Tödliche Erdrutsche verwüsten neuseeländischen Campingplatz

Zwei Tote, mehrere Vermisste nach Erdrutschen auf einem neuseeländischen Campingplatz während extremer Regenfälle. Rettungsoperationen werden durch instabile Bedingungen erschwert.

erdrutsche-campingplatz-neuseeland
Facebook X LinkedIn Bluesky WhatsApp

Tödliche Erdrutsche verwüsten Touristenort in Neuseeland

Zwei Menschen wurden bestätigt tot und mehrere weitere werden vermisst nach verheerenden Erdrutschen, die einen beliebten Campingplatz und Wohngebiet in Mount Maunganui, Neuseeland, trafen. Die Katastrophe ereignete sich während der Hochsaison der Sommerferien, als die Region von extremen Regenfällen heimgesucht wurde, die mehrere Erdrutsche über die Nordinsel verursachten.

Campingplatz-Katastrophe

Der schwerste Vorfall ereignete sich im Mount Maunganui Beachside Holiday Park gegen 9:30 Uhr am Donnerstag, wo ein massiver Erdrutsch Wohnwagen, Autos, Zelte und Sanitäranlagen begrub. Zeugen beschrieben zunächst, Stimmen unter den Trümmern gehört zu haben, aber Rettungsteams berichten, dass diese Rufe inzwischen verstummt sind.

Der Tourist Dion Siluch, der den Erdrutsch überlebte, machte dramatische Aufnahmen der Zerstörung. 'Es klang, als ob ein Güterzug an uns vorbeirast,' erzählte er Reportern. Ein anderer Camper beschrieb den angsterfüllten Moment: 'Ich schaute hinter mich und sah einen riesigen Erdrutsch. Ich sprang von meinem Stuhl und rannte so schnell ich konnte. Ich zittere immer noch am ganzen Körper.'

Laufende Rettungsoperationen

Rettungsdienste, darunter 40 Feuerwehrleute und Suchhunde, arbeiten daran, Überlebende zu lokalisieren, obwohl instabile Bodenverhältnisse die Bemühungen erschweren. Der örtliche Polizeichef warnte, dass Rettungskräfte vorsichtig vorgehen müssen, aufgrund des Risikos zusätzlicher Erdrutsche.

'Die Rettungsoperation ist nicht einfach,' erklärten die Behörden. 'Wir müssen vorsichtig arbeiten, weil ein Risiko für neue Erdrutsche besteht.' Die genaue Anzahl der Vermissten bleibt unklar, aber die Polizei schätzt, dass es sich um 'einige wenige' handelt, mit weniger als zehn Personen, die noch nicht gefunden wurden.

Extreme Wetterbedingungen

Die Erdrutsche wurden durch beispiellose Regenfälle ausgelöst, die die Nordinsel Neuseelands heimsuchten. In nur zwölf Stunden erhielt die Region so viel Regen wie normalerweise in 2,5 Monaten fällt, laut meteorologischen Berichten. Die neuseeländischen Stürme im Januar 2026 haben weit verbreitete Schäden entlang der Ostküste der Nordinsel vom 16. bis 22. Januar verursacht.

Notstände wurden in mehreren Regionen ausgerufen, darunter im Whangarei District und im Thames-Coromandel District. Das extreme Wetter hat große Straßensperrungen, Evakuierungen und weit verbreitete Reiseunterbrechungen verursacht, die die Northland Region, die Coromandel Peninsula, die Bay of Plenty Region und den Gisborne District betreffen.

Geologische Anfälligkeit

Mount Maunganui, lokal bekannt als 'The Mount', ist ein beliebtes Touristenziel, berühmt für seine Strände und erloschenen Vulkan. Das Gebiet hat eine komplexe Geologie, die hauptsächlich aus vulkanischem Gestein besteht, was auf eine hohe Anfälligkeit für Erdrutsche hinweist. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass Erdrutsche in der Region aufgrund steiler Gelände und schwacher vulkanischer Böden üblich waren.

In einem separaten, aber verwandten Vorfall wurden zwei Menschen durch einen frühmorgendlichen Erdrutsch auf der Welcome Bay Road in Papamoa, ebenfalls in der Bay of Plenty-Region, getötet. Ein Vater von vier Kindern aus Kiribati wird noch vermisst, nachdem er von Überschwemmungswasser bei Warkworth in Nord-Auckland mitgerissen wurde.

Während die Rettungsoperationen weitergehen, drängen die Behörden die Bewohner, offiziellen Evakuierungsbefehlen zu folgen und unnötige Reisen zu vermeiden. Die Katastrophe unterstreicht die zunehmende Anfälligkeit von Küstengemeinden für extreme Wetterereignisse im Zeitalter des Klimawandels.

Verwandt