Louvre-Kunststreich: Zwei Deutsche verhaftet

Zwei Deutsche wurden am 19. September 2026 wegen eines Kunststreichs im Mona-Lisa-Saal des Louvre festgenommen. Klebeband, Amateurbilder, leichter Schaden.

Louvre-Kunststreich: Zwei Deutsche verhaftet
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Ausgabe: DE

Zwei deutsche Männer wurden am Samstag, dem 19. September 2026, festgenommen, nachdem sie im Pariser Louvre einen Louvre-Kunststreich mit gefälschten Bildern inszeniert und zwei kleine Gemälde an die Wand des Saals geklebt hatten, in dem Leonardo da Vincis Mona Lisa hängt. Das Duo, das laut Polizei „aus Spaß“ gehandelt habe, befestigte 30x40 Zentimeter große Leinwände mit Klebeband an der historischen Wand und verursachte leichten Schaden.

Was geschah im Mona-Lisa-Saal?

Laut der französischen Nachrichtenagentur AFP hielt das Sicherheitspersonal des Museums die Männer im Salle des États fest und übergab sie der Polizei. Ein Bild zeigte einen der Männer in Rüstung, das andere die beiden Männer mit einer Frau. Weder die Mona Lisa – hinter bruchsicherem Glas geschützt – noch andere Kunstwerke wurden beschädigt.

„Sie sagten den Ermittlern, es sei nur zum Spaß gewesen“, erklärte ein mit dem Fall vertrauter Beamter. Die beiden werden zu einer Gerichtsverhandlung geladen, sobald der Louvre formell Klage einreicht.

Was die Gemälde zeigten

Die beiden Leinwände von rund 30 auf 40 Zentimetern wurden von den Ermittlern als Amateurporträts beschrieben. Wie lange sie an der Wand hingen, teilte der Louvre nicht mit.

Warum der Louvre in höchster Alarmbereitschaft ist

Der Streich fällt in eine Phase erhöhter Sicherheitsbedenken in französischen Museen. Im Oktober 2025 stahlen Diebe, verkleidet als Bauarbeiter, acht Teile der französischen Kronjuwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro aus der Galerie d'Apollon. Die Bande nutzte einen Möbellift, gelangte über einen Balkon im ersten Stock hinein und floh in weniger als acht Minuten. Vier Verdächtige wurden festgenommen, die Juwelen bleiben verschwunden.

Dieser Raub – der erste Kunstdiebstahl des Museums seit 1998 – offenbarte Schwächen bei der Videoüberwachung, schwache Passwörter und verzögerte Reaktionen. Die Ermittlungen zum Louvre-Raub 2025 zeigten zudem, dass die Pariser Polizei sechs Wochen vor dem Diebstahl vor Sicherheitslücken gewarnt hatte.

Wie schützt der Louvre die Mona Lisa?

Die Mona Lisa hängt in einer klimatisierten, bruchsicheren Glasvitrine im Salle des États, dem größten Raum des Museums. Der Besucherstrom wird mit Absperrungen und Zeitfenster-Tickets gelenkt, während zivile und uniformierte Sicherheitskräfte den Raum überwachen. Nach dem Diebstahl von 2025 kündigte das Museum an, Zugangspunkte zu überprüfen und die Sicherheitsteams zu verstärken – der jüngste Vorfall zeigt jedoch, dass einfachste Aktionen weiterhin durchrutschen können.

Wichtige Fakten auf einen Blick

  • Datum: Samstag, 19. September 2026
  • Ort: Salle des États, Louvre, Paris
  • Verdächtige: zwei deutsche Männer
  • Verwendete Gegenstände: zwei 30x40-cm-Gemälde und Klebeband
  • Schaden: leichte Beschädigung einer historischen Wand
  • Mona Lisa: unbeschädigt hinter Schutzglas

Auswirkungen und rechtliche Folgen

Den Männern drohen Anklagen wegen leichter Beschädigung eines historischen Denkmals, was nach französischem Recht Geldstrafen und in schweren Fällen Gefängnis nach sich ziehen kann. Museumsvertreter nannten den Vorfall „inakzeptabel“ und erklärten, die Wand sei durch das Klebeband leicht beschädigt worden. Der Fall verweist auf die breitere Debatte über Museumsicherheit und Besucherverhalten im meistbesuchten Kunstmuseum der Welt, das 2024 8,7 Millionen Besucher zählte.

Experten betonen, dass der Streich zwar weit weniger schwerwiegend als der Raub von 2025 sei, aber zeige, wie leicht Gegenstände in streng kontrollierte Räume gelangen können. „Es ist eine Erinnerung daran, dass nicht jede Sicherheitsbedrohung ein professioneller Raub ist“, sagte ein in Paris ansässiger Berater für kulturelles Erbe.

FAQ

Warum wurden die Deutschen im Louvre festgenommen?

Sie befestigten mit Klebeband zwei kleine Gemälde an einer Wand im Mona-Lisa-Saal und beschädigten damit eine historische Oberfläche leicht.

Wurde die Mona Lisa beschädigt?

Nein. Das Gemälde war hinter Schutzglas und blieb unbeschädigt.

Was geschah beim Louvre-Raub 2025?

Diebe stahlen im Oktober 2025 acht französische Kronjuwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro aus der Galerie d'Apollon; vier Verdächtige wurden festgenommen, die Juwelen fehlen weiterhin.

Welche Vorwürfe drohen den beiden Männern?

Nach einer formellen Klage des Louvre sollen sie wegen leichter Beschädigung eines historischen Denkmals vor Gericht geladen werden.

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