Putin schlägt Schröder als EU-Unterhändler vor

Putin schlägt Schröder als EU-Vermittler für Ukraine vor. Europa und Ukraine lehnen ab. Waffenruhe unter Druck. Erfahren Sie mehr. Lesen Sie die Reaktionen Europas.

putin-schroder-eu-ukraine
Facebook X LinkedIn Bluesky WhatsApp
de flag en flag es flag fr flag nl flag pt flag

Putins überraschender Vorschlag stößt in ganz Europa auf Ablehnung

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als Chefvermittler der Europäischen Union für Friedensgespräche über den Ukraine-Krieg vorgeschlagen – ein Vorschlag, der von europäischen und ukrainischen Führern schnell und einstimmig abgelehnt wurde. Der Vorschlag, den Putin während seiner Siegesparade am 9. Mai 2026 machte, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem eine von den USA vermittelte dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine Risse zeigt.

Bei der verkleinerten Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau behauptete Putin, der Konflikt in der Ukraine gehe 'zu Ende', und schlug Schröder als idealen Vertreter Europas vor. Schröder, der von 1998 bis 2005 Kanzler war, pflegt enge Verbindungen zu Putin und bekleidete lukrative Posten in russischen Staatsenergieunternehmen.

Europa lehnt einheitlich ab

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wies den Vorschlag zurück: 'Wenn wir Russland das Recht geben, einen Unterhändler für uns zu ernennen, wäre das nicht klug.' Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha erklärte, Schröder sei 'absolut nicht' akzeptabel. Deutschlands Europaministerin Anna Lührmann sagte, Schröder sei nicht neutral und stark von Putin beeinflusst.

Deutsche Beamte sprechen von 'Scheinangebot'

Deutsche Regierungsquellen bezeichneten Putins Vorschlag als Teil einer 'Reihe von Scheinangeboten' und betonten, dass Moskau seine Bedingungen nicht geändert habe. Verteidigungsminister Boris Pistorius nannte Putins Friedensbemerkungen eine 'Täuschung'. Die EU-Reaktion auf russische Friedensvorschläge bleibt uneinig.

Putins wechselnde Rhetorik zu Friedensgesprächen

Wessel de Jong, Korrespondent, stellte fest, dass Putins Bereitschaft, Verhandlungen mit Europa zu erwähnen, eine Verschiebung darstellt. Putin zeigte sich offen für ein Treffen mit Selenskyj in einem Drittland. Dennoch warnten Kremlvertreter, ein endgültiges Abkommen könne noch lange dauern. Die Rolle ehemaliger westlicher Führer in der Ukraine-Diplomatie bleibt umstritten.

Waffenruhe unter Druck

Die von Donald Trump vermittelte dreitägige Waffenruhe bröckelte. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig der Verstöße. Die Ukraine meldete einen Toten und 19 Verletzte durch russische Angriffe, während Russland über 1.000 Verstöße durch Kiew behauptete. Die Waffenruhe war von Anfang an fragil.

Wie geht es weiter?

Die EU-Außenminister beraten in Brüssel über einen eigenen Vorschlag für einen Vermittler. Kallas forderte Zugeständnisse Moskaus. US-Gesandte Witkoff und Kushner reisen nach Moskau. Selenskyj verlangt Sicherheitsgarantien vor Verhandlungen mit Putin.

FAQ

Warum schlug Putin Gerhard Schröder als EU-Vermittler vor?

Wegen ihrer langjährigen Freundschaft und Schröders Geschäftsbeziehungen zu russischen Energieunternehmen. Analysten glauben, Putin sehe in Schröder einen Sympathisanten, der die europäische Einheit spalten könnte.

Warum lehnte Europa Schröder ab?

Wegen seiner Nähe zu Putin und seiner Rolle in russischen Firmen. Kallas sagte, er säße 'auf beiden Seiten des Tisches'.

Wie steht es um die Waffenruhe?

Die dreitägige Waffenruhe wurde von beiden Seiten verletzt. Eine Verlängerung ist ungewiss.

Ist Putin ernsthaft an Frieden interessiert?

Europäische Beamte bezeichnen seine Äußerungen als 'Scheinangebote'. Kremlvertreter sagen, ein Abkommen könne noch dauern.

Wer könnte Schröder ersetzen?

Die EU hat noch keinen Kandidaten benannt. Die Bedingung ist Akzeptanz durch die Ukraine und die Mitgliedstaaten.

Quellen

Verwandt

ukraine-schlaege-russland-2025
Krieg

Ukraine-Schläge: Russlands Angst wächst 2025

Russland fürchtet sich, da Ukraine tiefer schlägt. Internetausfälle, Bank Runs und Putins Bunker-Rückzug...

putin-gespraeche-zielerreichung
Krieg

Putin: Gespräche erst nach Zielerreichung möglich

Putin erklärt Gesprächsbereitschaft erst nach Erfüllung militärischer Ziele in der Ukraine. Russland fordert...

trump-putin-ukraine-russland
Geopolitik

Trump nach Gespräch mit Putin: Ukraine und Russland werden sofort verhandeln

Trump kündigt sofortige Gespräche zwischen der Ukraine und Russland nach einem Telefonat mit Putin an, obwohl Putins...