Winterwetter fordert Todesopfer und verursacht Hunderte Unfälle
Extreme Glätte hat in Norddeutschland für Chaos gesorgt, mit mehreren Toten und Hunderten von Unfällen als Folge von Eisregen, der Straßen in gefährliche Eisbahnen verwandelte. Die deutschen Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind am schwersten betroffen, wobei Rettungsdienste die Situation als 'katastrophal' beschreiben.
Mehrere Tote auf deutschen Autobahnen
Auf der A44-Autobahn bei Paderborn in Nordrhein-Westfalen kamen drei Menschen bei Unfällen ums Leben, die durch glatteisbedingte Fahrbahnverhältnisse verursacht wurden. Laut Polizeiberichten gab es auf demselben Abschnitt bei Aachen siebzehn separate Kollisionen. 'Die Verkehrslage in Niedersachsen ist aufgrund der Hunderte von Unfällen auf der Straße katastrophal,' sagte ein Polizeisprecher deutschen Medien. Allein in dieser Region wurden mehr als zwanzig Menschen verletzt.
Die gefährlichen Bedingungen veranlassten die Behörden, die Bewohner aufzufordern, zu Hause zu bleiben. 'Straßen sind spiegelglatt und Fahrzeuge verlieren selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten unkontrollierbar die Haftung,' meldeten Rettungsdienste. Die A44-Autobahn wurde in beide Richtungen gesperrt, während die Rettungsarbeiten den ganzen Tag über andauerten.
Weitverbreitete Störungen in Deutschland
Schulen blieben in den betroffenen Regionen vorsorglich geschlossen, und ein Krankenhaus in Lohne sagte viele geplante Operationen ab. Laut Krankenhausmitarbeitern erschienen zahlreiche Patienten wegen des Eisregens nicht zu ihren Terminen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat gewarnt, dass der Frost bis einschließlich des Wochenendes anhalten wird. DWD-Vorhersagen weisen auf anhaltende Gefahr durch Eis und Schnee bis einschließlich Sonntag hin, wobei Eisregen besonders gefährliche Bedingungen schafft.
Code Orange in Nord-Niederlande
Inzwischen bereitet sich die Niederlande auf ähnliche Bedingungen vor. Das Königlich Niederländische Meteorologische Institut (KNMI) hat Code Orange für Eisregen und Glätte im Norden und Nordosten des Landes ausgegeben. Die Warnung gilt von 02:00 Uhr bis 11:00 Uhr am Freitagmorgen.
Das Warngebiet umfasst die Provinzen Friesland, Groningen, Overijssel, Flevoland (Noordoostpolder), Drenthe und die Westfriesischen Inseln. Dies folgt auf eine ähnliche Code-Orange-Warnung, die in der vergangenen Nacht in Kraft war. Das KNMI rät Bewohnern, ihr Fahrverhalten anzupassen, mehr Abstand zu halten und nur zu reisen, wenn es absolut notwendig ist.
Rettungsdienste unter Druck
Deutsche Rettungsdienste haben in den betroffenen Regionen auf mehr als 500 Unfälle reagiert, mit Dutzenden von Verletzten neben den Todesopfern. Die Polizei beschrieb, wie sie auf 'Hunderte von Unfällen' reagierten, die die Ressourcen bis an die Grenzen belastet haben.
Die Situation dient als eine schmerzhafte Erinnerung an die Gefahren des Winters in Nordeuropa. Da sich Klimamuster verschieben, können solche extremen Wetterereignisse häufiger auftreten, was die Bereitschaft der Transportsysteme und Rettungsdienste in der gesamten Region auf die Probe stellt.
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