Trump-Putin-Dieseldeal: Erste Lieferung nach New York

Ein Tanker mit 40.000 Tonnen russischem Diesel fährt nach New York – im Rahmen des Trump-Putin-Abkommens. Alle Details zu Mengen und Preisauswirkungen.

Trump-Putin-Dieseldeal: Erste Lieferung nach New York
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Ausgabe: DE

Ein Tanker unter maltesischer Flagge mit 40.000 Tonnen russischem Diesel mit ultraniedrigem Schwefelgehalt ist auf dem Weg nach New York – die erste Lieferung im Rahmen des am 9. Oktober 2026 angekündigten Trump-Putin-Dieselabkommens. Die Agioi Fanendes verließ am 22. Oktober den russischen Ostseehafen Primorsk und soll laut Schiffsverfolgungsdaten am 7. November in New York eintreffen.

Was ist das Trump-Putin-Dieselabkommen?

Am 9. Oktober vereinbarten US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin, die russischen Dieselexporte in die Vereinigten Staaten wieder aufzunehmen. Das Abkommen beendet ein Verbot, das Präsident Joe Biden 2022 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine verhängt hatte. Im Gegenzug hebt Russland eigene Diesel-Exportbeschränkungen auf. Laut dem US-Finanzministerium wird damit das Ölimportverbot von 2022 faktisch aufgehoben; lizenzierte Lieferungen sind mindestens bis April 2027 möglich.

Details der Lieferung und Zeitplan

Die erste Ladung umfasst rund 40.000 Tonnen (etwa 300.000 Barrel) Diesel mit ultraniedrigem Schwefelgehalt. Käufer und Verkäufer wurden nicht genannt. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte die Abfahrt; Vize-Regierungschef Alexander Nowak kündigte weitere Lieferungen an, sobald Verträge abgeschlossen sind.

Vereinbarte Mengen

  • 300.000 Tonnen sofort
  • 500.000 Tonnen im November
  • 1 Million Tonnen in den Folgemonaten
  • Nowak: bis Jahresende 3 bis 3,5 Millionen Tonnen pro Monat möglich

Warum importieren die USA jetzt russischen Diesel?

Trump begründet das Abkommen mit dem Ziel, die stark gestiegenen Dieselpreise vor den Midterm-Wahlen am 3. November zu senken. Die Preise waren wegen des Nahostkriegs gestiegen, der im Februar mit israelischen und amerikanischen Angriffen auf den Iran begann. An der Tankstelle zahlen Amerikaner rund 5,61 Dollar pro Gallone – etwa 2,43 Dollar mehr als vor zwei Jahren. Landwirte und Transportunternehmen sind besonders betroffen. Analysten sagten dem Guardian, die russischen Mengen hätten 'kaum Wirkung' auf US-Autofahrer und Unternehmen, da sie zu klein seien.

Folgen und Kritik

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte das Abkommen ein Geschenk an Putin: Russland könne mit Öldollars seinen Krieg finanzieren. 'Jede Lockerung der Sanktionen ohne klare und dauerhafte Deeskalation ist eine Schwäche', sagte er. Sieben US-Senatoren – darunter die Republikaner Susan Collins, Lisa Murkowski und Thom Tillis sowie die Demokraten Jeanne Shaheen, Richard Blumenthal und Ron Wyden – fordern eine Rücknahme; das Abkommen verstoße gegen das Gesetz von 2022 und umgehe den Kongress. Die Sanktionserleichterungen für Russland haben zudem Pläne der Senate-Demokraten für eine Untersuchung der beteiligten US-Dieselunternehmen ausgelöst. Analysten zufolge sind die Mengen zu klein, um die US-Dieselpreise spürbar zu senken: Die Ladung entspricht etwa 7 % der rund 4 Millionen Barrel, die die USA täglich verbrauchen.

FAQ

Was ist das Trump-Putin-Dieselabkommen?

Ein am 9. Oktober 2026 angekündigtes Abkommen zur Wiederaufnahme russischer Dieselexporte in die USA, das das Importverbot von 2022 aufhebt.

Wie viel russischen Diesel erhalten die USA?

Sofort 300.000 Tonnen, im November 500.000 Tonnen und später 1 Million Tonnen; die Kapazität liegt bei 3 bis 3,5 Millionen Tonnen pro Monat.

Warum sind die US-Dieselpreise so hoch?

Wegen des Nahostkriegs, der im Februar 2026 mit Angriffen auf den Iran begann und die Preise auf etwa 5,61 Dollar pro Gallone trieb.

Gab es früher ein US-Verbot für russische Ölimporte?

Ja. Präsident Biden verbot 2022 nach dem Einmarsch in die Ukraine die Einfuhr russischer Ölprodukte.

Werden die US-Dieselpreise dadurch sinken?

Analysten halten die Lieferung für zu klein, um einen wesentlichen Effekt zu haben – sie entspricht rund 7 % des täglichen US-Verbrauchs.

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