Eiffelturm-Streik 2026: Ausgrenzung von Mitarbeiterinnen

Eiffelturm-Streik 2026: Mitarbeiterinnen wegen Hindu-Besuchs ausgeschlossen. Alle Fakten zu Hintergrund, Reaktionen, Ermittlungen und Wiedereröffnung.

Eiffelturm-Streik 2026: Ausgrenzung von Mitarbeiterinnen
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Ausgabe: DE

Der Eiffelturm, eines der meistbesuchten Wahrzeichen der Welt, war am Montag, dem 7. September 2026, für die Öffentlichkeit geschlossen, nachdem Mitarbeiter aus Protest gegen die Ausgrenzung von Frauen bei einem privaten Besuch einer hinduistischen Delegation in den Streik getreten waren. Die Schließung des 330 Meter hohen Wahrzeichens, die der Betreiber zunächst mit „betrieblichen Gründen“ erklärte, entfachte eine nationale Debatte über religiöse Anpassung und Gleichstellung in Frankreich neu.

Was geschah am Eiffelturm?

Am Samstag, dem 5. September 2026, besuchten rund 100 Mitglieder von BAPS, einer hinduistischen spirituellen Bewegung, privat die dritte Etage des Eiffelturms. Der Besuch war Teil der Feierlichkeiten zur Einweihung eines neuen BAPS-Tempels in den Pariser Vororten, nach einer zeremoniellen Bootsprozession auf der Seine am 3. September.

Nach Angaben von Le Parisien wurden Mitarbeiterinnen des Eiffelturms und seiner Zulieferer angewiesen, „sich unsichtbar zu machen“. Einige Frauen mussten ihre Arbeitsplätze verlassen, andere wurden in getrennte Räume gebracht und durch männliche Kollegen ersetzt. Auf der dritten Etage wurde die Gruppe Berichten zufolge ausschließlich von männlichem Personal begleitet. Es ist nicht das erste Mal, dass Schließungen des Eiffelturms für Besucher den Betrieb störten, doch die Geschlechterdimension macht diesen Fall besonders.

Warum streikten die Eiffelturm-Mitarbeiter?

Die von der Gewerkschaft CGT vertretenen Arbeitnehmer verurteilten die Anweisungen als Verstoß gegen grundlegende Arbeitsplatzprinzipien. Das Betreiberunternehmen SETE räumte später ein, die Delegation habe darum gebeten, „Interaktionen mit Frauen“ während des Besuchs zu begrenzen, und gab zu, diese Bedingungen hätten „nicht akzeptiert werden dürfen“.

Gewerkschaftsvertreterin Diane Davoine sagte Reportern, Frauen seien angewiesen worden, ihre Arbeitsplätze zu verlassen, damit Männer ihre Plätze einnehmen konnten. „In Frankreich sind Frauen im öffentlichen Leben voll präsent. Niemand sagt ihnen, sie sollen unsichtbar werden“, sagte Nationalversammlungspräsidentin Yaël Braun-Pivet. Die Empörung darüber führte zu dem eintägigen Streik.

Politische Reaktionen und Ermittlungen

Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire nannte den Ausschluss „inakzeptabel“ und kündigte eine Untersuchung „so schnell wie möglich“ an. Auch Gleichstellungsministerin Aurore Bergé sowie Politiker wie Marine Le Pen und Gabriel Attal verurteilten den Vorgang.

Der frühere Premierminister Michel Barnier schrieb: „In Frankreich schreiben ausländische Traditionen den Frauen nicht vor, wie sie sich in der Öffentlichkeit kleiden oder verhalten sollen. Frauen werden nicht versteckt. Sie werden nicht ignoriert. Sie werden respektiert und ihre Freiheit wird verteidigt.“ Der Vorfall ist zu einem Brennpunkt in der Debatte über religiöse Ausnahmen am Arbeitsplatz und Laizismus in französischen Institutionen geworden.

Auswirkungen und Folgen

BAPS bestritt, die Entfernung von Frauen verlangt zu haben. Der Besuch sei zur Öffnungszeit arrangiert worden, um wegen der Größe der Delegation Unterbrechungen zu vermeiden. Niemandem sei der Zutritt verweigert worden, und man entschuldigte sich bei allen, die sich verletzt fühlten. SETE entschuldigte sich ebenfalls bei den Mitarbeitern und erklärte, man werde die Konsequenzen tragen.

Der Eiffelturm sollte am Dienstag, dem 8. September 2026, wiedereröffnet werden, doch die Kontroverse dürfte nicht schnell abklingen. Beobachter weisen darauf hin, dass der Vorfall die Grenzen des französischen Gleichstellungsgesetzes in öffentlichen Räumen testet, wo sowohl das Prinzip des Laizismus als auch die Rechte der Frauen entschieden verteidigt werden.

FAQ

Warum war der Eiffelturm am Montag geschlossen?

Der Eiffelturm blieb am Montag, dem 7. September 2026, ganztägig geschlossen, weil Mitarbeiter aus Protest gegen die Ausgrenzung und Ersetzung von Frauen während des Besuchs einer hinduistischen Delegation streikten.

Welche Gruppe war beteiligt?

Die Delegation stammte von BAPS, der Bochasanwasi Akshar Purushottam Swaminarayan Sanstha, einer hinduistischen Bewegung, die sich zur Einweihung eines neuen Tempels nahe Paris in Frankreich aufhielt.

Was sagte der Eiffelturm-Betreiber?

Die Betreibergesellschaft SETE räumte ein, dass die Delegation gebeten hatte, „Interaktionen mit Frauen“ zu begrenzen. Diese Bedingungen hätten nicht akzeptiert werden dürfen; man entschuldigte sich bei den Mitarbeitern.

Wird der Eiffelturm wieder öffnen?

Der Eiffelturm sollte am Dienstag, dem 8. September 2026, nach der eintägigen Schließung wieder für Besucher öffnen.

Wie reagierte BAPS auf die Vorwürfe?

BAPS bestritt, die Entfernung von Frauen verlangt zu haben, sagte, niemandem sei der Zutritt verweigert worden, und entschuldigte sich für etwaige Verletzungen.

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