Das Forum on Resource Geostrategic Engagement (FORGE) wurde am 4. Februar 2026 in Washington, D.C. als Nachfolger der Minerals Security Partnership ins Leben gerufen. Beim ersten Critical Minerals Ministerial kündigte US-Außenminister Marco Rubio elf bilaterale Rahmenwerke mit Argentinien, Marokko, den Philippinen, den VAE, dem Vereinigten Königreich, Peru, Ecuador, Guinea, Paraguay, Usbekistan und den Cookinseln an. Insgesamt bestehen nun 21 Abkommen in fünf Monaten und über 30 Milliarden US-Dollar an Projektfinanzierungen wurden mobilisiert.
Was ist FORGE und warum ist es wichtig?
FORGE ersetzt die Minerals Security Partnership durch eine plurilaterale Koalition für kritische Mineralien. Es baut auf der MSP-Politikkoordinierung auf und ergänzt koordinierte Referenzpreise und anpassbare Zölle gegen Chinas nicht marktkonforme Praktiken. Südkorea führt das Forum bis Juni 2026; zwei Arbeitsgruppen behandeln Projektinvestitionen und Politikkoordinierung.
China kontrolliert 70 Prozent der Verarbeitung Seltener Erden, 60 Prozent der Lithiumraffination und bis zu 90 Prozent der Verarbeitung Seltener Erden. Exportkontrollen 2025 verursachten sechsfache Preisspitzen und offenbarten kritische Schwachstellen in der Lieferkette für Mineralien in KI-Hardware, Elektrofahrzeugbatterien und Verteidigung.
Der bilaterale Blitz: 11 Rahmenwerke und 30 Milliarden Dollar
Die elf Abkommen bieten Marktzugang, Investitionsschutz und Preisstabilität. Zu den Finanzierungen zählen die 10 Milliarden Dollar schwere strategische Reserve Project Vault der Export-Import-Bank sowie 12 Milliarden Dollar öffentlich-private Reserve mit Boeing, GM und GE Vernova. Insgesamt mobilisierten die USA über 30 Milliarden Dollar.
- Argentinien: Lithium und Kupfer
- Marokko: Phosphat, Kobalt, Verarbeitung
- Philippinen: Nickel und Seltene Erden
- VAE: Raffinerien und Logistik
Kritiker bemängeln fehlende gepoolte Investitionskoordinierung und langsame US-Genehmigungen, die Projekte um Jahre verzögern könnten.
Wie die Neuordnung die globale Macht neu gestaltet
FORGE ist ein geowirtschaftliches Gegengewicht zur Dominanz Chinas bei Seltenen Erden. Washington will einen Block mit zwei Dritteln des Welt-BIP und sicheren Lieferketten aufbauen. Die EU hat eine Finanzierungslücke von 22,5 Milliarden Euro im Rahmen ihres EU-Gesetzes zu kritischen Rohstoffen und ist bei schweren Seltenen Erden zu 100 Prozent von China abhängig. Saudi-Arabien und die VAE investieren über 100 Milliarden Dollar als neutraler dritter Pol.
Die Neuordnung verändert den Zeitplan der Energiewende. Die Nachfrage nach kritischen Mineralien steigt bis 2040 um das Vier- bis Sechsfache; Mine-to-Processing dauert 10 bis 15 Jahre. Analysten warnen vor einem 12-18-Monats-Fenster. Der Neodym-Preis stieg 2025 um 34 Prozent.
Was führende Politiker sagen
Vizepräsident JD Vance sagte, moderne Volkswirtschaften hängen von realen Dingen ab, doch Lieferketten seien spröde und konzentriert. Außenminister Rubio nannte sicheren Zugang zu kritischen Mineralien eine oberste Priorität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist FORGE?
FORGE ist der US-geführte Nachfolger der Minerals Security Partnership, gestartet am 4. Februar 2026, um Investitionen und Politik bei kritischen Mineralien zu koordinieren.
Welche Länder unterzeichneten im Februar 2026 Rahmenwerke?
Argentinien, Cookinseln, Ecuador, Guinea, Marokko, Paraguay, Peru, Philippinen, VAE, Vereinigtes Königreich und Usbekistan.
Wie viel Finanzierung wurde mobilisiert?
Über 30 Milliarden Dollar in sechs Monaten, einschließlich der 10 Milliarden Dollar schweren Project Vault Reserve.
Warum ist FORGE notwendig?
China kontrolliert bis zu 90 Prozent der Verarbeitung Seltener Erden und löste 2025 Preisspitzen aus, die KI-, Elektrofahrzeug- und Verteidigungslieferketten bedrohen.
Was sind die wichtigsten Kritikpunkte?
Langsame Genehmigungen, bilaterale Fragmentierung, unzureichende gepoolte Investitionskoordinierung und ESG-Bedenken.
Fazit: Ein wegweisender geowirtschaftlicher Test
Die FORGE-Ära hat begonnen. Der Erfolg hängt von echter plurilateraler Koordinierung und schnelleren Genehmigungen ab. Chinas 15. Fünfjahresplan baut die Mineraldominanz aus; die Neuordnung 2026 prägt Technologie, Verteidigung und Energie für das nächste Jahrzehnt.
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