Ecuadorianischer Bandenchef Fito akzeptiert Auslieferung an USA

Ecuadorianischer Drogenboss "Fito" akzeptiert Auslieferung an USA. Seine Flucht löste landesweite Gewalt aus. Los Choneros hat Verbindungen zum mexikanischen Sinaloa-Kartell.

Ecuadorianischer Bandenchef Fito akzeptiert Auslieferung an USA
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Ausgabe: DE

Wichtige Entwicklung im internationalen Kriminalfall

José Adolfo Macías Villamar, bekannt als "Fito", hat während einer Gerichtsverhandlung in Quito der Auslieferung in die Vereinigten Staaten zugestimmt. Der berüchtigte Anführer des ecuadorianischen Kartells Los Choneros steht in Brooklyn, New York, unter sieben Bundesanklagen, darunter Drogen- und Waffenhandel.

Weg zur Auslieferung

Macías akzeptierte das Auslieferungsersuchen während einer virtuellen Gerichtssitzung und erklärte: "Ja, ich akzeptiere es, Euer Ehren." Der Prozess erfordert nun die Bestätigung des ecuadorianischen Präsidenten Daniel Noboa, bevor die US-Behörden die Überstellung arrangieren können.

Kriminelle Vergangenheit

Macías verbüßte eine 34-jährige Haftstrafe in Ecuador für Drogenhandel, organisierte Kriminalität und Mord, als er im Januar 2024 aus dem Gefängnis ausbrach. Seine Flucht löste landesweites Chaos aus und veranlasste Präsident Noboa, den Notstand auszurufen und 22 Banden, darunter Los Choneros, als terroristische Organisationen einzustufen.

Internationale Verbindungen

Los Choneros operiert als bewaffneter Arm des mexikanischen Sinaloa-Kartells in Ecuador und kontrolliert bedeutende Kokainschmuggelrouten in die USA. Die Bande entstand in den 1990er Jahren in der Provinz Manabí und baute ihren Einfluss durch Gefängnisnetzwerke und politische Morde aus, darunter die Ermordung des Präsidentschaftskandidaten Fernando Villavicencio im Jahr 2023.

Regionale Auswirkungen

Die Mordrate in Ecuador ist seit 2018 von 5 auf 46 pro 100.000 Einwohner gestiegen und war damit 2023 die höchste in Amerika. Die Regierung setzte 1 Million Dollar Belohnung für Informationen aus, die zur Wiederergreifung von Macías im Juni 2025 in einem unterirdischen Bunker in Manta führten.

Nächste Schritte

Die Behörden haben mehrere Verwandte von Macías verhaftet und Vermögenswerte in den Anden beschlagnahmt. Seine Auslieferung stellt eine bedeutende Entwicklung im internationalen Kampf gegen transnationale Drogenkartelle in Lateinamerika dar.

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