Drei Royal Navy-Angehörige bei Hubschrauberabsturz in Devon getötet
Drei Angehörige der Royal Navy kamen am frühen Morgen des 3. Juni 2026 ums Leben, als ein Merlin Mk4-Hubschrauber während einer Trainingsübung in Devon, Südwestengland, abstürzte. Der Unfall ereignete sich gegen 03:45 BST nahe Sourton Down, in der Nähe des Okehampton Battle Camp. Rettungskräfte erklärten einen Großunfall, die Maschine wurde in einem Feld zerstört aufgefunden. Das Verteidigungsministerium bestätigte die Todesfälle; die Familien wurden informiert. Die Defence Accident Investigation Branch (DAIB) hat eine Untersuchung eingeleitet.
Hintergrund: Der Merlin Mk4
Der AgustaWestland AW101, in britischen Diensten als Merlin bekannt, ist ein mittelschwerer Dreimotor-Hubschrauber, der seit 1999 im Einsatz ist. Die Mk4-Variante ist speziell für Kommandounterstützung, Truppentransport und Such- und Rettungseinsätze konfiguriert. Sie ersetzte die Sea King und wird von der UK Commando Helicopter Force für amphibische und landgestützte Missionen genutzt. Die Flotte hatte bereits einen Unfall im September 2024, als ein Merlin in den Ärmelkanal stürzte, wobei alle Besatzungsmitglieder gerettet wurden. Der jetzige Absturz ist der tödlichste Merlin-Unfall der letzten Jahre.
Reaktionen und Beileidsbekundungen
Premierminister Sir Keir Starmer bezeichnete den Absturz als „zutiefst tragisch“ und sprach den Familien sein Beileid aus. Die Prinzessin von Wales, Commodore-in-Chief der Fleet Air Arm, drückte zusammen mit Prinz William ihre Trauer aus. König Charles III. wurde informiert und plant eine private Nachricht an die Familien. First Sea Lord General Sir Gwyn Jenkins sagte: „Dies ist ein verheerender Verlust für die Royal Navy und die gesamte Streitkräftegemeinschaft. Unsere Gedanken sind bei den Familien, Freunden und Kollegen.“ Verteidigungsminister John Healey nannte die Nachrichten „herzzerreißend“. Die A386 und Teile der A30 wurden vorübergehend gesperrt; Zeugen berichteten von einer lauten Explosion und einem roten Blitz am Himmel.
Untersuchung und Sicherheitsbedenken
Die DAIB hat die Absturzstelle gesichert und untersucht Wrackteile, Flugschreiber und Wartungsprotokolle. Erste Berichte deuten darauf hin, dass vor dem Absturz kein Notruf abgesetzt wurde, was auf ein plötzliches mechanisches Versagen hindeutet. Der Hubschrauber befand sich auf einem nächtlichen Trainingseinsatz nahe dem Okehampton Battle Camp, einem militärischen Übungsgelände der Royal Marines. Ein Bericht von 2025 hatte Wartungsprobleme bei der alternden Merlin-Flotte hervorgehoben, aber das Verteidigungsministerium betonte hohe Sicherheitsstandards. Die Verteidigungsüberprüfung 2025 forderte eine Modernisierung der Helikopterflotte, die jedoch durch Budgetbeschränkungen verzögert wurde.
Auswirkungen auf den Betrieb
Die Royal Navy hat vorläufig alle Merlin Mk4-Hubschrauber am Boden gelassen, bis erste Untersuchungsergebnisse vorliegen. Dies könnte Trainingspläne und die Einsatzbereitschaft der Commando Helicopter Force beeinträchtigen, die weltweit Royal Marines-Einsätze unterstützt. Das Vereinigte Königreich verfügt über rund 30 Merlin Mk4. Militäranalyst Dr. James Rogers kommentierte: „Der Unfall wird eine gründliche Überprüfung von Verfahren und Ausrüstung nach sich ziehen und könnte zukünftige Beschaffungen beeinflussen.“
FAQ
Welcher Hubschrauber stürzte ab?
Ein Merlin Mk4, Militärbezeichnung des AgustaWestland AW101, betrieben von der Commando Helicopter Force der Royal Navy.
Wie viele Tote?
Drei Royal Navy-Angehörige.
Ursache?
Wird von der DAIB untersucht, bisher keine offiziellen Ergebnisse.
Frühere Abstürze?
Ja, ein Merlin Mk4 stürzte im September 2024 in den Ärmelkanal, alle überlebten.
Sind Merlin-Hubschrauber noch im Einsatz?
Vorläufig stillgelegt bis zu den Untersuchungsergebnissen.
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