordert, Banken sollten ihren fairen Anteil zahlen, und verweist auf 200 Mrd. £ Vorsteuergewinn der großen vier in fünf Jahren. Das IPPR schlug eine befristete Windfall-Abgabe vor. Healey betonte gegenüber Reuters: Banken sind zentral für die britische Wirtschaft und ihr breiterer Beitrag zählt.

Marktauswirkungen

Am 16. Oktober fielen Aktien britischer Kreditgeber. Lloyds verlor 1,8%, NatWest 1,51%; international ausgerichtete HSBC und Standard Chartered legten zu. Die Entscheidung prägt den Ausblick auf die britische Fiskalpolitik für den Rest der Legislaturperiode.

FAQ

Was ist die UK-Bankenabgabe?

Eine zusätzliche Körperschaftsteuer von 3% auf Gewinne britischer Banken über 100 Mio. £, eingeführt nach der Reform der Bankenabgabe 2015. Der Vorschlag sieht 8% vor.

Wie viel bringt die Erhöhung?

Eine Rückkehr zu 8% würde laut TUC- und Treasury-Schätzungen etwa 2 bis 2,25 Mrd. £ jährlich einbringen.

Warum erhöht das UK die Bankensteuern?

Der Finanzminister sucht Einnahmen, um Schäden durch den Nahostkrieg und höhere Kreditkosten auszugleichen, und reagiert auf Forderungen nach höheren Beiträgen der Banken nach Rekordgewinnen.

Welche Banken sind betroffen?

Vor allem UK-orientierte Institute wie Lloyds, NatWest, Barclays und HSBCs UK-Geschäft; Spezialbanken wollen die 100-Mio.-£-Schwelle angehoben sehen.

Wann ist der Haushalt am 28. Oktober?

Finanzminister John Healey legt den Haushalt am 28. Oktober 2026 vor, seinen ersten seit Amtsantritt im Juli 2026.

Fazit

Der Haushalt am 28. Oktober dürfte eine zentrale Bankensteuersenkung rückgängig machen und rund 2 Mrd. £ jährlich einbringen, um eine fiskalische Lücke zu schließen. Banken warnen vor Wettbewerbsschäden, doch das Finanzministerium scheint entschlossen zu handeln. Märkte und internationale Kreditgeber werden die Details genau beobachten.

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