Was ist der Fall der lebenslangen Haft für Yoon Suk-yeol?
Der ehemalige südkoreanische Präsident Yoon Suk-yeol wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er durch die Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 2024 einen Aufstand orchestriert hat. Der 65-jährige konservative Führer wurde am 19. Februar 2026 für einen versuchten 'Selbstputsch' verurteilt. Am 20. Februar 2026 entschuldigte er sich öffentlich, kritisierte aber gleichzeitig das Urteil als 'ungerecht'.
Die Kriegsrechtskrise 2024: Zeitstrahl
Am 3. Dezember 2024 verhängte Präsident Yoon das Kriegsrecht, beschuldigte die Opposition und ließ das Parlament in Seoul militärisch umzingeln. Innerhalb von Stunden hob das Parlament das Kriegsrecht auf, und Yoon musste es zurücknehmen. Die Krise dauerte nur sechs Stunden, löste jedoch massive Proteste und Amtsenthebungsverfahren aus. Verteidigungsminister Kim Yong-hyun erhielt eine 30-jährige Haftstrafe.
Rechtliche Anklagen und Urteil
Yoon wurde wegen Aufstand, Missbrauchs präsidialer Autorität und Behinderung der Justiz verurteilt. Die Staatsanwaltschaft forderte die Todesstrafe, aber das Gericht verhängte lebenslange Haft, da keine Todesopfer zu beklagen waren. Dies ist die erste lebenslange Haft für einen Ex-Präsidenten seit 1996.
Yoons Entschuldigung und Verteidigung
Yoon entschuldigte sich für die 'politische Krise', behauptete aber, im nationalen Interesse gehandelt zu haben, und kritisierte das Urteil als voreingenommen. Seine Verteidigung argumentierte, dass seine Handlungen verfassungsgemäß waren, und verwies auf historische Präzedenzfälle. Der Fall zieht Vergleiche zur Verfassungskrise in Polen 2025.
Politische Auswirkungen
Das Urteil hat Südkorea polarisiert, mit Pro- und Anti-Yoon-Protesten. Die Krise führte zu vorgezogenen Wahlen 2025, die Oppositionsführer Lee Jae-myung gewann. Experten sehen darin einen Test für die Demokratie und Auswirkungen auf internationale Beziehungen. Ähnlich wie bei lateinamerikanischen Präsidentenamtsenthebungen wurden verfassungsmäßige Grenzen überschritten.
Nächste Schritte
Yoons Team kann innerhalb von 7 Tagen Berufung einlegen, was Monate dauern könnte. Er bleibt inhaftiert und verbüßt bereits eine separate Haftstrafe. Die politischen Folgen beeinflussen seine Partei und werfen Fragen zur präsidialen Immunität auf.
Häufig gestellte Fragen
Was genau tat Yoon?
Er verhängte Kriegsrecht und ließ das Parlament umzingeln, um es zu lähmen.
Wie lange war er Präsident?
Von Mai 2022 bis April 2025, etwa 2 Jahre und 11 Monate.
Kann er Berufung einlegen?
Ja, innerhalb von 7 Tagen, mit wenig Erfolgsaussicht.
Was passierte mit anderen Beamten?
Verteidigungsminister Kim Yong-hyun: 30 Jahre, Premierminister Han Duck-soo: 23 Jahre, Polizeichef Kim Chang-yong: 15 Jahre.
Auswirkungen auf internationale Beziehungen?
Bedenken über Stabilität, aber keine grundlegenden Änderungen der Allianzen.
Quellen
Wikipedia: 2024 Südkoreanische Kriegsrechtskrise
BBC: Yoon Suk-yeol Lebenslange Haft Bericht
LA Times: Ex-Präsident erhält lebenslange Haft
AP News: Yoon wegen Rebellion verurteilt
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