Tödlicher Schulbusunfall: Fahrer war bekannt für rücksichtsloses Fahren

Tödlicher Schulbusunfall in Buggenhout: Fahrer mit Vorgeschichte rücksichtslosen Fahrens; mehrere Beschwerden ignoriert. Jetzt strafrechtliche Ermittlungen.

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Tödlicher Schulbusunfall in Buggenhout: Warnungen ignoriert?

Nur Tage nach dem tragischen Zusammenstoß zwischen Zug und Schulbus in Buggenhout, Belgien, bei dem vier Menschen starben, kamen erschütternde Enthüllungen über die Vorgeschichte des 49-jährigen Fahrers ans Licht. Er war wiederholt von Busbegleitern und Kollegen wegen rücksichtslosen Fahrens gemeldet worden – mindestens sieben formelle Beschwerden über mehrere Monate. Keine wurde beachtet. Der Vorfall hat eine Untersuchung systemischen Versagens bei De Lijn und Subunternehmern ausgelöst.

Der Unfall ereignete sich am 26. Mai 2026 an einem Bahnübergang in Buggenhout. Der Minibus von Subunternehmer 't Ros Beiaard transportierte neun Personen: den Fahrer, eine 27-jährige Begleiterin und sieben Schüler der Sonderschule Richtpunt Campus. Der Bus fuhr trotz gesenkter Schranken und roter Lichter auf den Übergang und wurde von einem Zug mit 90 km/h erfasst. Vier starben: Fahrer, Begleiterin, ein 12-jähriger und ein 15-jähriger Schüler. Fünf Kinder wurden schwer verletzt.

Wiederholte Warnungen ignoriert

Eine ehemalige Busbegleiterin der Linie 137 sandte drei Monate vor dem Unfall eine E-Mail an die Schule: „Kinder beschweren sich über sein aggressives Fahren, manche bis zur Übelkeit“. Der Fahrer überfuhr rote Ampeln, nutzte das Handy und überquerte Bahnübergänge bei gesenkten Schranken. Trotz siebenfacher Meldung an Schule und Busunternehmen hieß es stets, keine anderen Fahrer verfügbar. Eine andere Begleiterin berichtete von sechs Jahre alten Beschwerden; ein ehemaliger Kollege warnte den Arbeitgeber erfolglos. Die Schule leitete Beschwerden an den Arbeitgeber weiter. Die Provinz Ostflandern gab sie an De Lijn und das Busunternehmen weiter. De Lijn kannte nur zwei geringfügige Geschwindigkeitsverstöße. Das Busunternehmen schweigt.

Belgische Eisenbahnsicherheitsprotokolle werden nun überprüft.

Ermittlungen und Folgen

Die Staatsanwaltschaft Ostflandern untersucht die Beschwerden im Strafverfahren. Premierminister Bart De Wever sprach Beileid aus, König Philippe lobte die Rettungskräfte. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Europa weint mit Belgien.“ Die Tragödie entfacht eine Debatte über die Aufsicht privater Busbetreiber und Schulverkehrssicherheitsvorschriften. Familien fordern Rechenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Was geschah?

Am 26. Mai 2026 wurde ein Schulbus in Buggenhout von einem Zug erfasst. Vier starben, fünf Kinder wurden schwer verletzt.

Wurde der Fahrer gemeldet?

Ja, mindestens sieben Beschwerden über rücksichtsloses Fahren, bis zu sechs Jahre zurück.

Warum ignoriert?

Schule leitete weiter, Arbeitgeber handelte nicht mangels Ersatzfahrern. De Lijn kannte nur geringe Verstöße.

Wer ist verantwortlich?

De Lijn vergibt Aufträge an private Betreiber. Die Verantwortungskette ist fragmentiert.

Stand der Ermittlungen?

Staatsanwaltschaft ermittelt strafrechtlich, Beschwerden sind Teil der Untersuchung.

Quellen

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