Machtverschiebung: Multipolare Weltordnung entsteht 2026

Die Welt geht von US-geführter Unipolarität zu einer multipolaren Ordnung über, wobei BRICS die westliche Finanzdominanz durch De-Dollarisierung herausfordert und der Globale Süden mehr Einfluss in globalen Angelegenheiten beansprucht.

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Das Ende der Unipolarität: Eine neue Weltordnung bildet sich

Mit dem Eintritt in das Jahr 2026 erlebt die Welt eine tiefgreifende Transformation der globalen Machtverhältnisse, die Experten als die bedeutendste geopolitische Verschiebung seit dem Ende des Kalten Krieges bezeichnen. Die Ära der US-geführten Unipolarität weicht einer multipolaren Weltordnung, in der die Macht auf mehrere Einflusssphären verteilt ist. Laut der Geopolitik-Analystin Lena Petrova: 'Was wir sehen, ist nicht nur eine Umverteilung von Macht, sondern eine grundlegende Umstrukturierung des gesamten internationalen Systems. Der Globale Süden ist nicht länger bereit, Regeln zu befolgen, die vom Globalen Norden geschrieben wurden.'

BRICS und De-Dollarisierung: Herausforderung für die finanzielle Hegemonie

Die BRICS-Allianz (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) ist als mächtiges Gegengewicht zur westlichen Finanzdominanz aufgetreten. Jüngste Initiativen umfassen die Entwicklung alternativer Zahlungssysteme, die Förderung von Abrechnungen in lokalen Währungen im bilateralen Handel und die Schaffung neuer Finanzinstitutionen außerhalb westlicher Kontrolle. Wie in einer Analyse des Chicago Policy Review festgestellt, stellen diese Bemühungen eine strategische Abkehr von der Dollar-Abhängigkeit dar, die die globalen Finanzen reformieren könnte.

Dr. Warwick Powell, Experte für globale politische Ökonomie, erklärte in einem kürzlichen Interview mit Lena Petrova: 'Die fortschreitende Reduzierung der Dollar-Nutzung für internationale Zahlungen schafft eine multipolarere Währungslandschaft. Initiativen wie mBridge erleichtern bilaterale Abrechnungen in nationalen Währungen, was grundlegend verändert, wie der globale Handel operiert.'

Geopolitische Neuordnung: Fünf wichtige Trends für 2026

Laut dem geopolitischen Ausblick von Lazard für 2026 prägen fünf wichtige Trends die neue Weltordnung:

  1. Neuer Wirtschaftsnationalismus: Regierungen weltweit ergreifen interventionistische Maßnahmen, die Staat-Markt-Beziehungen transformieren.
  2. EU-China-Spannungen: Europa konfrontiert chinesische industrielle Überkapazitäten in Elektrofahrzeugen, Windkomponenten, Solarenergie und Halbleitern.
  3. Lateinamerikanische Transformation: Politische Verschiebungen hin zu marktfreundlichen, rechten Regierungen mit einer amerikanischen Bestätigung des Einflusses.
  4. Allianzen für kritische Mineralien: Länder eilen, um die Abhängigkeit von China für essentielle Rohstoffe zu verringern.
  5. USA-China-Beziehungen: Ein entscheidendes Jahr mit mehreren geplanten Gipfeltreffen, die die fragile Stabilität testen.

Der wachsende Einfluss des Globalen Südens

Die traditionelle Kluft zwischen Globalem Norden und Globalem Süden verschwimmt zunehmend, während Entwicklungsländer ihre wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit beanspruchen. Wie Wikipedia anmerkt, verzeichnen diese Länder im 21. Jahrhundert schnellere Wachstumsraten als Hochlohnländer, was frühere Annahmen über Entwicklungspfade in Frage stellt.

Lena Petrova beobachtet: 'Wir erleben, was ich die 'große Neuausrichtung' nenne. Länder, die einst am Rande der globalen Entscheidungsfindung standen, fordern jetzt Sitze am Tisch und schreiben ihre eigenen Regeln. Dies geht nicht nur um Wirtschaft – es geht um Souveränität, Würde und die Schaffung alternativer Systeme, die ihren Bevölkerungen besser dienen.'

Implikationen für globale Stabilität und Zusammenarbeit

Der Übergang zur Multipolarität bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Während eine ausgewogenere Machtverteilung zu größerer Repräsentation und vielfältigeren Perspektiven in der globalen Governance führen kann, birgt sie auch Risiken zunehmender Konkurrenz und potenzieller Konflikte. Die Schlüsselfrage für 2026 und darüber hinaus ist, ob Nationen neue Rahmenwerke für Zusammenarbeit etablieren können, die mehrere Machtzentren unterbringen, während die globale Stabilität erhalten bleibt.

Wie Petrova abschließt: 'Die alte Ordnung verblasst, aber die neue ist noch nicht vollständig kristallisiert. Wir befinden uns in einer Übergangsphase, in der jeder diplomatische Zug, jedes Handelsabkommen und jede Allianz zählt. Wie wir diese Verschiebung navigieren, wird die Form der internationalen Beziehungen für Jahrzehnte bestimmen.'

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