Trotz wiederholter Behauptungen Trumps: Iran-Abkommen bleibt unerreichbar
Präsident Donald Trump behauptet wiederholt, dass ein Abkommen mit dem Iran kurz bevorstehe, doch die Verhandlungen sind im Juni 2026 festgefahren. Laut CNN hat Trump seit dem 23. März mindestens 38 Mal erklärt, eine Einigung sei nah. Experten sagen jedoch, grundlegende Differenzen und mangelndes Vertrauen hielten beide Seiten weit voneinander entfernt. Der US-Iran-Konflikt 2026 schwelt unter einer fragilen vorübergehenden Waffenruhe weiter.
Hintergrund: Ein Zermürbungskonflikt
Die USA und der Iran befinden sich seit Anfang 2026 in einem direkten militärischen Konflikt, obwohl im Mai eine vorübergehende Waffenruhe vereinbart wurde. Beide Seiten führen jedoch weiterhin Angriffe auf niedriger Ebene durch – von Analysten als 'Kämpfen mit angezogener Handbremse' bezeichnet – um die möglichen Verhandlungen nicht zu gefährden. Zu den Kernproblemen gehören Irans Atomprogramm, US-Sanktionen und die Seeblockade der Straße von Hormus.
Trumps 38 Behauptungen einer 'nahen Einigung'
CNN zufolge hat Trump seit dem 23. März 2026 öffentlich 38 Mal erklärt, ein Abkommen stehe kurz bevor. Am 10. Juni sagte er, der Iran habe 'zu lange gebraucht, um einem Abkommen zuzustimmen, das gut für sie gewesen wäre', und drohte mit neuen Angriffen auf iranische Kraftwerke. Experten sehen diese Drohungen als Versuch, Druck auf Teheran auszuüben, aber sie hatten wenig Wirkung.
Warum die Verhandlungen stocken
Laut Youri Verschoor, Forscher am Clingendael-Institut, können sich die beiden Seiten nicht einmal auf Vorbedingungen für die Verhandlungen einigen. Die USA weigern sich, die Seeblockade der Straße von Hormus aufzuheben, während der Iran deren Ende als Vorbedingung fordert. Der Iran verlangt auch die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, doch Washington besteht zuerst auf atomare Garantien.
André Gerrits, emeritierter Professor für Internationale Studien an der Universität Leiden, argumentiert, dass die USA falsch kalkuliert haben, indem sie glaubten, Bombardierungen würden zur Kapitulation des Irans führen. 'Das iranische Regime zeigt, dass seine Führung zwar bombardiert wurde, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass sie ihren Kurs geändert hat', sagte er. Das Regime hat jahrzehntelange Sanktionen überstanden und bleibt widerstandsfähig.
Irans Hebel: Die Achse des Widerstands
Der Iran hat weiterhin Optionen, um Druck auf die USA auszuüben, darunter die weitere Einschränkung der Straße von Hormus, die Nutzung der Huthi-Verbündeten zur Blockierung der Bab-el-Mandeb-Straße oder den Einsatz seines Netzwerks 'Achse des Widerstands' gegen amerikanische Ziele. Diese Strategie der Achse des Widerstands des Iran verleiht Teheran trotz militärischer Unterlegenheit erhebliche Verhandlungsmacht.
Auswirkungen und Folgen
Die anhaltende Pattsituation hinterlässt Trump einen unpopulären Krieg, aus dem er nicht einfach aussteigen kann. Gerrits deutet an, dass der einzig gangbare Weg die Aushandlung eines Atomabkommens ist – ähnlich dem JCPOA von 2015 – unterstützt durch eine glaubwürdige militärische Drohung. Eine weitere Möglichkeit sind innere Unruhen im Iran, die zu Führungswechseln führen, aber das bleibt ungewiss.
Die Aussichten auf den Iran-Krieg 2026 deuten auf keine schnelle Lösung hin. Solange beide Seiten an ihren Maximalpositionen festhalten, bleibt ein umfassendes Abkommen in weiter Ferne.
Häufig gestellte Fragen
Warum sagt Trump immer wieder, ein Abkommen mit dem Iran sei nah?
Trumps wiederholte Behauptungen könnten ein Versuch sein, Fortschritte vorzutäuschen und Druck auf den Iran auszuüben, aber Experten zufolge spiegeln sie nicht die Realität vor Ort wider.
Wie ist der aktuelle Stand der US-Iran-Verhandlungen?
Hintergrundgespräche über pakistanische Vermittler laufen, aber sie konzentrieren sich nur auf den Rahmen für künftige Verhandlungen, nicht auf inhaltliche Fragen.
Was sind die Haupthindernisse für ein Abkommen?
Die US-Blockade der Straße von Hormus, das iranische Atomprogramm, eingefrorene Vermögenswerte und gegenseitiges Misstrauen sind die wichtigsten Streitpunkte.
Könnte die Waffenruhe zu einem dauerhaften Frieden führen?
Unwahrscheinlich, da beide Seiten weiterhin Angriffe auf niedriger Ebene durchführen und keine Einigung über die Kernbedingungen für einen dauerhaften Waffenstillstand erzielt haben.
Welche Optionen hat der Iran, um dem US-Druck entgegenzuwirken?
Der Iran kann die globalen Öllieferungen über die Straße von Hormus stören, Stellvertreterkräfte einsetzen und sein Atomprogramm nutzen, um Zugeständnisse zu erzwingen.
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