Tragisches Ereignis in Sydney
Ein 12-jähriger australischer Junge, Nico Antic, ist an Verletzungen gestorben, die er bei einem Haiangriff in Sydney erlitten hat. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag am Shark Beach in Vaucluse, einem beliebten Ort entlang des Hermitage Foreshore Walk. Nico sprang mit Freunden von einer Felswand ins Wasser, als er von einem Hai angegriffen wurde, der laut Behörden ein Bullenhai (Carcharhinus leucas) war.
'Nico war ein fröhlicher, netter und sportlicher Junge mit einem großen Herzen. Er war immer voller Leben und so werden wir ihn in Erinnerung behalten,' schrieben seine Eltern in einer Erklärung an die Medien. Sie dankten auch den Rettungskräften und dem medizinischen Personal, die um das Leben ihres Sohnes gekämpft hatten.
Serie von Angriffen führt zu Strandschließungen
Dieser traurige Tod ereignet sich in einer besorgniserregenden Woche mit verstärkter Haiaktivität an der Ostküste Australiens. In den 48 Stunden nach Nicos Angriff wurden drei weitere Hai-Vorfälle in Sydney gemeldet. Ein 27-jähriger Surfer erlitt schwere Beinverletzungen, die eine Amputation erforderlich machten, ein 11-jähriger Junge wurde von seinem Surfbrett gestoßen, und ein weiterer Surfer hatte einen Biss in sein Surfbrett.
Diese aufeinanderfolgenden Angriffe führten dazu, dass die Behörden trotz warmen Sommerwetters etwa 40 Strände in New South Wales schlossen. 'Wir beobachten eine beispiellose Haiaktivität in Gebieten, in denen Menschen normalerweise sicher schwimmen,' sagte ein Sprecher von Surf Life Saving NSW. 'Die jüngsten starken Regenfälle haben Bedingungen geschaffen, die Haie näher an die Küste locken.'
Warum kommen Haie näher?
Meeresexperten verweisen auf verschiedene Umweltfaktoren, die zur verstärkten Präsenz von Haien beitragen. Jüngste starke Regenfälle haben Nährstoffe vom Land in die Küstengewässer gespült, was ideale Bedingungen für Planktonblüten schafft. Dies zieht kleinere Fische an, die wiederum Haie näher an die Küste locken.
Darüber hinaus verringern die trüben Wasserbedingungen die Sicht, was es für Haie schwieriger macht, Beute von Menschen zu unterscheiden. Bullenhaie, bekannt für ihre aggressive Natur und ihre Fähigkeit, sowohl in Salz- als auch in Süßwasser zu gedeihen, werden besonders von diesen Bedingungen angezogen. Laut Wikipedia sind Bullenhaie für viele Haiangriffe in Küstennähe weltweit verantwortlich, da sie flache Küstengewässer bevorzugen.
Sicherheitsmaßnahmen und öffentliche Reaktion
Die Behörden haben die Überwachung mit zusätzlichen Drohnen, Helikoptern und Jetskis verstärkt, die die Küstengewässer patrouillieren. Surf Life Saving NSW hat 1.000 Freiwillige für das Australia Day-Wochenende eingesetzt und empfiehlt Schwimmern, umzäunte Bereiche zu nutzen und zwischen roten und gelten Flaggen an bewachten Stränden zu bleiben.
'Wir verstehen, dass Menschen das Wasser genießen wollen, aber Sicherheit muss an erster Stelle stehen,' erklärte ein Regierungsbeamter von NSW. 'Wir bitten alle, den Rat der Strandwächter zu befolgen und die SharkSmart-App zu nutzen, um über die Bedingungen informiert zu bleiben.'
Australien verzeichnet typischerweise etwa 20 Haiangriffe pro Jahr, von denen weniger als drei tödlich enden. Diese jüngste Häufung von Vorfällen hat jedoch Bedenken hinsichtlich sich ändernder Umweltmuster und ihrer Auswirkungen auf das Verhalten von Meerestieren geweckt.
Die Gemeinschaft hat sich um Nicos Familie geschart, wobei viele Blumen und Nachrichten am Strand hinterließen, an dem der Angriff stattfand. Während die Untersuchungen andauern, betonen die Behörden, dass, obwohl Haiangriffe selten bleiben, in Zeiten des Umweltwandels erhöhte Wachsamkeit erforderlich ist.
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