
Tödlicher Brand im indonesischen Parlamentsgebäude
In einer tragischen Eskalation anhaltender Proteste in Indonesien sind drei Menschen ums Leben gekommen und fünf verletzt worden, nachdem Demonstranten ein regionales Parlamentsgebäude in Makassar, Süd-Sulawesi, in Brand gesteckt haben. Die Opfer waren reportedly im brennenden Gebäude eingeschlossen, wobei zwei Personen bei Fluchtversuchen durch Fenster Verletzungen erlitten.
Hintergrund der Proteste
Dieser gewalttätige Vorfall markiert die jüngste Entwicklung in monatelangen regierungsfeindlichen Demonstrationen, die Indonesien erfasst haben. Die Proteste begannen zunächst im Februar 2025, organisiert von der All-Indonesian Students' Union (BEM SI) gegen die umstrittenen Politiken von Präsident Prabowo Subianto. Die aktuelle Welle der Unruhen wurde durch eine vorgeschlagene Erhöhung der Grund- und Gebäudesteuern um 250% und überhöhte Wohnvergütungen für Parlamentsmitglieder ausgelöst.
Auslöser der Gewalt
Die Situation eskalierte dramatisch letzte Woche, als ein 21-jähriger Motorradtaxifahrer getötet wurde, nachdem er von einem Polizeifahrzeug während einer Demonstration überfahren worden war. Dies war das erste Todesopfer in der sechsmonatigen Protestbewegung und löste weitverbreitete öffentliche Empörung aus.
Wirtschaftlicher Kontext
Präsident Prabowo, der im Oktober 2024 sein Amt antrat, hat erhebliche Haushaltskürzungen in Bildung, Gesundheitswesen und Infrastruktur umgesetzt, um sein Programm für kostenlose nahrhafte Mahlzeiten zu finanzieren.
Regierungsreaktion
Präsident Prabowo hat persönlich die Familie des verstorbenen Motorradtaxifahrers besucht, um sein Beileid auszusprechen, und eine gründliche Untersuchung des Vorfalls versprochen.