KI-Einkaufshilfen: Verbraucher wollen Hilfe, keine Automatisierung

Gartner-Umfrage: Nur 11% der US-Verbraucher wollen KI-Kaufentscheidungen. Vermarkter sollten KI-Einkaufshilfen priorisieren, die Recherche und Vergleich unterstützen.

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Während Marken in agentischen Commerce investieren, zeigt eine neue Gartner-Umfrage eine kritische Diskrepanz: Obwohl Verbraucher offen für KI-Einkaufshilfen sind, sind nur 11 % bereit, KI Kaufentscheidungen treffen zu lassen. Die am 27. Mai 2026 veröffentlichten Ergebnisse unterstreichen, dass Vermarkter KI-Tools priorisieren sollten, die Recherche und Vergleich unterstützen, anstatt autonome Entscheidungen zu treffen.

Was die Gartner-Umfrage zu KI-Einkaufshilfen ergab

Gartner befragte im Januar 2026 322 US-Verbraucher und fand heraus, dass die Bereitschaft, KI Kaufentscheidungen treffen zu lassen, bei maximal 11 % für risikoarme Kategorien wie Körperpflege und Haushaltswaren lag. Allerdings zeigten Verbraucher eine weitaus größere Offenheit für KI-Tools, die bei der Eingrenzung der Auswahl helfen: 31 % waren bereit, KI die Auswahl für Haushaltswaren eingrenzen zu lassen, und 28 % für Elektronik. „Verbraucher möchten Einkaufsentscheidungen nicht an KI auslagern“, sagte Kate Muhl, VP Analyst bei Gartner. „Sie wollen, dass KI ihnen hilft, bessere Informationen zu finden, Preise zu vergleichen, Angebote zu entdecken und die Auswahl einzugrenzen, während sie die endgültige Entscheidung selbst behalten.“

Vertrauen und Genauigkeit: Wichtige Hindernisse für die Einführung von KI-Einkaufshilfen

Vertrauen und Genauigkeit bleiben große Hürden. Eine separate Gartner-Umfrage unter 846 US-Verbrauchern von November bis Dezember 2025 ergab, dass selbst frühe Anwender auf Reibungen stießen. 54 % der KI-Nutzer mussten die Genauigkeit aller von KI-Tools bereitgestellten Informationen überprüfen, und 62 % sagten, die Informationen seien Zeitverschwendung gewesen. „Genauigkeit ist jetzt ein Markenproblem“, so Muhl. „Wenn Verbraucher glauben, dass KI-Tools mehr Arbeit verursachen, werden sie sie nicht als bequem oder wertvoll ansehen.“ Dies ist besonders relevant, da Verbraucher häufiger mit KI in Kontakt kommen: 72 % begegnen generativer KI passiv. Passive Exposition sollte nicht mit aktiver Akzeptanz verwechselt werden. Die Landschaft der KI-Einkaufshilfen entwickelt sich rasant, aber das Verbrauchervertrauen hinkt hinterher.

Auswirkungen für Vermarkter, die in KI-Commerce investieren

Die Gartner-Umfrage legt nahe, dass Vermarkter ihre Investitionen auf KI-Tools konzentrieren sollten, die bei der Produktrecherche, Preisvergleichen und Angeboten helfen – anstatt auf vollautonome Einkaufsagenten. Dies steht im Einklang mit dem Vertrauen und der Akzeptanz von KI bei Verbrauchern, bei denen Transparenz und Benutzerkontrolle im Vordergrund stehen. Gartner-Kunden können mehr im Bericht Prioritize Top-of-Funnel AI Shopping Tools for Consumer Adoption lesen.

Wichtige Statistiken auf einen Blick

  • Nur 11 % der US-Verbraucher sind bereit, KI Kaufentscheidungen treffen zu lassen (für risikoarme Kategorien).
  • 31 % bereit, KI die Auswahl für Haushaltswaren eingrenzen zu lassen.
  • 28 % bereit, KI die Auswahl für Elektronik eingrenzen zu lassen.
  • 54 % der KI-Nutzer mussten die Genauigkeit überprüfen.
  • 62 % sagten, KI-Informationen seien Zeitverschwendung.

FAQ: KI-Einkaufshilfen und Verbrauchervertrauen

Was ist agentischer Commerce?

Agentischer Commerce bezieht sich auf KI-gestützte Systeme, die autonom Kaufentscheidungen treffen oder Einkaufsaktionen im Namen von Verbrauchern durchführen können, wie z. B. automatische Nachbestellungen oder Preisverhandlungen.

Warum vertrauen Verbraucher KI nicht bei Kaufentscheidungen?

Sie nennen Bedenken hinsichtlich Genauigkeit, fehlender Transparenz und das Gefühl, dass KI-Tools mehr Arbeit verursachen, da sie Überprüfungen erfordern.

Welche KI-Einkaufstools wünschen sich Verbraucher?

Verbraucher bevorzugen KI-Tools, die bei Produktrecherche, Preisvergleichen und der Eingrenzung der Auswahl helfen – während die endgültige Entscheidung beim Menschen bleibt.

Wie können Vermarkter Vertrauen in KI-Einkaufstools aufbauen?

Sie sollten transparente, zuverlässige Informationen priorisieren, keine übertriebenen Versprechungen machen und Tools entwerfen, die die Kontrolle der Verbraucher stärken.

Wie viel Prozent der Verbraucher nutzen KI zum Einkaufen?

Während die Exposition gegenüber KI hoch ist (72 % passiv), bleibt die aktive Nutzung für Einkaufsentscheidungen gering. Nur 11 % sind bereit, KI Kaufentscheidungen treffen zu lassen.

Über Gartner Marketing Symposium/Xpo

Das Gartner Marketing Symposium/Xpo findet vom 8. bis 10. Juni in Denver statt und bietet Marketingführern praktische Ratschläge zu Trends, Tools und neuen Technologien. Folgen Sie Updates unter #GartnerMKTG.

Quellen

Gartner Newsroom Press Release

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