Hormus-Schock 2026: Energie- und Handelswende

Sperrung der Straße von Hormus 2026 entzog 20% des Ölangebots, ließ Brent um 65% steigen und halbierte das Handelswachstum. Entwicklungsländer leiden unter Währungs-, Nahrungsmittel- und Schuldenkrisen.

Hormus-Schock 2026: Energie- und Handelswende
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Die nahezu vollständige Sperrung der Straße von Hormus Anfang 2026 hat die größte Energiemarktstörung der Geschichte ausgelöst. Mit dem Wegfall von rund 20% des globalen Ölangebots – drei- bis fünfmal mehr als jeder frühere Schock – stieg Brent um 65%, das Handelswachstum halbierte sich und Entwicklungsländer geraten unter enormen Druck.

Hintergrund: Der kritischste Engpass

Am 28. Februar 2026 starteten die USA und Israel Angriffe auf iranische Ziele, woraufhin Irans Revolutionsgarde die Straße von Hormus durch Minen und Angriffe sperrte. Der Schiffsverkehr brach von 130 auf nahezu null Schiffe pro Tag ein. Die folgenden Waffenstillstandsverhandlungen zum Iran-Krieg 2026 bleiben fragil.

Beispielloses Ausmaß

Laut Dallas Fed ist diese Störung drei- bis fünfmal größer als historische Ölschocks. Etwa 10–15 Millionen Barrel pro Tag fehlen. Brent-Rohöl stieg von 61 $ auf 138 $ Anfang März und pendelte sich bei etwa 119 $ ein. Die Weltbank prognostiziert für 2026 durchschnittlich 86 $ bei schneller Lösung, aber bis zu 115 $ bei anhaltender Krise. Selbst nach Wiedereröffnung bleiben die BIP-Niveaus jahrelang unter dem Vorkrisenniveau.

Auswirkungen auf Handel und Wachstum

UNCTAD meldet eine mögliche Halbierung des globalen Handelswachstums auf 1,5–2,5%. Das BIP-Wachstum könnte auf 2% fallen. Der physische Rückstau von 172 Millionen Barrel Öl auf 187 Tankern bedeutet eine Erholungszeit von 3–4 Monaten. Die Debatte über Resilienz globaler Lieferketten wurde neu entfacht.

Entwicklungsländer am stärksten betroffen

Asien, das 80% der Golf-Ölexporte erhält, ist am verwundbarsten. China stoppte Exporte, Südkorea führte Preisobergrenzen ein. Die Inflation stieg in Laos und Pakistan auf über 10%. Die Düngemittelpreise stiegen um 80%, was eine globale Nahrungsmittelkrise droht. Die ILO warnt vor bis zu 38 Millionen verlorenen Arbeitsplätzen bis 2027.

Alternativrouten und Ausblick

Alternative Pipelines wie Saudi-Arabiens Petroline (7 Mio. Barrel/Tag) können die 20 Mio. Barrel/Tag nicht ersetzen. Die Krise beschleunigt Investitionen in Umgehungsrouten und die Beschleunigung der Energiewende.

Expertenmeinungen

„Dies ist die größte Störung seit Jahrzehnten“, so die Dallas Fed. UNCTAD warnt vor schweren Folgen für Entwicklungsländer. Die ILO betont die Gefahr von Millionen arbeitsloser Menschen.

Häufig gestellte Fragen

Was verursachte die Sperrung?

US-israelische Angriffe am 28. Februar 2026; Vergeltung durch Irans Revolutionsgarde.

Wie viel Öl passiert täglich?

20 Mio. Barrel (25% des Seetransports) plus 20% des LNG.

Wie hoch stiegen die Preise?

Brent von 61 $ auf 138 $, seither 90–120 $.

Alternativrouten?

Petroline und ADCOP: 5,5 Mio. Barrel/Tag, unzureichend und angreifbar.

Wirtschaftliche Folgen?

BIP-Verluste über Jahre; vierteljährliche Schließung senkt globales BIP-Wachstum um 2,9 Prozentpunkte.

Fazit

Die Hormus-Krise ist ein Wendepunkt. Die Erholung wird Monate dauern. Langfristig wird die Zukunft der globalen Handelsgovernance neu gestaltet. Für Entwicklungsländer bleibt die Lage jedoch kritisch.

Quellen

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